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Durch Massenkonsum total verdreckt, flohen die Menschen von der Erde und ließen ihre Müllroboter zurück, um den Planeten aufzuräumen. 700 Jahre später, bleibt nur noch einer von ihnen funktionstüchtig zurück und entwickelt ein eigenes Bewusstsein. Er sammelt interessante Gegenstände und lernt von einem Video die Bedeutung der Liebe. Eines Tages landet ein Raumschiff auf der Erde und lässt eine Drohne zurück, EVE genannt. Wall-E verliebt sich in sie und macht ihr den Hof, was sich jedoch zuerst als schwierig herausstellt. Als ihr Wall-E seine gefundene Pflanze zeigt, bemächtigt sich EVE derer sofort und schaltet sich auf Stand-by-Modus. Das Raumschiff holt sie wieder ab und bringt sie zur Axiom, dem Raumschiff, auf dem die Menschheit seit Jahrhunderten überdauert hatte. Wall-E gelangt ebenfalls zur Station und mischt den Laden gehörig auf, während der Fund der Pflanze das geregelte Leben der Besatzung zusätzlich auf den Kopf stellt…
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Mit Disney verbindet man, wenn man an alte Zeiten denkt, die filmische Umsetzung altbekannter Märchen oder klassisch interpretierter Themen. Nur selten wurden dessen Werke mit Gesellschafts- oder Sozialkritik in Verbindung gebracht (Robin Hood), und auch die ersten Pixar-Filme sollten sich diesbezüglich nicht äußern. Ganz andere Wege bestritt man mit einem alten Bekannten: Wall-E, der kleine sympathische Roboter, wurde noch vor der Produktion von Toy Story designt, erblickte aber erst 2008 die filmische Welt. Und sein erster großer Auftritt sollte ein ganz besonderer werden.

Es wurde gemunkelt, dass Disney mit Wall-E ein Problem gehabt haben könnte. Es wäre eine logische Schlussfolgerung gewesen, wenn man den Film mit sonstigen Werken der Disney-Geschichte vergleicht. Wall-E ist in der ersten Hälfte kein durchgehend farbenfrohes und naives Abenteuer, sondern ist durch und durch mit kritischen Untertönen durchzogen. Wenn sich der Planet vor Müll nicht mehr retten kann oder die Menschheit die Folgen ihrer Bequemlichkeit zu spüren bekommt, dann wird man als Zuschauer schnell nachdenklich. Damit Wall-E aber nicht zu einer Tragödie mutiert, wurde mit dem Titelhelden eine Figur eingefügt, die so manchen Jahrhundertkomiker in den Schatten stellt. Ganz in Charlie Chaplin- oder Buster Keaton-Manier, entdeckt der Roboter die Müllwelt jedes Mal aufs Neue und sorgt so für herrlich klassisch-komische Momente, wie man sie in Moderne Zeiten lieben gelernt hat. Um einen stimmungsvollen Film noch zu komplettieren, gab man noch die nötige Dosis Drama und Liebesgeschichte hinzu. Man kann also mit Recht behaupten, dass die Mischung durchweg gelungen ist und sich keines der Elemente unnötig in den Vordergrund spielt.

Handwerklich gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln, denn Wall-E trotz nur so von gelungenen Bildern. Nicht nur technisch sieht das wahnsinnig gut aus, wenn die Atmosphäre mit fast fotorealistischen Aufnahmen eingefangen wird, sondern auch die Platzierung der Kamera  weiß in jeder Einstellung die richtige Stimmung zu vermitteln. Etwas weniger realistisch wird es dann wieder, wenn die Menschen die Szenen füllen, aber man kennt das ja mittlerweile, dass die Menschen die einzigen Geschöpfe sind, die in Pixar-Filmen am wenigsten realistisch dargestellt werden. So kann man den Film auch in zwei Teile spalten, in dem der erste Teil viel Realität zulässt und der zweite etwas cartooniger wird. Deutlich wird dies auch im Tempo, das anfangs noch sehr gemächlich und nachdenklich wirkt und auf der Axiom dann ordentlich anzieht.

Bei all den technischen Mätzchen, hat Pixar aber auch nicht vergessen den Maschinen Persönlichkeit zu verleihen. Wall-E selbst ist der perfekte Vorkriegskomiker-Verschnitt und hoffnungslose Romantiker, EVE der etwas grantige Part, und die Roboter des Raumschiffs haben ebenfalls so ihre sympathischen Macken vorzuweisen. Erstaunlich auch, dass die erste Hälfte fast ohne Worte auskommt, vieles wird durch Mimiken und Gesten ausgedrückt. Auch dies zeigt die Innovationslust von Pixar, die sonst mal gerne ausschweifende Dialoge sprechen lassen und so etwas mehr Dynamik vermitteln konnten, hier erst zu sehen ab der Mitte des Films. Vor allem wird man neben den Lachern auch ein nachdenkliches Kopfschütteln an sich feststellen dürfen. Mit tragischen, unfreiwillig komischen Momenten verfolgt man die Geschichte der Menschen, wie sie sich evolutionstechnisch verändern und hat schon mal Mitleid, wenn ihr Wissen über die Erde immer mehr verkümmert. Somit ist die tiefere Aussage des Werks wieder kein schmalztriefender Taschentuchmoment geworden, sondern funktioniert basierend auf den Ereignissen einfach nur hervorragend auf den Punkt.

Fazit

Nach den zahlreichen, auf Disney-Niveau angeglichenen Werken, zeigte Pixar dieses Mal, wie Animation, Humor, Spannung, Liebesgeschichte und Gesellschaftskritik wirksam unter einen Hut bekommen kann. "Wall-E" ist der bisher erwachsenste Film von Pixar und der Spagat zwischen Unterhaltung und kritischen Elementen wurde mit Leichtigkeit vollzogen. Es bedarf auch keiner ausufernden Dialoge, um den Humor darzustellen oder Gefühle zu vermitteln. Nach dem schon kongenialen "Ratatouille" hatte sich Pixar hierbei nochmal selbst übertroffen, da klassische Inszenierungsideen genial umgesetzt wurden.

Autor: Sascha Wuttke

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