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Die Brüder Charlie und Gerry Harker sind Nachkommen des legendären Vampirjägers Jonathan Harker. Doch ihr Glaube an die Familiengeschichte rund um die Jagd auf Vampire macht sie in der heutigen Zeit nicht zu Helden, sondern zum Gespött der Stadt. Aus finanzieller Not heraus und dank eines ungewollten und recht kuriosen Todesfalls schmieden die Brüder gemeinsam mit ihrem nicht minder schrägen Freund Ned einen genialen Plan: Die erfolgreiche Jagd auf einen Vampir soll mit Hilfe eines Schauspielers öffentlich im Haus Harker inszeniert werden. Dumm nur, dass eben dieser Schauspieler auf einen realen Vampir trifft, der dann letztendlich statt des Schauspielers bei den Harkers eintrifft…

Kritik

Der liebe Trash.Das Genre hat in den letzten Jahren einen unwahrscheinlichen Hype erlebt und damit nicht nur Trash-Label Asylum (Sharknado) gestärkt, sondern auch Kickstarter-Projekten wie Iron Sky und Kung Fury den Weg geebnet. Dadurch sind wir schon ein bisschen daran gewoht, dass auch unsere "Müll"-Filme einen gewissen Produktionsstandard einhalten und nicht richtig, richtig schlecht aussehen. Bei House Harker ist aber genau das der Fall.

I Had A Bloody Great Time At House Harker ist aus einem Kickstarter-Projekt entstanden und musste selbst nach erfolgreichem Funding durchgehend mit seinem winzigen Budget kämpfen. Die Sets sehen billig aus, die Schauspieler agieren total überzogen (was allerdings irgendwie dem Drehbuch entspricht) und die Special Effects sehen total billig aus. Es gibt auch gravierende Continuity Fehler: Zum Beispiel liegt in der Abschluss-Szene eine dicke Schneeschicht über der Landschaft, ohne dass es jemals geschneit hätte. Gottverdammt, sogar der böse Obervampir ist ganz offensichtlich ein Typ auf Stelzenschuhen mit einer albernen Plastikmaske!

Erstaunlicherweise tut das dem Spaß allerdings überhaupt keinen Abbruch. Es zündet zwar nicht jeder Witz, aber die kommen einfach am laufenden Band, bis man sich gar nicht mehr dagegen wehren kann. Zudem kommt es auch immer wieder zu neuen Ideen und sogar ein paar inszenatorischen Kniffen. Die Begeisterung für das Projekt und der Spaß an der Produktion tropft aus jeder Pore und macht den Film und alle Beteiligten so sympathisch, dass es einen viele technische Schwächen vollkommen vergessen lässt. Der Film macht einfach tausend Mal mehr Spaß als so manch ein Film, der trashig sein möchte und die Macher deswegen denken, man könnte das alles halbherzig machen.

Eine Begeisterung für Edgar Wright zeigt sich nicht nur in dem Verhalten und der Mimik von Ned (Derek Haugen), der in Mimik und Gestik stark an Simon Pegg erinnert, sondern auch in dem einen oder anderen Witz und der Art der Kameraführung. Das soll nicht heißen, dass hier schamlos abgekupfert wurde, einfach nur, dass die Einflüsse ebenso deutlich zu sehen sind, wie bei Neds Leidenschaft für Holzschnitzereien: Ned's Wood.

Fazit

"House Harker" ist albern, total überzogen gespielt und kann sein winziges Budget keine zwei Minuten am Stück verbergen... Außerdem macht er riesig viel Spaß! Es zündet zwar nicht jeder Gag, aber aus dem Projekt sprüht einem soviel Begeisterung und Sympathie entgegen, dass man absolut mitgerissen wird. Absoluter Trash - im besten Sinne.

Autor: Sören Jonsson

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