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Die ehrgeizige Senatorin Lillian DeHaven (Anne Bancroft) sucht ein Versuchskaninchen für ihren Plan, der Öffentlichkeit zu beweisen, dass es für Frauen möglich sei, selbst bei den Navy Seals, einer der härtesten Militäreinheiten der Welt, zu bestehen. Nach einer Sichtung der möglichen Kandidatinnen entscheidet sie sich für die gescheite Jordan O'Neil (Demi Moore), deren Freund Royce (Jason Beghe) alles andere als begeistert über die Entscheidung seiner Partnerin ist, die die Herausforderung gerne annimmt.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

„Ich würde jeden Tag mit dir in den Krieg ziehen.“

Wenn wir auf den britischen, 2003 zum Ritter geschlagenen Filmemacher Ridley Scott zu sprechen kommen, dann reden wir zuvorderst von renommierten Werken wie Alien – Das unheimliche Wesen aus einer anderen Welt, Blade Runner und natürlich Gladiator. Scott also ist zweifelsohne ein Künstler, dessen Output den ein oder anderen,vollkommen zu Recht zum Klassiker avancierten Streifen im Repertoire besitzt. Dass es aber nicht immer rund lief für den Mann aus South Shields, lässt wohl vor allem an den 1990er Jahren ablesen, nachdem er 1991 mit Thelma & Louise noch einmal einen Volltreffer landete, im Anschluss aber graduell seinem künstlerischen Tiefstpunkt entgegensteuerte. Auf das inhaltlich grob fahrlässige Breitwandepos 1492 – Die Eroberung des Paradiese und dem vollkommen untergegangenen White Squall, folgte 1997 mit Die Akte Jane die endgültige Selbstdemontage eines eigentlich talentierten wie angesehenen Regisseurs.

Wie wir bereits durch unzählige Ausformungen des massenkompatiblen Kinos aus den Vereinigten Staaten gelernt haben, verbinden die Amerikaner mit ihrem hoch aufgerüsteten Militärapparat ein (fragwürdiges) Gefühl des inbrünstigen Stolzes. Und Die Akte Jane ist, als Schilderung der Gepflogenheiten im inneren Zirkel der US Navy SEALs, nicht nur keine Ausnahme in Sachen Glorifizierung soldatischer Krafthuberei. Ridley Scott zeichnet sich darüber hinaus für einen Film verantwortlich, der sich in seinem ungemein verzerrten Weltbild noch verwerflicher gestaltet, da er sein Hohelied auf den Militarismus unter dem (progressiven) Deckmantel des Feminismus verbergen möchte. Dreh- und Angelpunkt ist dabei Jordan O'Neil (Demi Moore, Ghost – Nachricht von Sam), die sich bereits als weiblicher Lieutenant im Bereich der Topografie-Analyse der US Navy verdient gemacht hat, ihre nächste Herausforderung nun aber in der Spezialeinheit der Kriegsmarine sucht – einer Brutstätte des Sexismus.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Akte Jane ist eine filmische Unfassbarkeit; Ein Zeugnis geistiger Verwahrlosung. Warum sich RidleyScotts Regiearbeit als derart verachtenswert herausstellt, ist der fadenscheinige Versuch, ein feministisches Anliegen zu formulieren, um in Wahrheit ganz und gar steinzeitliche Geschlechterbilder zu reproduzieren. Von individueller Weiblichkeit nämlich möchte man hier nichts wissen, stattdessen glaubt Die Akte Jane fest daran, dass Frauen nur dann zu gebrauchen sind, wenn sie sich bis aufs Maximale ihren männlichen Vorbilder anpassen: Also Vokabular („Suck mydick!“), Aussehen (Glatze rasieren, Muskeln antrainieren), Verhalten (niemals resignieren!). Demi Moore, die vermutlich nie furchtbarer agierte, kann hier also nur bestehen, wenn sie sich glauben macht, den größten Schwanz zu haben – und das ist NICHT umgangssprachlich gemeint. Dieser pottenhässlich inszenierte, abartig reaktionäre Hochglanzimagefilm stinkt rundum zum Himmel.

Fazit

Ein Unfilm. Es ist traurig, mitanzusehen, wie sich ein einstig hochkarätiger Regisseur dermaßen selbst demontiert. Zum Glück wissen wir heute, dass Ridley Scott nach "Die Akte Jane" noch einmal die Kurve bekommen hat, denn ohne Zweifel ist dieses pseudo-feministische Hohelied auf den Militarismus das Übelste, was Scott in seiner Karriere jemals abgeliefert hat. Eine einzige Unfassbarkeit an ideologischer Verklärung.

Autor: Pascal Reis

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