Der feine Unterschied zwischen Kunst, Kunsthandwerk und Kunstkopie bestimmt Geneviève Dulude-De Celles zartfühlendes Charakterdrama auf narrativer Ebene genauso wie auf inszenatorischer. Die ungleich faszinierendere und relevantere Frage nach der Definition von Kunst - wer entscheidet darüber, was Kunst ist? Welche Rolle spielen Gender, Alter und Herkunft der Kunstschaffenden für diese Entscheidung? - weicht einem konventionellen Plot männlicher Selbstfindung. Die Fixierung auf den männlichen Hauptcharakter kontrastiert mit der schon im Titel implizierten Austauschbarkeit der weiblichen Charaktere. Doch seine vielfachen Privilegien machen seine Zerrissenheit zur banalen Neurose, abseits realer migrantischer Perspektiven.