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Der kleine, aber tapfere Esel Bo wünscht sich nichts sehnlicher als seinen Alltagstrott und die nicht enden wollende Schufterei an der Dorfmühle für immer hinter sich zu lassen. Für das Abenteuer seiner Träume nimmt er eines Tages all seinen Mut zusammen und reißt kurzerhand aus. Endlich in Freiheit, trifft Bo auf das liebenswerte Schaf Ruth, das seine Herde verloren hat, sowie auf Dave, eine weiße Taube mit äußerst ambitionierten Plänen. Zusammen mit drei albernen Kamelen und einem Haufen exzentrischer Stalltiere folgen die ungleichen Freunde einem großen Stern am Horizont. Doch noch ahnen sie nicht, dass sie die unwahrscheinlichen Helden der wohl großartigsten Geschichte aller Zeiten werden sollen: dem allerersten Weihnachten...
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Kritik

Der deutsche Drehbuchautor Frank Göhre (Abwärts) sagte einmal, dass die Bibel sich perfekt dafür eignet, um Ideen und Inspirationen für Geschichten zu bekommen. Recht hat er. Der dicke Wälzer bietet wirklich alles, was das dramaturgische Herz braucht. Es gibt Wunder und Verrat, Mord und Liebe und viele andere Komponenten, die dafür sorgen können, dass eine Story spannend und interessant wird. Doch daneben gibt es in der Bibel natürlich auch genug bereits ausgearbeitete Geschichten und nicht erst seit Ridley Scotts Exodus - Götter und Könige werden wir regelmäßig mit sogenannten Bibelverfilmung versorgt. Auch im Animationsbereich wird gerne einmal auf das Buch der Bücher zurückgegriffen.

Bei Bo und der Weihnachtsstern aus dem Hause Sony Animation erzählt man nun die Weihnachtsgeschichte, fügt jedoch einen Kniff hinzu. Die Geschehnisse werden nicht aus dem Blickwinkel von Maria und Joseph oder den heiligen drei Königen wiedergegeben, sondern vom titelgebenden Esel Bo, der im Laufe der Geschichte von einem fiesen Müller flüchtet und zum Begleiter von Maria und Joseph wird. Gemeinsam mit seinen tierischen Freunden hilft Bo seinen neuen Besitzern, dass sie nicht vom finsteren Schergen des König Herodes gefunden werden.

Diese Vermischung der klassischen Geschichte mit einer familienfreundlichen Abenteuerstory klingt auf dem Papier ja noch ganz gefällig, erweist sich in der Realität aber als abgeschmacktes, wenig vergnügliches Vehikel für christliche Botschaften und wenig kreative Witzeleien. Dabei stehen sich die beiden Faktoren immer stets selbst im Weg. Für eine wirklich ernsthafte Auseinandersetzung mit der biblischen Thematik ist Bo und der Weihnachtsstern nämlich mit seinen tierischen Protagonisten einfach zu weit entfernt, dafür nimmt sich der Film aber zu jeder Zeit ernst und zerstört somit jeden Anflug von befreiendem Humor im Kern.

Hinzu kommt, dass die Animationsqualität nicht mit der Konkurrenz aus Hollywood mit halten kann. Bei Pixar, den Disney Animation Studios oder Illumination Entertainment wirkt das Geschehen auf der Leinwand viel flüssiger und runder. Bo und der Weihnachtsstern wirkt hingegen eher so, als ob die Macher gut und gerne noch ein paar Wochen und Monate in die Animation hätten investieren sollen. Aber selbst dann bliebe das Drehbuch unverändert und daran liegt es am meisten, dass dieser Film weder weihnachtliche Stimmung transportiert, noch wirklich gut unterhält.

Fazit

Wer eine steif vorgetragene Bibelgeschichten haben will, dem sei der Gang in eine dafür zuständige Kirche empfohlen. Das ist sogar kostenlos und dürfte trotz allem stimmungsvoller sein als "Bo und der Weihnachtsstern".

Autor: Sebastian Groß

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