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Inhalt

Wenn man die äußerst brutale Mordserie, die Rosedale gerade erschüttert, mal außer Acht lässt, passiert in dem verschlafenen Kleinstädtchen nicht wirklich viel. Grund genug für die trendigen Highschool-Girls Sadie und McKayla, der Langeweile mit einer eigenen makabren Onlineshow entgegenzuwirken. Die widmet sich – natürlich! – dem Thema Serienkiller. Doch warum auf irgendwelche Massaker warten, wenn man selbst eins inszenieren kann um die Anzahl der Likes zu steigern? Gesagt, getan! Irgendwo zwischen Schulalltag und Hausaufgaben werden die beiden Mädels selbst zum mörderischen Duo, das für die Follower-Quote jegliche Hemmungen fallen lässt und sich mit euphorischem Überschwang und jugendlicher Nonchalance durch die Bevölkerung von Rosedale schlachtet.

Kritik

Seit Scream im Jahr 1994 den Slasher-Film neudefinierte war die Horror-Parodie davon nicht ausgeschlossen, sodass der Teenie-Slasher-Spoof von der Ausnahme zur Regel wurde. Regisseur Tyler MacIntyre versucht sich mit Tragedy Girls an einer aktuelleren Version des Spoofs und leistet zum Großteil gute Arbeit.

MacIntyre verschwendet keine Sekunde damit dem Publikum zu erklären, wie oder wann die beiden High-School-Königinnen Sadie (Brianna Hildebrand) und McKayla (Alexandra Shipp) von Amateur-Reportern, die über den Serienkiller berichten, der ihre Horrorfilm-typische Kleinstadt terrorisiert, zu ruchlosen Killern geworden sind und tut dem Zuschauer einen großen Gefallen. Tragedy Girls ist eine bitterböse Komödie, die von einer unnötigen Exposition nur gebremst worden wäre. Stattdessen geht es gleich zur Sache, wo Tragedy Girls ein wenig beim Setup der Geschichte stolpert. Hier hätte tatsächlich ein kleines Bisschen mehr Exposition geholfen dem Publikum die ganze Idee hinter der Social-Media-Präsenz der Mädchen besser zu erklären, das ansonsten ein paar Fragezeichen hinterlässt. Auch ist die soziale Botschaft, die Tragedy Girls über die Social-Media-Besessenheit der heutigen Jugend zu senden versucht nicht besonders erleuchtend.

Kaum überraschend ist es, dass Tragedy Girls von unzähligen, älteren Horror-Komödien beeinflusst wurde, dennoch inszeniert MacIntyre diesen Spoof als mehr oder weniger sein eigenes Ding. Die vielen Referenzen und Verweise sind außer für den größten Horror-Fan nie wirklich offensichtlich. Stattdessen wird die tolle Chemie zwischen den beiden Protagonisten und die tollen Dialoge genutzt um Tragedy Girls seine eigene Identität zu verleihen.

Wo Tragedy Girls eindeutig glänzt ist der blutige Comedy-Part, der teilweise zum Schreien komisch ist und über die weitesten Strecken stets überraschend und clever bleibt.

Fazit

Der Teenie-Horror-Spoof für die iPhone-Generation von heute. "Tragedy Girls" stolpert ein wenig mit seinem Kommentar über Social Media und die Jugend von heute, indem es nicht so #deep ist, wie es glaubt zu sein. Als tolle, ultra-blutige Komödie mit einem unwiderstehlich-charmanten Protagonisten-Duo, cleveren Dialogen und kreativen Wendungen funktioniert "Tragedy Girls" aber trotzdem.

Autor: Kadir Güngör

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