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Inhalt

Evan Treborn hatte keine besonders angenehme Kindheit. Sein Vater war halb verrückt, Schläge, der Mißbrauch seiner Freundin und Morddrohungen waren an der Tagesordnung. Hilfe fand er nur bei einigen wenigen Freunden und in seinen Tagebüchern, denen er sich seit seinem 7.Lebensjahr anvertraute. Jetzt, erwachsen, entdeckt er, daß er in der Zeit zurückreisen kann. Bestrebt, die finstere Vergangenheit zu ändern, als seine Freundin stirbt, bemüht er sich um temporäre Ausbesserung der eigenen Vergangenheit. Doch jede Veränderung ist wie der Schlag eines Schmetterlingsflügels, der am Ende der Welt so einen Orkan auslöst: die neue Zukunft ist immer noch schrecklicher, als die Realität, die er selbst kannte. Also versucht es Evan immer wieder...

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Kritik

Butterfly Effect wurde seinerzeit extrem kritisiert und auch heute noch bekommt der Film oft sein Fett weg, damals wie heute bleibt es ein Stück weit unverständlich, warum. Mag man zu seiner Zeit auch extrem skeptisch gewesen sein, allein Ashton Kutcher (Kiss & Kill) als Hauptdarsteller klingt nicht gerade einladend, besonders in einem ambitionierten, ernst gemeinten Film. Kutcher ist nach wie vor der größte Kritikpunkt, und ohne Frage eine Fehlbesetzung, allerdings ist dies wohl seine beste Rolle und sein mit weitem Abstand bester Film, zumindest als Leading-Man. Ein Hauptproblem bei Butterfly Effect soll die Logik sein, ein typischer Pferdefuß bei Filmen mit Zeitreise-Thematik. Natürlich kann darüber gestritten werden, Zeitreisen oder -Sprünge können sich eigentlich nur daran aufknüpfen, nur dürften unter dem Gesichtspunkt gar nichts mehr in der Form gedreht werden, Details oder generelle Kohärenz werden immer auf eine harte Probe gestellt.

Gerade in diesem speziellen Fall ist der Vorwurf deshalb besonders unverständlich, denn Eric Bress und J. Mackye Gruber scheinen sich wahnsinnig viele Gedanken um ihren Mystery/Sci-Fi-Thriller gemacht zu haben, reduzieren die fast unvermeidlichen Schwächen auf ein Minimum und selbst wenn der letzte Erbsenzähler noch was findet, es spielt gar keine Rolle. Vielleicht muss der Film dafür öfter gesehen werden, dann nämlich scheinen sich einige Unklarheiten oder angebliche Logikfehler von ganz allein zu widerlegen. Denn wer genau hinschaut und aufpasst, findet auf jede eventuelle Frage die passende Antwort, muss natürlich die Zeitreisethematik und den damit einhergehende Pseudo-Realismus mit einbeziehen, aber wer so einen Film sieht, hat dieses Ticket automatisch gelöst oder sollte es zumindest getan haben. Entscheidend: Butterfly Effect will ja auch gar kein hochintelligentes Arthouse-Werk sein, sondern ein spannender Unterhaltungsfilm, und das gelingt ihm ohne Wenn und Aber.

Unter dieser Prämisse ein bemerkenswerter Fall, wo viele ähnlich gelagerte Filme sich einen Dreck um Kreativität und/oder die damit verbundenen Schwierigkeiten/Konsequenzen scheren, nämlich eine innovative Story mit übernatürlichen Elementen als außergewöhnlich zu verkaufen, ohne dabei auf Details zu scheißen, nur um eine Idee zum Laufen zu bringen - genau das ist die große Stärke von Butterfly Effect. Hier treffen eine interessante, ungewöhnliche (sicherlich auf dem Papier merkwürdige, dafür in der Umsetzung hervorragende) Geschichte auf eine rasante, sehr durchdachte Umsetzung, die sich niemals verzettelt oder am eigenen Anspruch stranguliert, sondern gerade dadurch seinen Reiz bezieht. Butterly Effect ist Popcornkino, keine Frage, aber schießt sich erstaunlich gekonnt selbst am oft getroffenen Knie vorbei, ist in Details bemerkenswert und trotz jeder Klischee- und Logikfalle mit einer rotznäsigen Abgeklärtheit, die so nicht zu erwarten ist. Natürlich, nicht zu leugnen und auch bewusst, ziehlt der Film klar auf eine durchkonstruierte Moral hin, auf eine Message, die ihm als Kitsch ausgelegt werden könnte, doch empfinde ich es eher als bewegend und ergreifend.

