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Kxge9yv63apoyzsyhctmtoieqqb 1x1 – Töchter

Eine Reihe von brutalen Mordfällen bringt Will Graham (Hugh Dancy) zurück zum FBI, wo er erstmals mit Dr. Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen) in Kontakt kommt. Bei Graham handelt es sich um einen besonders begabten Profiler, der sich auf einzigartige Weise mit dem Geist von Serienmördern vertraut machen kann. Deswegen wird er von Jack Crawford (Laurence Fishburne) angeheuert, als immer wieder Studentinnen verschwinden. Auch der begnadete Psychiater Lecter wird durch Crawford rekrutiert, um mit Graham zusammenzuarbeiten. So nehmen die beiden Männer die Ermittlungen auf - ohne, dass Will sich darüber im Klaren ist, dass es sich bei seinem neuen Partner nicht nur um einen vielfachen Killer handelt, sondern auch um einen Kannibalen...

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Ms6nghdztumvsgn3s7fwjp7b2je 1x2 – Pilze

Will Graham (Hugh Dancy), bei dem es sich nun um einen offiziellen Sonderermittler des FBI handelt, hilft Jack Crawford (Laurence Fishburne) und dem BAU („Behavioral Analysis Unit“) bei der Suche nach einem Killer, der seine Opfer lebendig begräbt, um auf diese Weise Pilze wachsen zu lassen. In ihren therapeutischen Sitzungen beginnt Hannibal (Mads Mikkelsen), das Vertrauen von Will zu gewinnen. Dr. Lecter bringt seinen Patienten auch dazu, sich seine wahren Gefühle über das Töten von Hobbs einzugestehen. In der Zwischenzeit schnüffelt Freddy Lounds (Lara Jean Chorostecki) in den fortlaufenden Untersuchungen des BAU herum.

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Bih7pbdiask0alazvad6a6ivxgj 1x3 – Hirschgeweih

Jack (Laurence Fishburne) verfolgt die Theorie, dass Abigail (Kacey Rohl) ihrem Vater Garret Jacob Hobbs (Vladimir Cubrt) dabei geholfen haben könnte, seine Morde auszuführen. Gegen die Meinung von Dr. Alana Bloom (Caroline Dhavernas) wird Abigail - auf Hannibals (Mads Mikkelsen) Rat hin nach Minnesota eskortiert, wo ihr und ihrer Familie eine Welle der Feindschaft entgegen schlägt. Die Dinge geraten vollends aus dem Ruder, als ein Copycat-Killer eine von Abigails Freundinnen umbringt. Hannibal schlägt vor, den Leichnam zu verstecken, um Abigail zu schützen - doch das Geheimnis muss teuer erkauft werden...

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Pestynqfx2wohtqi4yao6edmxq5 1x4 – Verlorene Jungs

Eine Reihe von Familien wird nach einander ausgelöscht. Will (Hugh Dancy) stellt die Theorie auf, dass jede der betroffenen Familien von einem der eigenen Kinder ermordet wurde, das einst entführt wurde und daraufhin eine Gehirnwäsche erhalten hatte. Die Morde haben die Entführungsopfer laut Will im Auftrag ihrer düsteren „neuen Familie“ verübt. Gegen Alanas (Caroline Dhavernas) Rat sorgt Hannibal (Mads Mikkelsen) dafür, dass Abigail (Kacey Rohl) aus dem Krankenhaus entlassen wird. Das Mädchen muss daraufhin einige angsteinflößende Tests über sich ergehen lassen...

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5qsuyprwonp8nnmcb1chpxzm0kr 1x5 – Engel

Will Graham (Hugh Dancy) und das Team des Behavioral Analysis Unit sind auf der Spur eines Serienmörders, der das Rückenfleisch seiner Opfer auf eine Weise zerschneidet, dass die Toten aussehen, als hätten sie Engelsflügel. Seine Rückkehr in die Arbeitswelt belastet das Nervenkostüm von Will, und Hannibal (Mads Miikkelsen) versucht, einen Keil zwischen den Profiler und Jack (Laurence Fishburne) zu treiben. In der Zwischenzeit entfremdet sich Jack Crawfords Ehefrau Bella (Gina Torres) immer Weiter von ihrem Ehemann. Bella vertraut sich Hannibal als ihrem Therapeuten an, weil ihr der Tod bevorsteht. Beverly (Hettienne Park) versucht, sich Will auf einem zwischenmenschlichen Level anzunähern.

