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Inhalt

Der Berufskriminelle Doc McCoy hat Pech gehabt und sitzt im Knast von Mexiko- City ein. Ehefrau Carol will ihm helfen und kontaktiert den einflußreichen Geschäftsmann Benyon, der als Preis einen Raubüberfall von dem Paar fordert. Der Coup scheint zunächst zu gelingen, doch dann versuchen Benyons Männer, Doc zu töten. Das Paar flüchtet mit der Beute Richtung Mexiko, dicht verfolgt von Benyons Killer Travis und einigen Mafiosi, die ebenfalls auf die Beute scharf sind. In einer Grenzstadt kommt es schließlich zum entscheidenden Duell.

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Kritik

„It’s been my experience that having friends is overrated.“

Wenn man einen Film und dessen ihm zugesprochenes Remake in einen Wettstreit schickt, um die Stärken und Schwächen im Zuge einer Gegenüberstellung beider Werke auseinander zu differenzieren, so ist es eigentlich Usus, dass die Neuauflage den Kürzeren zieht. Ein anderes Thema ist an dieser Stelle jedoch, inwiefern sich die Neuauflage auch als Neuauflage definiert, oder ob das Adaptieren nicht letztlich doch vielmehr als eine Inspiration verstanden werden sollte, die eine neue Generation in Kontakt mit einem Klassiker geraten lässt, der den Sehngewohnheiten des heutigen Publikums nicht mehr angemessen scheint. Es liegen beispielsweise Welten zwischen Gus van Sants Psycho-Version, ein Shot-by-Shot-Remake, und Alexandre Ajas The Hills Have Eyes, eine jedes Frame durchdringende Modernisierung des unverkennbar in die Jahre gekommenen Wes-Craven-Kultes.

Getaway von Roger Donaldson (Dante’s Speak) basiert unverkennbar auf dem gleichnamigen 1970er Jahre Klassiker von Sam Peckinpah. Interessanterweise aber gelingt es Donaldson, seinem Remake eine Eigendynamik einzuverleiben, obgleich der Action-Thriller nicht darum verlegen ist, ganze Szenenabläufe des Originals 1-zu-1 zu übernehmen, geht das Drehbuch, erneut von Genre-Urgestein Walter Hill (Die letzten Amerikaner) verfasst, ebenfalls auf Tuchfühlung mit einem gesunden Ansatz der Aufpolierung. Zum einen, natürlich, um den Film ein Stück weit zeitgemäßer zu gestaltet, zum anderen aber auch, um dem Sujet neue Impulse abzuringen und die inhaltlichen Motive vielleicht auszureizen, sie zu verdichten und diesen so folgerichtig eine neue Konnotation anzufügen. Nun mag Getaway nicht die aufreizende Strahlkraft seines Vorbildes inne tragen, gelungen ist dieses Werk allerdings ohne Wenn und Aber. Nicht zuletzt dank seiner engagierten Besetzung.

Bezeichnend für das Gelingen von Getaway ist die Aufrechterhaltung einer durch und durch schroffen Atmosphäre, die die Allgegenwart von Amoralität physisch greifbar macht. Das Topoi der Erzählung scheint sich auf drei klare Segmente zu belaufen: Rache und Geldgier, umspannt von einer Liebesgeschichte zwischen Doc McAvoy (Alec Baldwin, Departed – Unter Feinden) und Carol (Kim Basinger, L.A. Confidential), die gemeinsam die höchsten Höhen und tiefsten Tiefen einer Beziehung durchmachen. Roger Donaldson inszenatorisches Stilbewusstsein formt das verschwitzte Treiben innerhalb einer von Moral gänzlich befreiten Zone zur temperamentvoll knisternden Hetzjagd durch die von der tiefstehenden Sonne gefluteten Locations. Besonders einprägsam sind dabei die Einstellungen, in denen das Geschehen aus der Sicht der Feuerwaffen eingefangen wird und der Lauf des Schießeisens in die Tiefe des Raumes ragt, um die stringent nach vorne ausgerichtete Taktung von Getaway mit Nachdruck zu unterstreichen.

Fazit

Mag "Getaway" von Roger Donaldson auch nicht an das Original von Sam Peckinpah heranreichen, so ist die stark besetzte Neuauflage doch immer noch ein wirklich solider 90s Action-Thriller. Durch seine alles umfassende Amoralität wird der schroffen Tonalität des Klassikers nicht nur Tribut gezollt, sie wird auch zeitgemäß aufbereitet und im nächsten Schritt gekonnt ausgebaut. Handwerklich jedenfalls ist "Getaway" wirklich gelungen.

Autor: Pascal Reis

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