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Quelle: themoviedb.org

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Der Film erzählt die Geschichte von vier jungen Männern aus einem Armeleuteviertel in New Jersey, die sich zusammentun und bekannt werden als die Sixties-Kult-Popgruppe The Four Seasons. Die Geschichte ihrer Erfahrungen und Erfolge wird begleitet von den Songs, die eine ganze Generation beeinflusst haben, wie "Sherry", "Big Girls Don't Cry", "Walk Like a Man", "Dawn", "Rag Doll", "Bye Bye Baby", "Who Loves You" und viele mehr. Diese klassischen Hits werden nun von einer neuen Generation von Fans entdeckt durch das Bühnenmusical, das mehr als acht Jahre lang am Broadway gelaufen ist, und erfolgreich in der ganzen Welt auf Tournee war.
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Wenn sich Clint Eastwood auf politischer Ebene mal nicht gerade mit unbesetzten Stühlen austauscht, dann gehört der Mann zu den letzten drahtigen Ikonen, die die Filmwelt noch unter ihre Obhut nehmen darf. Vor der Kamera auf die Rolle des markig-wortkargen, aber zumeist doch irgendwo rechtschaffenen (Anti-)Heroen abonniert, so möchte man meinen, Eastwoods wahres Talent erblühte erst so richtig auf dem Regiestuhl. Neben Klassikern wie „Erbarmungslos“, „Perfect World“ und „Die Brücken am Fluss“, liest sich gerade sein Spätwerk wie eine Chronik kinematographischer Glanzleistungen. Werke wie „Mystic River“, „Million Dollar Baby“, „Letters from Iwo Jima“, „Der fremde Sohn“, „Gran Torino“ und vor allem „J. Edgar“ versprachen nicht nur erwachsenes Kino; es waren vor allem Filme, die durch ihre geerdete Emotionalität überwältigten und abermals veranschaulichten, dass die republikanische Spitzhacke auf dem Regieposten einen ungemein sensiblen Kern mit sich trägt, den man gerne schon in früheren, stoischeren Tagen (öfter) in dieser sinnstiftenden Mannigfaltigkeit kennengelernt hätte.

Mit weit über 80 Lenzen auf dem Buckel lässt es sich der grummelige Altmeister aber selbstredend nicht nehmen, der Branche treu zu bleiben. Und bevor wir im nächsten Jahr über „Der Scharfschütze“ schwadronieren dürfen, in dem Bradley Cooper den US Navy SEAL Chris Kyle verkörpern wird, widmen wir uns einem weit weniger schillernden Fragment im ausufernden Schaffen des Clint Eastwood: Dem Bio-Peroid-Pic „Jersey Boys“. Man kommt nicht umhin zu erwähnen, dass Clint Eastwood seine Musikbegeisterung schon oft genug in der Öffentlichkeit preisgegeben hat – Vor allem der Jazz hat es ihm angetan. Zudem hat er sich dem Thema ja auch schon mit dem 1982 erschienen „Honkytonk Man“ und dem 1988 mit Forest Whitaker in der Hauptrolle besetzten „Bird“ angenommen. Wer sich in „Jersey Boys“ im Mittelpunkt platziert hat, sollte klar sein: Natürlich The Four Seasons, die fünfköpfige Boygroup, die durch ihren eingängig-forcierten Falsettgesang in die Geschichte eingingen, selbstredend aber nicht nur mit den schönen Tagen des Ruhmes in Berührung kamen, sondern simultan zum tosenden Jubel mit einem Bein (oder mehr) im halbseidenen Gewerbe standen.

„Eine Welt ohne Musik wäre ein Irrtum“, hat einst ein großer Mann gesagt. Wie mag dann ein Film deklariert werden müssen, der eine Gruppe Künstler zentralisiert, die die Musikbewegung maßgeblich mitprägte, sich aber gleichwohl keinen Deut um ihre dargebrachte Kunst interessiert? Sicher kann man sagen, dass Clint Eastwood seinen Job mit „Jersey Boys“ erfüllt hat, inszenatorisch ist das ja auch alles souverän, daran bestand auch kein Zweifel, wenngleich die Illustrationen jener Tage in einem abstoßend entkräftetes Kolorit eingefangen wurden. Nur in welchem Ausmaß? Unterdessen obsiegt doch das Gefühl, man bekäme es bei „Jersey Boys“ mit dem wohl ödesten Martin Scorsese-Vehikel zu tun, welches Martin Scorsese niemals in Szene gegossen hat, derart sklavisch orientiert sich das Drehbuch an den Tropen der konventionellen Rise-and-Fall-Geschichte und ihrer transparenten Dramaturgie. Alles scheint hier irgendwie prüde, weil niemals der Mut ergriffen wird, mal richtig auf die Pauke zu hauen, ein grelles Farbenspiel aufflackern zu lassen und irrsinnige Choreographien in die Wege zu leiten. Schlussendlich hat Clint Eastwood eben einen Film über The Four Season abgeliefert. Punkt. Aber mit Passion? Mit Herzblut? Aus tiefer Überzeugung? Wohl kaum. Die schiere Unlust impliziert das exakt.

Fazit

Als würde Martin Scorsese all die Motive aufbereiten, die er in den 1990er Jahren schon mal äußerst vital aufbereitet hat, inzwischen aber jede Lust an seiner einstigen Berufung eingebüßt hat. „Jersey Boys“ ist öde, konventionell und prüde. Es geht ihm das Herzblut verloren, welches man benötigt hätte, um das abwechslungsreiche Leben der Four Seasons angemessen auf die Leinwand zu bringen. So bleibt ein souverän inszeniertes, allerdings bar jeder inneren Überzeugung angeordnetes Bio-Pic. Ein formelhaftes Anti-Vergnügen. Außer die Songs, die sind natürlich famos. 

Kritik: Pascal Reis

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