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Inhalt

Bei einer günstigen Sternenkonstellation kann der New Yorker Polizist John Sullivan über sein Amateurfunkgerät mit seinem verstorbenen Vater Frank Kontakt aufnehmen. Frank Sullivan war Feuewehrmann und ist bei einem Brand in einem Lagerhaus ums Leben gekommen, als John noch ein Kind war. Verzweifelt sucht John nach einem Weg, den Verlauf der Geschichte zu ändern, und setzt alles daran, den Tod seines Vaters zu verhindern. Doch dabei löst er andere schreckliche Ereignisse aus ...

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

„Es ist, als ob man aus einem Traum aufwacht und nicht weiß, was wirklich ist.“ 

Wenn Polarlichter über der Vorstadtsiedlung tänzeln, gewinnt Frequency für einen kurzen Moment die nostalgische Kraft, die von den früheren Werken eines Steven Spielbergs (E.T. - Der Außerirdische) noch ausging. Diese Pastiche-artige Sehnsucht, die Gregory Hoblits (Das perfekte Verbrechen) Film hier ummantelt, bleibt zwar immer motivischer Bestandteil der Erzählung, nur selten aber scheint sich Frequency gedrungen zu sehen, charakterinhärente Bedürfnisse derart explizit und offen zu formulieren: Der statische Blick in den von Sonnenströmen aufgehellten Nachthimmel geht von Frank Sullivan (Dennis Quaid, The Day After Tomorrow) aus und wird von John Sullivan (James Caviezel, Die Passion Christi), seinem Sohn, aufgefangen. Das Besondere an dieser Vater-Sohn-Konstellation ist, dass sich die beiden Männer keinesfalls in einer gemeinsamen Zeitlinie befinden, sondern ganze 30 Jahre voneinander getrennt sind. 

Dass sie trotzdem miteinander kommunizieren, rührt keinesfalls von einer metaphysischen Ebene her, die womöglich noch einen religiösen Impact aufzuwirbeln gedenkt. Frequency ist pures Fantasy-Kino und bringt die durch Franks Tod vor Jahrzehnten erstarrte Vater-Sohn-Bedingung aufgrund eines Funkgerätes zum Aufleben, welches John in der Gegenwart zwischen altem Gerümpel bergen kann. Zweifelsohne ist es die wohl beste Szene des Films, wenn dem emotional zusehends erkalteten John ruckartig bewusst wird, dass er mit seinem längst begrabenen Erzeuger in Funkkontakt steht. Obgleich sich Frequency im weiteren Verlauf den Grundsätzen der String-Theorie annimmt, die vorgibt, dass unser Universum nicht nur aus einer Dimension besteht, sondern aus bis zu elf Dimensionen, die folgerichtig individuelle Zeitlinien für sich beanspruchen, bleibt der wissenschaftliche Standpunkt sekundärer Natur. Hier geht es ausschließlich um Vater und Sohn.

Keine Frage, gerade gegen Ende gestaltet sich das Spiel auf der Affektklaviatur ein gutes Stück zu grobschlächtig, durch die Aushebelung physikalischer Auffassungen aber genießt Frequency die Freiheit, seine genreaffine Familiengeschichte nicht nur in kriminalistischen Anklängen zu baden. Gregory Hoblit kann das Geschehen auch emotional verdichten – vollkommen dem Takt der klassischen Drei-Akt-Dramaturgie angepasst. John und Frank sehen sich in der Situation wieder, die satten Farben der Vergangenheit zu retten, um die dunklen Wolken der Gegenwart zu lüften und eine Zukunft zu erschaffen, in der die Einsamkeit die Protagonisten nicht in den Alkoholismus stürzt: Frequency schwärmt von den Idealen einer intakten All American Family. Das ist konservativ, ja, aber in der Menage aus Fantasy, Thriller und Melodrama bestätigt Hoblit sein unverkennbares inszenatorisches Talent. Manchmal entfaltet sich der soziale Halt bar jeder irdischen Gesetzmäßigkeit.

Fazit

Die Vergangenheit ist geschrieben? Nicht im Kino! Hier kann sie sogar verändert werden, wie "Frequency" in seinen besten Momenten äußerst erquickend zum Ausdruck bringt. Zuweilen von einigen Pacing-Problemen heimgesucht und schlussendlich etwas zu sehr dem Kitsch zugeneigt, gefällt "Frequency" größtenteils als spannender Fantasy-Thriller, der durch seine Vater-Sohn-Geschichte im Zentrum durchaus emotionale Klasse beweist.

Autor: Pascal Reis

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