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Science-Fiction-Horrorkomödie, die sich trotz B-Movie-Status großer Beliebtheit erfreut. Das Wüstendorf Perfection wurde auf einem Nest urzeitlicher Raketenwürmer gebaut, die sich immer wieder an die Oberfläche durchfressen und Menschen angreifen. Val McKee und sein Freund Earl Basset übernehmen zusammen mit der Seismologin Rhonda LeBeck die Rettung des Dorfes.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Perfection, Nevada. Hier liegt der Kojote begraben. Sage und schreibe 14 Einwohner, ein Gemischtwarenladen (wie hält der sich?) und mächtig Bewegung im Erdreich. Sie sind unter uns…im wahrsten Sinne des Wortes. Val (Kevin Bacon –„X-Men : Erste Entscheidung“- , mit schickem, ärmellosen Jeanshemd und Nackenspoiler) und Earl (Fred Ward, „Remo – Unbewaffnet und gefährlich“) sind die zwei Männer für spezielle Aufgaben…sprich Stacheldraht ziehen, Scheiße abpumpen, Expertenkrams halt. Gerade als sie sich (mal wieder) endgültig aus diesem „ausbaufähigen“ Fleckchen Arsch der Welt verkrümeln wollen, werden sie unfreiwillig zu tatsächlichen Fachleuten befördert. Für die Entsorgung von Ungeziefer. Im weitesten Sinne.

Ron Underwood, der später nur noch mit „City Slickers – Die Großstadt-Helden“ positiv auffiel und gegen Ende seiner Karriere als Filmregisseur so grausamen Schrott wie „Pluto Nash – Im Kampf gegen die Mondmafia“ zu verantworten hatte, gelang bei seinem Kinodebüt ein kleiner Klassiker des unblutigen Creature-Films. „Tremors – Im Land der Raketenwürmer“ ist heute pure Nostalgie und ein Musterbeispiel dafür, was aus solchen Voraussetzungen machbar ist. Heute kommen bei THE ASYLUM und Co alle möglichen Tiere aus Sand, Schnee, Meer und ganz besonders extrem beschissen aus dem Rechner, davon ist dieser liebevolle Spaß so weit entfernt wie Perfection von einem Holiday Inn. Sympathische Hinterwäldler werden von garstigen – und handgemachten - Monstern attackiert. Ernst nimmt sich die Nummer natürlich nicht, was damals nicht gleichbedeutend war mit „alles scheißegal“. Auch Quatsch kann und sollte Kunst sein.

Die Kunst der großen B-Movie-Unterhaltung zelebriert „Tremors – Im Land der Raketenwürmer“ meisterlich. Der Film unterwirft sich nicht einer planlosen Lächerlichkeit sondern weiß seine Prämisse sinnvoll zu nutzen. Man mag da problemlos in Kauf nehmen, wie unübersehbar die eigene Logik mitunter missachtet wird. Mal sind Autofenster eine unüberwindbare Hürde, mal gar kein Thema für hungrige Wurmtentakel. Mal werden die Vehikel in Sekunden unter die Erde gezogen, mal scheint das nicht möglich. Auf einen geworfenen Stein erfolgt eine direkte Reaktion, aber wenn sich ausgewachsene Menschen an einem Stab (wovon passenderweise genau drei, fast maschinell hergestellt wirkende Exemplare an der richtigen Stelle liegen) von Felsen zu Felsen hechten, passiert rein gar nichts. 

Fällt das auf? Ja. Interessiert das? Nein! Von Interesse ist nur die Unterhaltung, davon wird reichlich geboten. Ohne zu albern zu werden gehen die Riesenwürmer raketenmäßig ab, sorgen für einen ausgiebigen, ideenreichen Filmgenuss, der für Freunde des Horrorfilms wie für eher zartere Gemüter das optimal Maß auslotet. Niemand dürfte davon Albträume bekommen, niemand wird von unzumutbarer Lustlosigkeit belästigt (was schon längst nicht mehr selbstverständlich ist), das ist pures, reines Spaß-am-Unfug-Kino. Herrlich umgesetzt, mit richtig Pfeffer im Arsch. „Tremors – Im Land der Raketenwürmer“ ist einer dieser Filme, die aus wenig ganz viel machen und sich deshalb auch noch in zwanzig Jahren mehr als sehen lassen können. Ein Kind seiner Zeit, man wird mit ihm groß, aber nie erwachsen. Schön.

Fazit

Um „Guardians of the Galaxy“ zu zitieren: „Wir sind wie Kevin Bacon.“ „Tremors – Im Land der Raketenwürmer“ ist der Kevin Bacon unter den Wurmfilmen. Wenn es so was gibt…Ein unverschämter Spaß, ohne Gore, ohne CGI, dafür mit Raketenwürmern, einer Waffenkammer aus dem paranoiden Herz der USA…ja, und halt Kevin Bacon.

Autor: Jacko Kunze

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