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Inhalt

Der junge Amerikaner Richard kommt nach Thailand, um das große Abenteuer zu entdecken. Von einer duchgeknallten Engländerin erfährt er von einer geheimen Insel, einem entlegene, völlig unbekannten Strand: das Paradies. Mit einer handgezeichneten Karte machen sich Richard und das französische Pärchen Francoise und Etienne auf den Weg, diesen fabelhaften Ort zu finden. Nach zahllosen Abenteuern und Gefahren gelangen sie tatsächlich auf die Insel, doch auf der Anhöhe eines Wasserfalls ist der Weg zu Ende. Sie wagen den Sprung in die Tiefe und ahnen nicht, daß es der Beginn einer Reise ins Herz der Finsternis ist…
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Kritik

Die Sehnsucht nach der Ferne und die Faszination des Unbekannten sind zwei Reize, die im 21. Jahrhundert besonders stark an Popularität gewonnen haben. Immer mehr Menschen träumen davon aus ihrem banalen Alltag auszusteigen, den Stress hinter sich zu lassen und an fremden Ufern in den Tag zu leben. Die Realität sieht jedoch anders aus, denn selbst wenn man seinen Träumen nachgibt, erweisen sich diese meisten als genau das: Träume. Into the Wild ist ein treffendes Beispiel dafür, denn auch wenn der Film oftmals missverstanden wird, trifft er in seinem Kern genau die richtige Aussage. Denn was man in der Wildnis findet, ist man selbst und die Erkenntnis, dass Heimkommen immer noch das Schönste an der Ferne ist. Auch Richard ist einer dieser Menschen und sucht sein Glück in Thailand. Was er dort findet ist zunächst enttäuschend, doch die Aussicht auf eine mysteriöse Insel gibt ihm Hoffnung. Dort angekommen scheint seine Sehnsucht endlich erfüllt, doch das Leben in Harmonie und Einigkeit kann nicht immer so ruhig verlaufen.

Dass es sich bei The Beach augenscheinlich um eine Auftragsarbeit handelt, beweist vor allem der Vergleich zu Danny Boyles (Trainspotting) früheren Werken. Das Schwarzhumorige und oftmals auch sehr Zynische geht dabei vollends verloren und nur zu oft merkt man dem Film seine Kompromisse an. Die Zielgruppe will bedient werden und so verleiht man der über weite Strecken als Immersionsfläche dienenden Figur des Protagonisten das Gesicht eines gnadenlos übertriebenen Leonardo DiCaprios (Aviator). Das wirkt ebenso forciert wie große Stücke der Handlung und wird letztlich nur von seiner unnatürlichen Charakterentwicklung übertrumpft. Unnötigerweise bringt man halbherzige Konflikte in die Geschichte um den sensationslüsternen Zuschauer bei der Stange zu halten, setzt das alles wie einen rasanten Thriller in Szenen und prescht an allen interessanten Thematiken vorbei. Hinterfragen tut The Beach seine umstrittenen Konzepte freilich nie, denn dafür ist ebenso wenig Zeit wie für vielschichtige Figuren oder memorable Augenblicke.

Vor allem in seinen Montagen beweist Danny Boyle ein ums andere Mal, dass er weder ein sonderlich guter Menschenkenner ist, noch die Gedankengänge echter Aussteiger irgendwie nachvollziehen kann. Sein Verständnis davon ist simpel, geradezu plump. Lagerfeuergeschichten, minimaler Aufwand und den ganzen Tag Kiffen: Planspiel eigene Zivilisation. Bei ihm wird gefährliche Arbeit zum Spaß und selbst aus einer Beerdigung entsteht eine fröhliche Tanzparty. Schließlich sind ja alle frei und glücklich. Wieder in der Gesellschaft angekommen wird desillusioniert auf den Computerbildschirm gestarrt, ein treffendes Bild für die simplifizierte schwarz-weiß Darstellung des Films. Auch die überstürzte Charakterentwicklung Leonardo DiCaprios passt wunderbar in dieses Konzept, denn auch er pendelt von normal zu völlig verrückt und wieder zurück in wenigen Augenblicken. The Beach macht es sich in vielerlei Hinsicht zu leicht und zielt primär darauf ab sein oberflächliches Spektakel am Leben zu erhalten. Wer aufpasst sieht jedoch die zahlreichen Risse im Konzept, durch die der Film auch früher oder später in sich zusammenfällt.

Fazit

Mit „The Beach“ greift Danny Boyle den immer beliebter werdenden Freiheitstrieb der Gesellschaft auf, garniert diesen mit einer Portion psychotischem Charakterdrama und inszeniert alles wie einen waschechten Thriller. Was auf dem Papier interessant klingen mag, ist in Wahrheit viel generischer als erwartet und für alle Beteiligten mehr als eine Nummer zu groß. Schade, denn damit verschenkt der Film Potential auf beiden Seiten der Kamera.

Autor: Dominic Hochholzer

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