In seinem vierten Film im Berlinale Panorama, blickt Patric Chiha am Beispiel seiner zwei Charaktere auf die weitreichenden Auswirkungen des russischen Angriffskriegs. Der treibt immer mehr junge Menschen ins Exil, während andere im Gefängnis landen oder an der Front. Der korrosive Einfluss des autoritären Gewalt-Regimes auf die junge Generation wird nur schemenhaft erkennbar. Das psychologische Vakuum, in dem die entwurzelten Protagonist*innen um die gleichen Fragen kreisen, wird auf der Leinwand nur durch Leere fassbar, nicht durch strukturelle Analyse oder sozialpsychologische Signifikanz.