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Uylwraybngpcmwe46alzqgici2u 1x6 – Hoffnung

Als das BAU einen Mord untersucht, in dessen Rahmen Organe entnommen worden sind, glaubt Jack (Laurence Fishburne), dass der Chesapeake Ripper wieder aufgetaucht sein könnte. Will (Hugh Dancy) hingegen geht davon aus, dass der Mord das Resultat eines illegalen Organhandel-Unfalls ist. Will leidet außerdem unter Alpträumen, in denen er in die Rolle von Abigails Vater einnimmt. Hannibal (Mads Mikkelsen) beginnt damit, Alana Bloom (Caroline Dhavernas) zu verführen und stattet seiner eigenen Therapeutin, Dr. Bedelia Du Maurier (Gillian Anderson) einen Besuch ab.

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Ae1xuot1aonit4vp2rn5rejy9lc 1x7 – Alles Fleisch

Als das BAU einen Mord mit entfernten Organen untersucht, glaubt Jack (Laurence Fishburne), der Chesapeake Ripper zurück sein könnte, doch Will (Hugh Dancy) erschließt, dass der Mord am Opfer das Ergebnis eines Unfalls bei der Organentnahme ist. Unterdessen leidet Will unter Albträumen, in denen er Abigails Vater ist. Hannibal (Mads Mikkelsen) verführt langsam Alana Bloom (Caroline Dhavernas) und beginnt, selbst eine Theapeutin aufzusuchen: Dr. Bedelia Du Maurier (Gillian Anderson).

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Ijfxnhofd31bewn2ebuidzh9xl1 1x8 – Dunkler Klang

Das BAU untersucht einen Mord, in dem der Mörder die Stimmbänder seiner Opfer freilegt, um wie bei einem Cello auf ihnen zu spielen. Unterdessen entdeckt Hannibal (Mads Mikkelsen), dass der Mörder das Opfer ermordet hat, um Hannibals Aufmerksamkeit zu erregen, unternimmt dann jedoch einen Versuch, Lecter das Leben zu nehmen. Will (Hugh Dancy) wird von merkwürdigen Geräuschen in seinem Kopf verstört und wendet sich an Alana (Caroline Dhavernas), um sich bei ihr Frieden und Stabilität zu holen. Hannibal beschreibt seiner Therapeutin Dr. Bedilia Du Maurier (Gillian Anderson) seine Beziehung zu Will.

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Das BAU-Team jagt einen besonders makabren Serienmörder: Er gräbt seine Opfer aus und bastelt aus ihnen einen Totempfahl. Als Nick Boyles Leiche gefunden wird, befragen Jack (Laurence Fishburne) und Alana (Caroline Dhavernas) Abigail (Kacey Rohl) zu dessen Tod. Die „Auferstehung“ von Nicks Körper bringt Will (Hugh Dancy) auf Abigails Spur. Außerdem rät ihm Hannibal (Mads Mikkelsen) dazu, einige Geheimnisse für sich zu behalten. Um ihre Unabhängigkeit zu bewahren, stimmt Abigail zu, gemeinsam mit Freddie (Lara Jean Chorostecki) Lounds ein Buch zu schreiben. Währenddessen enthüllt sie gegenüber Hannibal ihr größtes Geheimnis.

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Das BAU-Team untersucht einen Doppelmord, bei dem die Gesichter der beiden Opfer mit dem sogenannten „Glasgow Smile“ gleichermaßen verstümmelt wurden. Dabei werden dem Opfer die Mundwinkel eingeschnitten. Zum ersten Mal kontaminiert Will Graham (Hugh Dancy) einen Tatort, weil er glaubt, den ersten der beiden Morde begangen zu haben. Außerdem zeigt eine Kernspintomographie, dass er an fortgeschrittener Enzephalitis leidet, einer Entzündung des Gehirns. Hannibal (Mads Mikkelsen) jedoch schüchtert den untersuchenden Arzt Dr. Sutcliffe ein, der ebenfalls in die Mordfälle involviert sein könnte. Will kehrt trotzdem zu dem Doktor zurück, um sich weiteren Tests zu unterziehen, nur um festzustellen, dass auch Dr. Sutcliffe ermordet wurde.

