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Als Rebecca ihr Elternhaus verließ, glaubte sie noch, dass sie damit auch ihre Kindheitsängste endgültig überwunden hätte. Als Jugendliche konnte sie Realität und Einbildung nie recht unterscheiden, sobald nachts das Licht erlosch. Und jetzt durchleidet ihr kleiner Bruder Martin dieselben unerklärlichen, entsetzlichen Vorgänge, die Rebecca einst den Boden unter den Füßen wegzogen und sie an den Rand des Wahnsinns trieben: Wieder taucht das grässliche Wesen auf, das auf geheimnisvolle Weise mit ihrer Mutter Sophie verbunden scheint. Doch diesmal versucht Rebecca der Wahrheit auf den Grund zu gehen, und sehr schnell wird überdeutlich, dass die Familie in Lebensgefahr schwebt... sobald das Licht erlischt.
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Kritik

Nicht selten kommt es vor, gerade im Horrorgenre, dass aus erfolgreichen Kurzfilmen im Anschluss richtige Spielfilme entstehen. Das gelingt manchmal besser (Der Babadook), hin und wieder aber auch weniger gut (Mama). David F. Sandberg, der mit seinem gleichnamigen Kurzfilm (kann hier angeschaut werden) vor knapp drei Jahren einen gelungenen Beitrag leistete, durfte nun auch die Adaption von "Lights Out" in Spielfilmlänge realisieren, und damit zugleich sein Spielfilmdebüt als Regisseur feiern. Unterstützung auf produktionstechnischer Ebene gab es dabei auch gleich vom Horrorspezialisten James Wan (Conjuring), dessen Einfluss der Finanzierung sicherlich zu Gute kam. Aus Horrorsicht leistet Sandberg mit seinem Erstling auch recht gute Arbeit, auch wenn der Film nun an einigen anderen Problemen krankt, die wohl mit der Streckung auf rund 80 Minuten Spielfilmzeit einher gingen. 

Denn worum sich sein Kurzfilm überhaupt nicht scheren musste war das Erzählen einer Geschichte. In den knapp drei Minuten Laufzeit des Kurzfilms konnte sich Sandberg ganz auf die gruselige Atmosphäre konzentrieren und mit seinem Spiel aus Licht und Schatten zusammen mit einem kleinen Schockmoment kurzzeitig auch für Gänsehaut sorgen. Alles Weitere spielte hier keine Rolle oder aber war der Imagination des Zuschauers überlassen. Diese Regeln gelten nun im Spielfilm aber nicht mehr, hier gilt es nun Charaktere glaubhaft einzuführen, eine funktionierende Geschichte um das Mysterium herum zu spinnen und diese über knapp 80 Minuten auch unterhaltsam zu erzählen. Und genau darin tut sich "Lights Out" etwas schwer. 

Nicht dass "Lights Out" narrativ vollkommen versagen würde, doch ist die Erzählung rund um eine fatale "Freundschaft" aus der Vergangenheit, welche tragisch endete und dafür sorgte, dass der Geist dieser Person bis heute an die Lebenden gebunden ist, vollkommen generisch und unoriginell. Auch das große Mysterium, welches der Film um das Zusammensetzen der einzelnen Puzzlestücke macht, um das große Geheimnis ans Tageslicht zu bringen - von alten Audiokassetten bis hin zu krakeligen Notizen, welche sich in staubigen alten Kisten lagern - haut nicht wirklich vom Hocker. Kennt man alles im Grunde schon aus zig anderen Filmen, wodurch "Lights Out" auf erzählerischer Ebene im langweiligen Sumpf anderer Horrorfilme versinkt. Dass es bei solch einer Adaption auch anders geht, hat beispielsweise Der Babadook hervorragend vorgemacht: Nicht nur waren die Charaktere hervorragend ausgearbeitet, auch die Geschichte war äußerst clever aufgebaut. 

Doch "Lights Out" hat zweifellos auch seine guten Seiten. Eben jenes Spiel aus Licht und Schatten sorgt für einige gelungene Horrormomente, die für eine ordentliche Portion Spannung sorgen. Im Grunde handelt es sich hierbei um ein simples Prinzip: Licht an bedeutet  der Geist ist weg und stellt keine Bedrohung dar. Licht aus wiederum macht den Geist sichtbar und handlungsfähig. Lichtquellen werden inmitten von Dunkelheit werden zur lebensrettenden Quelle, flackerndes oder gar erloschenes Licht führen zum sicheren Tod. Auch wenn die düstere Gestalt mit ihrem Look leider nicht den herrlich dämonischen Anstrich aus dem Kurzfilm trägt, der für sich schon für reichlich Unbehagen sorgte, darf auch der Geist aus der Langzeitfassung für Gänsehaut sorgen - wenn auch nicht ganz so intensiv wie in der Vorlage. Das gelungene Survivalspiel der Protagonisten mitsamt schwacher Taschenlampen, erlischender Kerzen oder defekten Lampen macht aber aus Horrorsicht weitestgehend Spaß. Insofern hat "Lights Out" seinen Zweck durchaus erfüllt, auch wenn man dem Film gewünscht hätte, noch mehr aus sich zu machen.

Fazit

Erzählerisch ist "Lights Out" leider nur austauschbare Genre-Durchschnittskost, eine originellere Geschichte hätte dem Spuk in jedem Fall gut getan. Gelungenen sind dafür die Licht- und Schattenspiele, die dem Film auf atmosphärischer Ebene zum spannenden Gruselspaß verhelfen. Insgesamt zwar nicht der - wie teils zu vernehmen - große, erhoffte Hit, lohnenswert für Genrefans aber allemal, da "Lights Out" zumindest auf Horrorebene recht unterhaltsam ausfällt. Licht aus, Spot an.

Autor: Sebastian Stumbek

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