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Inhalt

Kurz ein paar Sätze zum Inhalt von „Scream“, obwohl dieser bereits hinlänglich bekannt sein sollte. Ein Jahr nach der Vergewaltigung und Ermordung ihrer Mutter, werden an Sidney Prescotts High-School im verschlafenen Örtchen Woodsboro zwei Teenager auf brutalste Art und Weise von einem maskierten Killer hingerichtet. Sowohl Polizei als auch Schulleitung stehen der Tat ratlos gegenüber. Wer ist der Täter, der seine Opfer gerne mit Anrufen traktiert bevor er zuschlägt? Warum hat er es im Speziellen auf Sidney (Neve Campbell in der Rolle ihres Lebens) und ihre Freunde abgesehen? Und was ist sein Motiv, derart grausame Verbrechen zu begehen? Ein atemloser Kampf ums Überleben beginnt…

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Kritik

Revolution eines in den letzten Zügen liegenden Genres

Wir schreiben das Jahr 1996. Das Slasher-Genre hat sich seit Jahren nicht im Geringsten weiterentwickelt und fristet ein Nischendasein in den hintersten Winkeln von Kaufhäusern und Videotheken. Auf die goldenen 70er und 80er Jahre, in denen der geneigte Zuschauer mit Genreperlen wie „My Bloody Valentine“, „Texas Chainsaw Massacre“, „Chucky“, „Halloween“, „Friday the 13th“ und natürlich „A Nightmare on Elm Street“ geradezu überschüttet wurde, folgte nahezu übergangslos ein Jahrzehnt der billigen Direct-To-Video-Produktionen und Kinoflops. Diese, zumeist billig heruntergekurbelten und qualitativ minderwertigen Fortsetzungen, der zuvor genannten Produktionen, folgten kontinuierlich ein und demselben Schema und manövrierten dadurch den Horrorfilm im Allgemeinen und den Slasherfilm im Speziellen, Schritt für Schritt in die Bedeutungslosigkeit.

Eben diese Ausgangssituation nutzte Wes Craven, Regisseur solcher Kultfilme wie „The Last House on the Left“ und „The Hills Have Eyes“, um einen Film auf den Markt zu bringen, der sowohl Hommage als auch Satire, sowohl Zitat als auch Weiterentwicklung eines totgesagten Bereichs der Filmlandschaft darstellen sollte.  Unter dem Arbeitstitel „Scary Movie“, der ironischer Weise einige Jahre später als Titel einer Persiflage eben dieses Slashers herhalten musste, schuf Craven mit „Scream“ einen Film, der auch noch nach 15 Jahren wenig von seiner anfänglichen Faszination verloren hat und dessen Hauptdarsteller rund um den Killer Ghostface längst in die Populärkultur eingegangen sind. Im Nachhinein kann man auch über die Besetzung des Wes Craven Films nur Staunen, zählen doch neben Neve Campbell („Wild Things“) auch David Arquette („Arac Attack“), Courtney Cox („Crime is King“), Skeet Ulrich („Chill Faktor“), Rose McGowan („Planet Terror“), Mathew Lillard („13 Geister“), Liev Schreiber („X-Men Origins: Wolverine“) und Drew Barrymore („E.T“) zum „Scream“-Cast.

Ohne „Scream“ an dieser Stelle mehr Ehre zuteilwerden zu lassen als dem Streifen zusteht, muss sich jeder informierte Horrorfan eingestehen, dass dieser Film das Genre revolutioniert und nachhaltig geprägt hat – einmal ganz davon abgesehen, dass er mit 15 Millionen Dollar Budget in Tischlein-Deck-Dich-Manier 174 Millionen Box Office generieren konnte. Seien es die „I know what you did last Summer“ oder die „Urban Legends“ Reihe. Seien es „Wrong Turn“, „Wolf Creek“ oder „Schön bis in den Tod“. Die Grundkonstellation, die Art mit Genrekonventionen zu kokettieren und zu brechen, die Auswahl der Darsteller, der treibende Soundtrack und der offenkundig humoristische Umgang mit dem Thema. All das hat seinen Ursprung bei „Scream“. Natürlich hat der Film auch seine Schwächen. Die Dramaturgie ist nicht durchgehend gelungen, manche Wendungen sind bei näherer Betrachtung allzu konstruiert und einigen Darstellern merkt man die mangelnde Spielpraxis bereits nach wenigen Sekunden an.

Aber die Grundidee eines Killers der in Father-Death-Verkleidung mit Ghostface-Maske (basierend auf Edvard Munchs Gemälde der Schrei) slashertypische Morde nach Vorbild realer Genregrößen wie Michael Myers, Freddy Krueger und Jason Voorhees begeht und im Prinzip all Jenen (mit einem Augenzwinkern) in die Tasche spielt, die Horrorfilmen schon immer die Schuld an der Verrohung unserer Gesellschaft gegeben haben, ist schlichtweg genial. Vor allem, da Wes Craven die bekannten Vorbilder nicht nur zitiert, sondern im selben Atemzug auch karikiert sowie weiterentwickelt und mit dieser simplen Mischung eine Renaissance der Teenager-Massaker losgetreten hat. Da wird munter ein Hausmeister mit Ringelpullover und dem klingenden Namen Fred vorgestellt, ein Regisseur als Wes Carpenter tituliert, Horrorfilmregeln (bzw. -klischees) werden entwickelt und angewandt und auf einer Party flimmert die obligatorische Verfolgungsjagd zwischen Michael Myers und Jamie Lee Curtis über den Bildschirm.

Fazit

Wes Cravens „Scream“ ist sicherlich einer der wegweisendsten Horrorfilme der 90er Jahre und hat mit Story, Spannungsaufbau, Soundtrack, Cast und Herangehensweise dem Schema-F-Genre Slasher einen Impuls in eine neue Richtung gegeben und es (zumindest kurzfristig) erfolgreich im Mainstream positioniert. „Do you like Scary Movies“

Autor: Christoph Uitz

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