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Als Dr. Gideon (Eddie Izzard) die Flucht aus dem Polizeigewahrsam gelingt, dürstet er nach Rache an den Psychiatern, die ein Profiling über ihn erstellt haben. Will Graham (Hugh Dancy) und das BAU-Team versuchen, ihn zu schnappen, bevor er sich Alana (Caroline Dhavernas) vorknöpfen kann. Dabei verlassen sie sich auf Informationen aus dem Blog von Freddie Lounds (Lara Jean Chorostecki). Hannibal (Mads Mikkelsen) führt das BAU-Team in die Irre, um Will in einen Raum mit Gideon zu bekommen. Jack (Laurence Fishburne) bezweifelt derweil die Aussagen Dr. Chiltons (Raúl Esparza) in Bezug auf Gideons Flucht.

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Das BAU-Team findet Beweise, die Abigail (Kacey Rohl) mit den Opfern des „Minnesota Shrike“ in Verbindung zu bringen. Will (Hugh Dancy) begleitet Abigail beim Verlassen des Krankenhauses, während Hannibal (Mads Mikkelsen) Jack (Laurence Fishburne) davon überzeugt, dass Will fähig ist, zu morden.

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Will (Hugh Dancy) kehrt ohne Abigail (Kacey Rohl) aus Minnesota zurück. Das BAU-Team findet daraufhin Beweise dafür, dass er sie getötet haben könnte.

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Inhalt

FBI-Agent Will Graham (Hugh Dancy) hat eine besondere Gabe. Er kann tief in den Verstand anderer Personen eindringen und deren Erlebnisse zu seinen eigenen machen. Eine Fähigkeit, die ihm einerseits bei der Aufklärung von perfiden Mordfällen hilft, ihn andererseits aber auch an den Rand des Wahnsinns bringt. Als eine neue Mordserie das FBI erschüttert, bittet ihn Special Agent Jack Crawford (Laurence Fishburne) um Hilfe. Zur Unterstützung und Sicherheit wird dem labilen Graham der prominenteste und beste Psychiater des Landes zur Seite gestellt – Dr. Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen).
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Kritik

Lange schien es so, dass Thomas Harris’ kannibalischer Psychopath Dr. Hannibal Lecter ohne die brillante Verkörperung von Anthony Hopkins nie mehr zum Leben erweckt werden würde. Nach dem eher enttäuschenden „Hannibal Rising“ sind alle Unternehmungen, die Ikone Hannibal wieder zum Leben zu erwecken, auch mit einem gewissen Risiko verbunden, hat Harris doch seit 2006 keine literarische Vorlage mehr geliefert.

Der auf Serien spezialisierte Drehbuchautor und Produzent Bryan Fuller (“Star Trek: Voyager“, „Heroes“) bewies nun Mut und ging das Wagnis ein, eine Serie rund um Lecter zu produzieren und maßgeblich voranzutreiben. Die erste Staffel, die ab sofort ungekürzt auf DVD und Blu-Ray erhältlich ist, basiert lose auf Harris’ Thriller „Roter Drache“ und fokussiert sich auf dessen Vorgeschichte. Alle in „Roter Drache“ bekannten Charaktere werden in Stellung gebracht und mehrere Handlungsfäden verdichten sich zu einem hochspannenden Duell zwischen dem Profiler Will Graham und seinem Psychologen Dr. Hannibal Lecter. Thomas Harris selbst hat der Serie „Hannibal“ zwar seinen Segen gegeben, war aber nicht an deren inhaltlicher Ausgestaltung beteiligt.

