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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Der Erzbischof von Chicago wird ermordet aufgefunden. Hauptverdächtiger ist dessen 19jähriger Ministrant Aaron Stampler. Den spektakulären Fall übernimmt Star-Verteidiger Martin Vail, der sich sofort medienwirksam als Einzelkämpfer gegen die Macht der Vorverurteilung in Szene setzt. Anfangs weniger am Schicksal des Häftlings, sondern nur an seiner eigenen Karriere interessiert, gerät Vail dann aber zusehends in den Bann des charismatischen Angeklagten.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Denkt man an die großen Gerichtsfilme aus den letzten Jahrzehnten zurück, kommt einem unweigerlich Zwielicht (OT: Primal Fear) in den Sinn. Das Spielfilmdebüt von Regisseur Gregory Hoblit (Dämon, Frequency), das auf dem gleichnamigen Roman von William Diehl basiert, ist auch viele Jahre nach seinem ursprünglichen Release im Jahre 1996 ein lohnenswerter Justizthriller, der kaum an Faszination verloren hat. Womöglich hat er an Letzterem sogar hinzugewonnen, wenn man über die beteiligten Namen schaut, die zur damaligen Zeit mitunter noch unbekannter Natur waren, heute aber Superstars sind. 

Zumindest Richard Gere (Pretty Woman) war damals schon eine große Nummer und mimt in Zwielicht den erfolgsverwöhnten Anwalt Martin Vail, der sich auf Pro Bono-Basis der Verteidigung eines mutmaßlichen Mörders (Edward Norton, American History X) annimmt. Schuld oder Unschuld sind für ihn nicht von Interesse, solange er den Fall gewinnt. Es gibt nur die Wahrheit, die er in den Köpfen der Geschworenen schafft. Damit ist für den Zuschauer von Beginn an klar: Dieser Mann geht für den Erfolg über Leichen und hat dabei keinerlei Gewissensbisse. Und damit werden auch schon die ersten interessanten Fragen um Moral und Gerechtigkeit in den Raum geworfen, die den Zuschauer auch nach Sichtung des Films noch lange zu beschäftigen wissen. 

Über seine fast 130 Minuten hinweg leistet Zwielicht insgesamt gute Arbeit darin, das Interesse seiner Zuschauer zu halten und zu steigern, indem der Fall immer weiter aufgerollt wird und neue spannende Details ans Tageslicht kommen. Lediglich die vereinzelten Abstecher in einige der Nebenstränge hätten nicht sein müssen, da sie nur wenig zum eigentlichen Thema beizutragen haben und den Film unnötig ausbremsen. Doch davon abgesehen ist der Mix aus Prozess, Beweissuche und Strategiebesprechung durchaus gelungen, was auch dem großartigen Ensemble zu verdanken ist. Gere bleibt trotz seiner überheblich angelegten Rolle stets charismatisch, während Laura Linney (Ozark, Kinsey), Frances McDormand (Fargo, Nomadland) und Alfre Woodard (Cross Creek, Desperate Housewives) ihrerseits starke Beiträge leisten. 

Ausgerechnet ein Newcomer stielt aber allen anderen die Show: Edward Norton brilliert in seinem ersten Spielfilm als Angeklagter, bei dem man trotz erdrückender Beweislage nie ganz sicher ist, ob er denn die blutrünstige Tat wirklich begangen hat. Dank einiger gut platzierter Wendungen in der Story gewinnt vor allem seine Rolle an Reiz und ermöglicht ihm ein facettenreiches Spiel, das ihm berechtigterweise einen Sieg bei den Golden Globes und eine Nominierung für den Oscar eingebracht hat. Apropos Wendungen: Zwielicht funktioniert vor allem dann am besten, wenn man ihn zum ersten Mal sieht und wenig darüber weiß. Kennt man dessen Ausgang, bleibt der Knall logischerweise aus. Daher nicht unbedingt ein Film, den man jedes Jahr zum Rewatch herauskramt. Aber sehr wohl einer, den man wenigstens einmal gesehen haben sollte und nach langer Zeit gern mal wieder auffrischt.

Fazit

Wendungsreicher Justizthriller mit großem Staraufgebot. Auch Jahre nach seiner Veröffentlichung funktioniert "Zwielicht" noch richtig gut und wirft einige interessante moralische Fragen auf, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Lediglich ein wenig mehr Fokus aufs Wesentliche wäre wünschenswert gewesen, da sich der Film zwischenzeitlich in Nebensächlichkeiten verliert. 

Kritik: Sebastian Stumbek

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