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Quelle: themoviedb.org

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Als eine Sturmflut eine Küstenstadt überrollt, erwarten die verbliebenen Bewohner*innen nicht nur Wassermassen, sondern auch hungrige Haie.  

"Thrash" ist seit dem 10. April 2026 bei Netflix zu sehen

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Was ist erschreckender als eine Sturmflut? Eine Sturmflut, die eine Meute gieriger Spitzenpredatoren mit sich bringt. Genau dies wäre dann auch die Prämisse des frisch bei Netflix aufrufbaren Katastrophen-Thriller-Horror-Mixes Thrash. Inszeniert wurde der am 10. April 2026 veröffentlichte Film vom erfahrenen Norweger Tommy Wirkola, der in der Vergangenheit unter anderem Werke wie die zombiefizierte Splatterkomödie Dead Snow, die Sci-Fi-Dystophie What Happened to Monday? oder den Weihnachtsmann-Actioner Violent Night abgeliefert hat. Die Zeichen stehen also durchaus gut, aber darf man dem Braten Fischfilet wirklich trauen? Die Antwort lautet: jein. Mehr dazu nach der Inhaltsangabe. 

Ein Hurricane der Kategorie 5 steuert auf das in South Carolina gelegene Küstenstädtchen Annieville zu. Die meisten Anwohner*innen flüchten, aber einige wenige bleiben zurück. Kurz darauf ist es so weit: Der Strom fällt aus, das Mobilfunknetz bricht zusammen und die Deiche zerbersten unter dem Druck der Wassermassen. Straßen sowie Gebäude werden geflutet, Autos mitgerissen. Das Wasser steigt unaufhaltsam. Mit Hilfe ist vorerst nicht zu rechnen. Und als ob die Situation für die Zurückgebliebenen nicht bereits schlimm genug wäre, tauchen alsbald schon die ersten Haiflossen in den überschwemmten Straßenzügen auf. 

Wer sich mit Blick auf das Szenario unweigerlich an Alexandre Ajas sieben Jahre früher erschienen Film Crawl erinnert fühlt, liegt damit goldrichtig. Nur dass es bei Thrash eben keine hungrigen Alligatoren sind, die das überschwemmte Stadtgebiet zu ihrem Jagdgebiet machen, sondern aggressive Bullenhaie. Und gleich vorweg: Crawl ist definitiv der bessere Film. Dabei fängt Thrash eigentlich recht vielversprechend an. Es stürmt, es rumort, es poltert. Der Regen peitscht und der Himmel ist verdunkelt. Ein absolut ungemütliches Wetter, das einem – ähnlich wie beim Tornadofilm Twister – die Kälte in die Glieder treibt. Effekttechnisch schaut das stürmische Chaos in den meisten Momenten erfreulich überzeugend aus, sodass sich zeitweise beinahe biblische Sintflut-Vibes einstellen. Zu sehen, wie sich die Wassermassen unaufhaltsam durch die Ortschaft schieben, ist beeindruckend und unheimlich zugleich. 

Regelrecht erschreckend wird es, als dann die ersten Haiattacken einsetzen. Die von den Raubfischen an den Tag gelegte Aggressivität ist geradezu beängstigend. Sie verbeißen sich, reißen Gliedmaßen ab und führen uns so mehr als einmal eindrucksvoll ihre immense Bisskraft vor Augen, sodass wir ihre dunklen, stromlinienförmigen Silhouetten im Wasser noch mehr fürchten als es ohnehin schon der Fall wäre. Interessant ist hierbei, dass es deutlich mehr Szenen über als unter Wasser gibt. Doch anstatt genau hier weiterzumachen, entscheidet man sich im Mittelteil dafür, das Tempo zu drosseln, die Spannungskurve abflachen zu lassen und stattdessen mehr auf die Figuren zu schauen. Keine gute Idee, denn die zentralen Charaktere fallen reichlich uninteressant aus. 

Und das obwohl seitens des Drehbuchs das volle Programm an emotionaler "Manipulation" aufgefahren wird. Anders kann man es nicht nennen, wenn sich die Hauptfiguren aus einer jungen Frau, die stark unter dem kürzlichen Tod ihrer Mutter leidet; einer Hochschwangeren, die unlängst von ihrem Verlobten verlassen wurde sowie drei hungrigen Waisenkindern, die bei geldgeilen Eltern leben müssen, zusammensetzen. Da haben selbst die ansonsten so unerbittlichen Haie mehr als einmal Mitleid. Die schauspielerischen Leistungen gehen derweil in Ordnung, aber vielmehr gibt es hierzu nicht zu sagen – außer vielleicht, dass Djimon Hounsou (Blood Diamond) in seiner Rolle absolut verschenkt ist. Womit sich der gerade einmal rund 80 Minuten dauernde Thrash ebenfalls keinen sonderlich großen Gefallen tut, ist sein Endspurt. 

Hatte man es bis zu diesem Zeitpunkt noch mit einem angenehm ernsten, düsteren Film zu tun, wird es hintenraus auf einmal ungleich trashiger, da Figuren plötzlich zu erfolgreichen Haijägern mutieren, die selbst den kernigen Quint aus Steven Spielbergs Jaws vor Neid erblassen lassen würden. Warum dieser tonale Bruch unbedingt sein musste, bleibt schleierhaft. Vielleicht weil die Hauptfigur in Crawl zum Ende hin ebenfalls ein Stück weit über sich hinauswächst. Nur hält es sich dort noch in Grenzen, weswegen es glaubhafter wirkt als hier. Somit ist Thrash trotz des angenehm starken, atmosphärischen ersten Drittels leider doch nur einer von vielen mittelmäßigen Haifilmen, der in seiner Schlussszene zudem gleich noch kurz eine mögliche Fortsetzung anteasert. Ob es diese wirklich braucht, darf bezweifelt werden. 

Fazit

Mit „Thrash“ bringt Regisseur Tommy Wirkola ausgehungerte Haie in die urbanen Vorgärten. Das erinnert stark an Alexandre Ajas Alligatoren-Horrorfilm „Crawl“, fällt aber trotz düster Atmosphäre sowie teils blutigen Bildern weit weniger überzeugend aus. Wer Haifilme mag, kann getrost einen Blick riskieren – da gibt es deutlich schwächere Vertreter. Ein neuer Haifisch-Hit ist "Thrash" aber definitiv nicht.

Kritik: Constantin Wieckhorst

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