Folgende Kritik soll zunächst einmal mit lobenden Worten beginnen, bevor auch einige Negativpunkte beleuchtet werden. Und zwar stechen von Anfang an die darstellerischen Leistungen heraus. Der Däne Mads Mikkelsen hat sich mittlerweile einen starken Ruf als Charakterdarsteller aufgebaut und übernahm die Rolle des Hannibal Lecter. Eigentlich eine schwere Bürde könnte man meinen, doch Mikkelsen liefert eine wahrhaft brilliante Performance ab, die Anthony Hopkins zumindest im Rahmen dieser Serie vergessen macht. In Interviews gab der Däne zu verstehen, dass die Darstellung des Serienmörders ein wahres Vergnügen für ihn gewesen sei, wäre Lecter doch ein Genießer, zufrieden mit sich und seinem Leben und durch nichts aus der Ruhe zu bringen.
Erst nachdem man die ganze Serie gesehen hat und nochmals auf sich wirken lässt, versteht man wie beeindruckend Mikkelsen seine Rolle verkörpert und bis zum großen Showdown nach und nach gesteigert hat. Der dem größeren Publikum eher unbekannte Brite Hugh Dancy spielt als FBI-Profiler Will Graham ebenfalls sehr mitreißend und deckt dabei die komplette Palette an Emotionen ab. Mit der Fähigkeit tief in den Verstand von Mördern und Psychopathen eindringen zu können hilft Graham zwar bei der Aufklärung von Mordfällen, treibt sich dabei aber selbst an den Rand des Wahnsinns. Hier kommt Hannibal Lecter ins Spiel, der nun gleichzeitig Therapeut und Berater für Graham wird und ihn zusätzlich zu dessen eigenen perfiden Unterhaltung manipuliert.

Wer „Roter Drache“ gelesen hat, wird merken, dass diese beiden Charaktere sehr nah an das Buch angelegt sind und gerade deshalb das Zusammenspiel so gut funktioniert. Es macht jedenfalls Spaß den beiden zuzuschauen, vor allem weil sich einige brilliante Dialoge ergeben, denen man fast schon Kultstatus zuschreiben könnte. Solche psychologisch fein ausgearbeiteten und abgründigen Charaktere jedenfalls hat man so bisher in keiner aktuellen Serie gesehen. Zumal der Zuschauer von Anfang an weiß, dass Lecter ein Mörder ist, der Ermittler Graham jedoch völlig im Dunkeln tappt.
Andere Darsteller wie Laurence Fishburne oder Gillian Anderson spielen im Vergleich zu vielen B-Movies, in denen beide zuletzt präsent waren, ebenfalls stark auf, stehen aber nicht wirklich im Mittelpunkt des Geschehens.
Fuller und seine Drehbuchautoren haben genügend Anspielungen auf die bisherigen Filme und Bücher eingebaut, um auch Fans bei Laune zu halten. All jene, die mit den Hannibal-Geschichten bisher keinerlei Berührungspunkte hatten, brauchen allerdings keine Vorkenntnisse.

Für eine TV-Serie, die von einem Mainstream-Sender wie NBC gesendet wird, traut sich „Hannibal“ so einiges. Die Themen und der Aufbau vieler Folgen sind zwar aus anderen Thriller- oder Krimiserien bekannt, doch „Hannibal“ schafft es auf faszinierende Art und Weise tief in die Gedankenwelt des Ermittlers Graham einzutauchen und vermag dies auch in bedrückenden Bildern zu visualisieren, vor allem im Hinblick auf die kranken Phantasien der Täter und das Leiden der Opfer. In der Serie geschieht dies durch blutige Rückblicke am Tatort. „Hannibal“ so brutal, düster und verstörend, wie man es eher von Filmen wie „Saw“ gewohnt ist, ohne dabei jedoch in eine Splatterorgie auszuarten.
Die Spezialeffekte, der visuelle Look und besonders die Kameraführung sind durchweg auf dem Niveau von Kinoproduktionen, jedoch spielt wohl aus Kostengründen ein Großteil der  Szenen in Innenräumen. Von der Ausstattung einer HBO-Serie ist man dann doch Lichtjahre entfernt.

