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Science-Fiction-Film von Don Taylor aus dem Jahr 1980 mi Kirk Douglas und Martin Sheen in den Hauptrollen. Nach einem mysteriösen Unwetter wird ein amerikanischer Flugzeugträger in die Zeit des zweiten Weltkrieges katapultiert.
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Kritik

Kürzlich wurde er stolze 100 Jahre alt: Hollywood-Legende Kirk Douglas (Spartacus). Ein besonderer Anlass und guter Grund, sich mal wieder einem seiner Filme zu widmen. Dass sich dieser ausgerechnet Der letzte Countdown nennt, sollte bitte nicht als böses Omen verstanden werden. Unabhängig davon gibt es jedoch weitaus bessere Optionen in seiner langlebigen Karriere als diese vom US-Militär gesponserte Big-Budget-Zeitreise (leider „nur“) an der Grenze zum Edel-Trash.

Der 7. Dezember 1941, bis heute eines der größten Traumata der Vereinigten Staaten. In den frühen Morgenstunden wurde die im Hafen von Pearl Harbor liegende Pazifikflotte des US-Militärs von einem verheerenden Luftangriff japanischer Streitkräfte überrascht. Der Beginn einer Ereigniskette, die vom offiziellen Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg bis zu den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki führte. Was wenn man die Chance hätte, dies alles zu vereiteln? Millionen von Leben wären gerettet, der Lauf der Geschichte aber gleichzeitig frappierend abgeändert. Mit Folgen, über deren Ausmaß sich nicht mal ansatzweise spekulieren ließe. Vor dieser undankbaren Entscheidung steht – selbstverständlich nicht ernsthaft darauf vorbereitet – plötzlich die Besatzung des Navy-Flugzeugträgers USS Nimitz. Durch ein unerklärliches Naturphänomen wird das hochmoderne Schlachtschiff aus dem Jahr 1980 fast 40 Jahre zurück in die Vergangenheit gejagt und landet vor der Küste von Pearl Harbor…am 6. Dezember 1941, wenige Stunden vor dem historischen Massaker.

Was leicht beknackt aber gleichzeitig hochspannend klingt, wird in den Händen des fast rein fürs TV tätigen Regisseurs Don Taylor (eine der wenigen Ausnahmen: Omen 2 – Damien) zu einer behäbigen Mischung aus unentschlossener Diskussionsrunde und stolzer Flug-Werbeshow für das neueste Army-Equipment. Weltstar Kirk Douglas, damals ja auch schon 64 Jahre alt, darf gelenkschonend hauptsächlich rumsitzen und das großväterlich-weise letzte Wort haben, obwohl die von ihm geführte Truppe nie so richtig weiß, was sie denn nun beschicken soll. Die Japse abknallen oder lieber machen lassen, aber das wäre ja so unpatriotisch. Nachdem man sich mit der nicht alltäglichen Situation einer ungeplanten Zeitreise relativ schnell etwas achselzuckend abgefunden hat (Et kütt wie et kütt würde der Kölner sagen) kommt der Film nur in die Puschen, wenn mal wieder ein Flugzeug oder Helikopter durch die Lüfte sausen und knattern darf, das wird dann auch großspurig in Szene gesetzt. Sonst geschieht erschreckend wenig Relevantes, zumindest was sich angesichts der mannigfaltigen Möglichkeiten der Prämisse erwarten ließe.

Noch bevor der titelgebende letzte Countdown eigentlich angezählt wird, ist der Spuk auf einmal vorbei und bis etwas Schiffbrüchigenrettung, ein Herz für Tiere und Glenn Miller live im Radio hören (immerhin) wurde eigentlich nur brav zugesehen. Wer auf große Actiongefechte oder fatales Zeitreisen-Mikado nach dem Motto „Was wäre wenn…“ gehofft hat (und das dürfte so ziemlich jeder sein), guckt verdutzt, um nicht zu sagen leicht verärgert in die Röhre. Da wird selbst der feine Cast um Douglas, Martin Sheen (Apocalypse Now) und dem immer sehenswerten Charles Durning (Hudsucker – Der große Sprung) zum reinen, unnützen Schmuck. Interessanterweise tummelt sich in den Nebenrollen auch der spätere TROMA-Häuptling Lloyd Kaufman (The Toxic Avenger). Dem hätte man mal diese Idee überlassen sollen (mit nur einem Bruchteil des Budgets), das wäre womöglich ein Heidenspaß geworden. Ganz ohne kleinen Schmetterlings-Effekt kann es natürlich trotzdem nicht enden, der erinnert aber eher an eine Folge Fantasy Island als an einen großen Kinofilm, der mit der Möglichkeit hantiert, den Verlauf eines Weltkrieges in den Schicksals-Lostopf zu werfen. Dürftig, was leider prima zum Gesamtbild passt.

Fazit

Eine aufwändig gestaltete Materialvorführung, ein heroischer Soundtrack und prominente, gern gesehene Gesichter in einer fast folgenlosen Geschichtsmanipulation, die mehr den Geist einer historischen Sightseeing-Tour hat. Nur gucken, nicht anfassen. Doc Brown wäre stolz…aber dann wäre „Zurück in die Zukunft“ ja auch stinklangweilig gewesen.

Autor: Jacko Kunze

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