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Inhalt

Beim Filmfestival in Cannes raubt Laure mit perfiden Methoden den millionenschweren Schmuck eines Filmstars. Doch der perfekte Coup geht in letzter Minute schief. Während ihre Partner gefasst werden, entkommt Laure mit der Beute nach Amerika. Sieben Jahre später hat sie es zur Frau des Pariser US-Botschafters gebracht und lebt unter falschem Namen ein neues Leben. Als ein Foto eines Paparazzo auf der Titelseite einer illustrierten erscheint, ist die Scheinidentität der Diamanten-Diebin gefährdet und sie wird von ihrer Vergangenheit eingeholt.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Schon der Titel des Films verweist unwiderruflich auf den Film noir. Die Femme fatale ist eine der Charakteristiken der schwarzen Serie und tatsächlich scheint die Protagonistin aus Brian de Palmas (Scarface) Erotikthriller der damaligen Zeit entnommen zu sein. Laure Ash (Rebecca Romijin) scheint eine dieser undurchsichtigen und komplett selbstsüchtigen Frauenfiguren zu sein, die mit ihrem erotischen Charme und einer undurchsichtigen Facette den Film noir geprägt haben. Schon zu Beginn verrät sie ihre Kollegen bei einem Raubüberfall, flieht und findet letztlich Unterschlupf bei einem Mann, den sie schleunigst um den Finger gewickelt hat. Ihre vornehmliche Technik scheint die Täuschung und Verführung zu sein. Interessant ist dabei, wie wir Zuschauer sie auch in ihren schwachen Momenten erleben. Während dieser Charaktertyp im klassischen Film noir nur als Nebenfigur agiert und deshalb undurchschaubar bleibt, betont ihre Rolle als Protagonistin auch die schwächeren Seiten ihrer Person.

Hier bricht der Film bereits mit der schwarzen Serie und tatsächlich scheint ihre Figur auch der einzige Bezug zur Strömung zu sein. Denn abgesehen von ihrem nicht zu leugnenden Ursprung (schon in der aller ersten Szene liegt sie in einem Hotelzimmer und sieht sich eine Szene aus Billy WildersFrau ohne Gewissen an) orientiert sich de Palma beim restlichen Film an seinen gewohnten Einflüssen – was vornehmlich Alfred Hitchcock bedeutet. Die Doppelgängeridee, welche im Film aufgegriffen wird, scheint er eindeutig aus Vertigo übernommen zu haben, während die voyeuristische Ebene (verkörpert durch Antonio Banderas) sicherlich an Das Fenster zum Hof angelehnt ist. Dabei verschmelzen de Palma typisch unterschiedliche Einflüsse zu einem durchaus funktionierenden Gesamtkonzept, das bei aller Liebe jedoch nur bedingt Gemeinsamkeiten mit dem Film noir aufweist.

Femme Fatale leidet unter einigen sichtlichen Problemen, denn für einen Erotikthriller fehlt in letzter Konsequenz sowohl ein Stück weit Spannung als auch Erotik. Überzeugen kann hingegen de Palmas Regie. Mit gewohnten Stilmittel wie Close Ups, Splitscreens und Zeitlupenaufnahmen entwirft er eine sehr eigenwillige, aber durchaus ansprechende Optik. Beeindruckend ist dabei vor allem wie stark sich Femme Fatale auf die pure Kraft der Bilder und das visuelle Erzählen verlässt. Ja, wenn de Palma zu Beginn einen etwa 15-minütigen Raubüberfall komplett ohne Dialoge erzählt, dann ist man fast bereit über alle Schwächen des Films hinwegzusehen. Aber leider nur fast.

Fazit

Mit „Femme Fatale“ liefert Brian de Palma einen Erotikthriller, der alle für den Regisseur typischen Elemente aufweist. Erneut kann er seine Verehrung für Alfred Hitchcock nicht verbergen und so entsteht ein reichlich verworrener Film, der sich stark durch seine Inszenierung erzählt. Der Film selbst ist dabei sicherlich sehenswert, jedoch hat man das alles bei de Palma schon deutlich besser gesehen.

Autor: Dominic Hochholzer

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