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Inhalt

Der Kodex der Samurai ist eindeutig: Bedingungslose Treue zu ihrem Herrn bis in den Tod. Als ihr Fürst heimtückisch ermordet und die herrenlosen Krieger entehrt und verbannt werden, planen die 47 Ronin Rache an dem verräterischen Lehnsherrn. Dazu brauchen sie Hilfe vom gesetzlosen Krieger Kai (Keanu Reeves), einem verstoßenen Halblut, der die Truppe nun auf einem Weg voller Gefahren anführen muß. Dabei bekommen sie es mit tödlichen Gegnern und einer heimtückischen Hexe zu tun, die sich den Ronin auf ihrem Rachefeldzug in den Weg stellen.
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Die Geschichte um 47 Ronin, die aus Treue ihren Herren rächen wollen, beruht auf einen wahren Nationalmythos aus dem 18. Jahrhundert, der bis heute noch Menschen in Scharen zu den Gräbern in Japan pilgern lässt. Hierbei handelt es sich nun um die insgesamt schon siebte Verfilmung der Erzählung (jedoch die erste aus Hollywood), die mit einem gigantischen Budget über 175 Millionen Dollar von Carl Erik Rinsch verfilmt wurde, der mit "47 Ronin" zugleich sein Debüt als Regisseur feiert. Nach fast zwei Jahren Terminverschiebungen, vielen Nachdrehs, Umschreiben des Drehbuchs und sonstigen filmischen Schwierigkeiten hat es "47 Ronin" nun tatsächlich in die Kinos geschafft...und gilt bereits schon jetzt als einer der größten finanziellen Flops seit langem. Selbst in Japan konnte der Film kaum Menschen in die Kinos locken.

Auch wenn "47 Ronin" alles andere als perfekt ist, ein schlechter Film ist er noch lange nicht. Dank seines großen Budgets strotzt der Film mit hübschen Sets und zahlreichen bunten Spezial-Effekten, welche aufgrund der hinausgezögerten Veröffentlichung zwar nicht mehr ganz State of the Art sind, sich aber dennoch sehen lassen können. Der 3D-Effekt sorgt zudem für einen gelungenen Tiefeneffekt.

Technisch ist somit alles recht zufriedenstellend gelaufen. Problematischer gestaltet sich dagegen der inhaltliche Aufbau sowie die Charakterzeichnung. Über seine stolze Spieldauer von zwei Stunden vermag das japanische Epos seine Spannung leider nicht durchgehend aufrechtzuerhalten. Längen schleichen sich in an diversen Stellen ein, Dialoge sind recht simpel gestrickt und eine emotionale Bindung zu den einzelnen Figuren wird leider nicht aufgebaut. Letzteres mag man zwar damit erklären, dass Samurai, bzw. Ronin, von Natur aus keine Emotionen zeigen sollen, doch durch ihre permanent ausdruckslose Mimik und ihre recht oberflächliche Figurenzeichnung bleiben sie für den Zuschauer recht anonym und ihr Schicksal ist einem damit recht gleichgültig. Aufgelockert wird das Geschehen hin und wieder durch ordentliche Actionszenen, die zwar nie zum Staunen anregen, doch immerhin für ausreichend Unterhaltung sorgen. Ärgerlich hierbei ist wiederum, dass man dem Film sein PG 13-Rating ganz stark anmerkt. Während sich die Ronin mit ihren Schwertern in den Kampf werfen und die Gegner niedergemetzelt werden, oder sie sich beim rituellen Seppuku einen Dolch in den Magen bohren, fließt kein einziger Tropfen Blut, worunter die Glaubwürdigkeit leidet. Aus finanzieller Sicht mag die Entscheidung verständlich gewesen sein, wollte man den Film doch einem größeren Publikum zugänglich machen (was bekanntlich nicht einmal dann geklappt hat), qualitativ jedoch hat man "47 Ronin" damit aber selbst einen Stich versetzt.

Damit ein Hollywoodfilm, der eine japanische Geschichte erzählt, als solcher halbwegs ernst genommen werden kann, wurde der Cast zum Großteil mit Japanern besetzt. Stars wie Hiroyuki Sanada ("Wolverine: Weg des Kriegers“), Rinko Kikuchi ("Pacific Rim“), Tadanobu Asano ("Zatoichi"), Kou Shibasaki ("The Call") und Jin Akanishi befinden sich unter dem Cast und sorgen so für einen gewissen Grad an Authentizität. Keanu Reeves ("Matrix") wirkt unter ihnen zwar ein wenig wie ein Fremdkörper, ist für die westliche Vermarktung des Films aber unausweichlich. Gewohnt ausdruckslos und hölzern spielt Reeves seine Rolle todernst runter, was angesichts der oben beschriebenen Probleme aber sowieso recht egal ist. Zumindest merkt man ihm seine Liebe zur asiatischen Kultur an, die er auch in seinem Regiedebüt "Man of Tai Chi", welcher dieses Jahr ebenfalls in unseren Kinos erscheint, unter Beweis stellt. In der ursprünglichen Fassung von "47 Ronin" war Reeves' Rolle lediglich auf eine Nebenfigur beschränkt, erst im Nachhinein wurden weitere Szenen, gerade zum Finale hin, nachgedreht, um Reeves mehr in den Fokus zu rücken. Da seine Figur die einzige ist, zu der man einen Hauch von Bindung aufbauen kann, war das wohl die richtige Entscheidung.

Fazit

Optisch hübsches Samurai-Fatasy-Epos mit inhaltlichen Schwächen und austauschbaren Figuren. Bei nicht allzu hohen Erwartungen dennoch eine Sichtung wert.

Autor: Sebastian Stumbek

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