Warum ändere ich die Vergangenheit, um die Zukunft zu beeinflussen? Um mich in ein besseres Licht zu rücken, um mich reich, berühmt und endlos glücklich zu machen? Nein, ich will der großen Liebe meines Lebens ihr absolutes Glück gönnen, gehe dafür mehrfach durch eine nicht vorauszusehende Hölle und sehe nach etlichen Versuchen nur noch eine Alternative, die so logisch wie schmerzvoll ist. An der Stelle sei das ursprünglich geplante Ende erwähnt, das in seiner Konsequenz sicher sehr drastisch ist und deshalb auch nicht verwendet wurde. Unweigerlich stellt sich die Frage, ob diese Entscheidung wirklich so gut war. Sagen wir es so: Das alternative Ende hat seinen Reiz und sollte gesehen werden, am Ende ist der Film aber so wie er ist extrem rund. Bis dahin überrascht Butterfly Effect mit einer spannenden Geschichte, die zwar die Karten schnell auf den Tisch legt, dafür blitzschnell immer irgendwelche Haken schlägt, die aufgrund der Zeit-Änderungs-Thematik nie vorherzusehen sind, gekonnt alle Ereignisse und die damit verbundenen Gedankenspiele verknüpft und erst gegen Ende etwas zu dick aufträgt.

Sicher, das Ziel, auch nötig, ist die Kreation immer neuer Worst-Case-Szenarien, nur manchmal schiesst der Film da leicht über's Ziel hinaus. Das lässt sich jedoch entschuldigen, wenn berücksichtigt wird, wo wir uns bewegen und was der Film von uns will. Das funktioniert, absolut. Was Butterfly Effect weit, sehr weit, über den Durchschnitt wuppt, ist seine detailverliebte Umsetzung, die spannende, unvorhersehbare Inszenierung und kleine Taschenspielertricks aus der Regisseurschule, die schlicht effektiv sind. Man beachte mal die Farbgebung und Bildgestaltung, im Bezug auf die aktuelle Stimmung. In den (seltenen) Momenten, in denen Evan scheinbar alles zum Guten gewendet hat, leuchtet und strahlt alles in hellen, prallen Farben, sobald die Stimmung und das Schicksal kippt, verblasst alles, monotone, triste Farbtöne übernehmen wieder das Geschehen. Wie schon gesagt, das ist keine große Kunst, aber in so einem Genrefilm ist das schon außergewöhnlich, gerade weil er es nicht als "Achtung, ich bin geil"-Element aufs Auge drückt, sondern es geschieht eher dezent, will entdeckt werden.

Fazit

Das größte Problem ist sicher Ashton Kutcher. Der bemüht sich sichtlich, doch scheitert er einfach viel zu oft an Schlüsselmomenten, die gestandene Darsteller spielender bewältigen würden. Sei es drum, "Butterfly Effect" ist cleveres, gut durchstrukturiertes Popcornkino, was heute eine Seltenheit ist und funktioniert, im Gegensatz zu den oft nur einmal verdaulichen Beispielen, immer wieder sehr gut. Aus Hollywood würde ich persönlich mir mehr Mut zu solchen Drehbüchern wünschen, die sicherlich für die einen zu kompliziert, für die anderen zu wenig anspruchsvoll sind, aber wer so gut die Mitte trifft, der kann was.

Autor: Jacko Kunze

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