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Jeder kennt ihn. Den Morgen nach einem legendären Besäufnis. Die mannigfaltigen Gründe für die ausgelassene Feier – ein Sportereignis, eine Beförderung, ein Geburtstag oder ein Junggesellenabschied – sind meistens nebensächlich. Das Ergebnis jedoch, ist immer dasselbe. Müde, verkatert, leicht lädiert und viel zu spät dran (bei was auch immer man eigentlich am Folgetag erledigen wollte) erinnert man sich mehr oder weniger gerne an all den Unsinn, den man am Tag zu vor, in leicht angetrunkenem Zustand, verbrochen hat.

Phil (Bradley Cooper aus „Alias“), Stu (Ed Helms aus „The Office“) und Alan (Zach Galifianakis aus „Tru Calling“) hatten am Vorabend zwar auch einiges zu feiern, können sich nach einer durchzechten Nacht in Vegas aber an rein gar nichts mehr erinnern. Abgesehen davon, dass Stu ein Schneidezahn fehlt, das Hotelzimmer aussieht als hätte eine Bombe eingeschlagen, ein Tiger in ihrem Zimmer herum streift und sie offensichtlich am Tag zuvor nicht nur einen Polizeiwagen, sondern auch ein Baby gestohlen haben, können sie ihren Freund Doug (Justin Bartha aus „Das Vermächtnis der Tempelritter“), dessen Hochzeit sie ordentlich feiern wollten, nicht finden. Gemeinsam machen sich die Drei auf die Suche nach ihrem vermissten Kumpel und den verlorenen 12 Stunden Party des Vorabends. Die Odyssee führt das ungleiche Trio von einem Krankenhaus über eine (Las Vegas typische) Kirche und eine Polizeistation bis mitten in die Wüste Nevadas, und wieder zurück.

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Kritik

Losing your Friend in Vegas

Verantwortlich für „Hangover“, eine der besten Komödien, die seit längerem im Kino zu sehen waren, zeichnet sich Regisseur Todd Phillips („Starsky & Hutch“), der mit einer ähnlichen Thematik schon in „Road Trip“ und „Old School“ punkten konnte. Verpackt in den popigen Soundtrack von Christophe Beck und gewürzt mit vielen bissigen Kommentaren erzählt er eine unterhaltsame Fabel über echte Freundschaft und das Erwachsenwerden, die mit einem Einspielergebnis von knapp 400 Millionen Dollar zu den ganz großen Hits des Jahres 2009 zählt.

Auch bei der Besetzung der Hauptrollen mit bekannten, aber nicht überteuerten Darstellern bleibt Philips sich treu. Mit Bradley Cooper (dessen Karriere nach Hangover einen späten, aber verdienten Startschuss erhielt und vor kurzem in dem gelungenen Film „Ohne Limit“ gipfelte), Ed Helms, Zach Galifianakis und Justin Bartha besetzte er die Rollen der vier ungleichen Freunde mit durchwegs frischen Gesichtern, die sich ihre Sporen bisher hauptsächlich im Erwachsenenfernsehen verdient haben. Vor allem Zach Galifianakis als dicker und etwas zurückgebliebener Bruder der Braut, der überraschende „Rain Man“ Fähigkeiten an den Tag legt (besonders hervorzuheben ist hierbei seine grenzgeniale Dustin Hoffman Körperhaltung auf der Casino-Rolltreppe), sorgt für so manchen Lacher.

Hangover“ zieht seinen Charme somit hauptsächlich aus den durchwegs glaubhaften Figuren, denen man gerne 90 Minuten beim Scheitern zusieht, den abstrusen Situationen in welche die Freunde unentwegt hineinstolpern, den etlichen liebevollen Filmzitaten und der doch recht innovativen Storyidee – die aber bei näherer Betrachtung an den deutlich härteren „Very Bad Things“ erinnert.

Trotz all dem Lob gibt es auch einige wenige Kritikpunkte. Der auffälligste und gleichzeitig nervigste Punkt ist, dass ungefähr ein dutzend wirklich guter Gags bereits im Trailer verheizt wurden und diese Pointen somit auf der Leinwand bzw. der Mattscheibe nicht mehr wirklich zünden. Auch wenn dieser Vorwurf im Zusammenhang mit vielen aktuellen Filmproduktionen geltend gemacht werden kann, ist er in diesem Fall besonders störend, da Todd Philips Komödie hauptsächlich von seinen überraschenden Einfällen und Twists lebt. Klarerweise bietet „Hangover“ noch weitere amüsante Verwechslungen und Unfälle, aber die ganz großen Lacher kannte man als Trailer versierter Zuschauer schon vor dem Kinobesuch. Des Weiteren gibt es trotz der relativ hohen Gagdichte und der kurzen Laufzeit einige kleine Durchhänger, die verhindern, dass „Hangover“ endgültig zu All-Time-Komödienklassikern wie „Verrückt nach Marry“ aufschließen kann.

Einen sowohl positiven als auch negativen Punkt stellen die während des Abspanns gezeigten Partyfotos, die dem Zuschauer noch weitere Einblicke in die wilde Nacht der vier Freunde bieten sollen, dar. Auf der einen Seite führen sie dazu, dass sich der geneigte Zuschauer noch ein weiteres Mal königlich amüsiert, auf der anderen Seite fragt man sich als solcher sofort, warum die Macher von „Hangover“ nicht auch die Geschichte hinter diesen wirklich witzigen Fotos erzählt und somit quasi die besten Lacher an den Abspann verschenkt haben. Irgendwie schade drum.

Fazit

Hangover“ ist eine mehr als nur unterhaltsame Komödie, mit äußerst sympathischen Darstellern, einer tollen Grundidee, perfektem Timing und guter treibender Musik, aber auch einigen kleineren Mängeln, die jedoch von dem durchwegs positiven Gesamteindruck für Nichtig erklärt werden. What happens in Vegas stays in Vegas.

Autor: Christoph Uitz

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