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Die junge Ruby ist zu Hause die einzige Hörende. Als sie ihre Leidenschaft für Gesang entdeckt, muss sie sich zwischen ihren Pflichten und ihrem Traum entscheiden.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

CODA war das Highlight auf dem diesjährigen Sundance Film Festival. Neben dem Publikumspreis konnte der Film von Siân Heder auch den Preis für die beste Regie und für das Ensemble gewinnen. Auch den Größen des Streamings blieben diese Auszeichnungen nicht verborgen und so ließen sich Apple, Amazon und Netflix auf einen Bieterkrieg ein, aus dem Apple schließlich als Gewinner herausging und eine neue Rekordsumme aufbot. Apple zahlte 25 Millionen US-Dollar für die internationalen Rechte an CODA und brach damit den letztjährigen Rekord von Palm Springs, der 22 Millionen US-Dollar kostete.

Diese Rekordsumme ist in Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei CODA um ein Remake des französischen Films Verstehen Sie die Béliers? handelt, durchaus erstaunlich. Wurde der Film von Éric Lartigau im Allgemeinen recht positiv aufgenommen, wurde er hinsichtlich der Besetzung dennoch etwas schärfer kritisiert. Einzig der Sohn der Béliers wurde nämlich durch einen Gehörlosen gespielt. Die Regisseurin und Autorin Siân Heder wollte mit CODA nunmehr ein authentischeres Bild schaffen und besetzte die Familie Rossi durchweg mit Gehörlosen. Einzige Ausnahme ist die Protagonistin des Films – Emilia Jones als Ruby Rossi, die als einziges Familienmitglied hören kann. Als ein child of deaf adults, abgekürzt CODA, dient sie als Übersetzerin für ihre Eltern (Marleen Matlin & Troy Kotsur) und ihren Bruder (Daniel Durant). Ruby wird durch ihre Rolle als Dolmetscherin oftmals in Situationen gedrückt, die äußerst unangenehm sind. So kann ein Besuch beim Arzt für sehr intime Einblicke in das Sexualleben der Eltern führen. Für uns Außenstehende entsteht dadurch eine humorvolle und charmante Konstellation, die auch einen gewissen Fremdscham mit sich bringt.

Rubys Dienst im Sinne der Familie ist allerdings nicht ganz frei von Konflikten. Ruby liebt ihre Familie und stellt ihr eigenes Leben weitestgehend hinten an. Die neuentdeckte Leidenschaft und vor allem das große Talent für die Musik kommt so eher unpassend. Ebenso die erste Liebe und der Wunsch nach einem Stipendium auf dem renommierten Berklee College of Music in BostonCODA macht keinen Hehl daraus, was es ist oder was es sein möchte. Es ist ein klassisches Coming-of-Age-Drama, welches die Selbstfindung und Autonomie in den Vordergrund stellt. Allerdings ist die Abnabelung von Ruby mit existenziellen Ängsten, ja sogar Nöten verbunden.

Siân Heder findet mit CODA die richtigen Worte und Bilder, um ein gutes Coming-of-Age-Drama zu erzählen. Sie findet sogar die benötigten Knöpfe, um einen emotional zu packen. Am Ende wirkt CODA dann aber leider doch recht formelhaft und zu gewollt. Die einzelnen Bausteine und Versatzstücke des Films sind vorhanden und greifen gut ineinander. Zeigen aber auch auf, wie festgefahren das Genre sein kann und mit welcher Rezeptur man das Publikum erreichen kann.
Der Soundtrack bzw. die Musik im Allgemeinen ist dabei ein elementarer Bestandteil und die treibende Kraft unserer Protagonistin Ruby und der Dramaturgie. Die musikalischen Einlagen werden allerdings zunehmend plakativ eingesetzt und bietet wenig Abwechslung. Eine musikalische Begleitung erhält Ruby hierbei durch den Musiklehrer Bernardo Villalobos (Eugenio Derbez). Während Emilia Jones und ihre Familie ein gutes Ensemble bilden und sich im Verlauf des Films steigern, fällt seine schauspielerische Leistung deutlich ab. Sein chargierendes Schauspiel stößt sich an der sonst ruhigen Art der Protagonistin und des Films.

Fazit

"CODA" ist ein charmantes Coming-of-Age-Drama, welches die Tropen gekonnt ausspielt und einsetzt. Eine eigene Note kann Siân Heder dem Genre allerdings nicht aufsetzen.  

Autor: Marco Schilke

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