Nach all dem Lob gibt es jedoch auch einige Schwachpunkte, die man nicht unerwähnt lassen sollte. Die erste und fulminant von David Slade inszenierte Folge schmeißt den Zuschauer gleich mitten ins Geschehen und stellt die Weichen für eine komplexe und spannende Handlung. Doch eben diese Handlung tritt im Laufe der Staffel mehr und mehr in den Hintergrund und verkommt zur losen Rahmenhandlung, die sich bis zum extrem schweißtreibenden Finale eher als roter Faden durch die Staffel zieht. Dazwischen muss Will Graham klassische Serienkiller-Fälle lösen, die mehr als einmal an die Kultserie „Akte X“ erinnern. Meist gibt es zu Beginn einer Folge einen mysteriösen Mord, den sich keiner erklären kann. Bis Will Graham gerufen wird, der sich in die Gedankenwelt eines Mörders einklinken kann und so fast jeden Fall zu lösen vermag – als Nebeneffekt jedoch immer schizophrener wird. Pro Fall hat er jedoch gerade einmal 42 Serien-Minuten Zeit, abzüglich eben jener Zeit, die für die Rahmenhandlung draufgeht. Spannung und Charaktere, die nur in einer Folge auftauchen, können sich da nicht entwickeln und so werden die Fälle oft unlogisch und unspektakulär, teils sogar auf alberne Weise, aufgelöst. Im Lauf der 13 Folgen gibt es dann auch einige sich wiederholende Schemata, welche folglich zu einer gewissen Vorhersehbarkeit führen. Das ist zwar immer noch extrem unterhaltsam und jederzeit optisch ein Hingucker. Aber die Ideen wiederholen sich in mehreren Folgen, welche von den Drehbuchautoren oft zu konstruiert wirken und den Zuschauer so leider auch vom Konflikt zwischen Hannibal und Graham abgelenken. Apropos Hannibal. In zuvor genannten „Wer ist der Mörder?“-Folgen kommt er natürlich so gut wie nicht vor und wird in gut der Hälfte der Staffel zur Randfigur degradiert. Das ist zu wenig, denn schließlich wurde die Serie ja nach dem bekannten Doktor der Psychologie benannt.
Man kann trotzdem gespannt auf die zweite Staffel sein, die kürzlich abgedreht wurde. Es ist zu vermuten, dass nach dem Season-Finale hauptsächlich Lecter und Graham im Mittelpunkt stehen werden. Auch einige interessante weibliche Charaktere bekommen hoffentlich mehr Raum zur Entfaltung, denn „Hannibal“ ist eine sehr männerdominierte Serie, in der Frauen hauptsächlich zu Mord- und Gewaltopfern degradiert werden.
Laut Fuller soll schließlich mit der dritten Staffel „Roter Drache“ verfilmt werden, gleichzeitig bemüht man sich um die Rechte an „Das Schweigen der Lämmer“.

Staffel 1 von „Hannibal“ verteilt sich auf drei Blu-Rays in 16:9 Vollbild. Bild und Ton sind hervorragend. Wobei das Bild trotz durchweg toller Schärfe in manch dunkler Szene etwas körnig ist, was sicherlich auf Verfremdungsfilter zurückzuführen ist. Das Bonusmaterial ist für eine Serie außergewöhnlich umfangreich. Es gibt viele Interviews und Einblicke in die Dreharbeiten und Spezialeffekte, die die Entstehung der Serie ausführlich dokumentieren.
Lobend erwähnen muss man auch die deutsche Synchronisation, die genau die Emotionen transportiert, die notwendig sind. Der deutschen Version dürften einige Untertitel-Muffel den Vorzug geben, da insbesondere Mads Mikkelsen oft unverständlich nuschelt und so viele Details in der doch sehr dialoglastigen Serie untergehen.

Fazit

Oberflächlich betrachtet ist „Hannibal“ eine solide, etwas vorhersehbare und sehr dialoglastige Crime-Thriller-Serie, die Fans des Genres aber auf jeden Fall einmal antesten sollten. Was die Serie so besonders macht, ist die extrem gelungene düstere Atmosphäre, die eigenwillige visuelle Inszenierung und vor allem auch das spannende Zusammenspiel zwischen dem FBI-Profiler Will Graham und dem ihm überlegenen Psychopathen Dr. Hannibal Lecter. Gerade was dieses Duell anbelangt, hat die Serie für weitere Staffeln noch viel Luft nach oben.

Autor: André Schiemer

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