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"Narciso" - Kritik

Sportello745

Von Sportello745 in Berlinale 2026 - Ein Eröffnungsbericht

"Narciso" - Kritik Bildnachweis: © Berlinale 2026 | © La Babosa Cine
Chiaroscuro-Bilder und dominierende Nachtszenen schaffen eine Neo-Noir-Optik im Kontrast zur flüchtigen Unbeschwertheit der Charaktere. Deren Motive und Beziehungen bleiben indes oft schemenhaft, ähnlich de wachsenden Drucks seitens des Regimes. Das Ausmaß des Terrors eines Parteiapparats, der bis heute alarmierende Macht besitzt, lässt sich nur erahnen. Figurenentwicklung und historische Aufarbeitung bleiben Randelemente einer Story, deren Hochglanz-Homogenität klare Zeitkritik untergräbt. Die Gegenüberstellung der Eröffnung eines Wasserwerks mit einer Militär-Razzia zeigt die Taktik exekutiver und ökonomischer Symbolkampagnen. Doch solche pointierte Momente sind die Ausnahme in dem glattpolierten Geschichtsbild.

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