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Durch die Folgen des Treibhauseffekts ist London im Jahr 2008 ein unter ständigem Hochwasser, nur seltenem Tageslicht und einer nicht einzudämmenden Rattenplage leidender Moloch geworden. Der wegen seiner labilen Psyche zwischenzeitlich schon suspendierte Detective Harley Stone jagt dort seit drei Jahren einen Serienkiller. Dieser tötet ausschließlich bei Vollmond und reißt seinen Opfern das Herz aus dem Körper. Mit seinem neuen, unfreiwillig zugewiesenen Partner muss sich Stone notgedrungen zusammenraufen, damit das Morden endlich ein Ende hat.

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Kritik

-„Hast du auch Hobbys?“

-„Nein, mit dem Trinken habe ich aufgehört.“

Das Rutger Hauer ein überdurchschnittlicher Schauspieler mit gottgegebenen Charisma ist sollte außer Frage stehen, die Qualität seiner Arbeiten spiegelt das kaum wieder. Nach dem Sprung auf den US-Filmmarkt Anfang der 80er und dem großen Durchbruch mit Blade Runner folgten noch Hits wie Der Tag des Falken, Fleisch & Blut oder Hitcher, der Highwaykiller, danach wurde er zum reinen B-Actor. Zumindest waren einige Filme davon noch ganz brauchbar, was unter dem Strich auch auf die britische Produktion Split Second zutrifft. Aufgrund seiner Prämisse mag das etwas enttäuschen, denn die ist theoretisch recht vielversprechend, aber es hätte auch wesentlich schlimmer kommen können, wie ist zwischendurch beinah zu befürchten ist.

Die Grundvorrausetzungen auf dem Papier stimmen schon mal: Eine nahe, inzwischen natürlich eingeholte, dystopische Zukunftsvision mit leicht mahnender Tendenz (damals Treibhauseffekt, heute Klimawandel) dient als Projektionsfläche für einen viehischen Serienkillerfilm, in dem ein bestialischer Irrer seit Jahren zu Vollmond sein Unwesen treibt. So brachial er bei seinen Taten vorgeht – seiner „Beute“ mutmaßlichen bei lebendigem Leib das Herz herausreißt und damit natürlich eine riesen Schweinerei anrichtet -, so perfekt scheint er darin zu sein, keine verwertbaren Spuren zu hinterlassen. Von Beginn an auf den Versen ist ihm der zum verbitterten Zyniker gewordene Cop Stone (Hauer), dessen Partner eines der ersten Opfer war. Vermeidlich geiler B-Scheiß, nur Regisseur Tony Maylam (bis auf den 81er-Slasher Brennende Rache nie weiter aufgefallen) versteht es kaum das dementsprechend zu verwerten. Das coole Setting besitzt lange kaum Relevanz und wird viel zu spärlich präsentiert, wer da etwas in die Richtung von Die Klapperschlange, Soylent Green oder ähnlichen Werken erwartet, darf mal mindestens 2-3 Gänge zurück schalten.

Der Film sieht keinen Penny kostspieliger aus als er ist (richtig gute B-Movies können so prima schwindeln, der versucht es kaum), vermeidet bis auf die großzügigen Kunst-Blut-Szenen jeden unnötigen Aufwand und irgendwie stellt sich nach der ersten Hälfte bereits das Gefühl ein, dass es nicht mehr großartig besser werden kann. Aber Obacht Freunde, denn Totgesagte leben manchmal wirklich länger. Sobald sich der weitestgehend düster auftretende Killer-Thriller in der bis dato kaum effektiv genutzten Sci-Fi-Kulisse fast schlagartig zum frotzelnden, völlig absurden und temporeichen Buddy-Creature-What-Ever-Dingsbums verwandelt, ist da auf einmal richtig Zug drin und macht (inzwischen) erstaunlich viel Laune. Nicht dass es jetzt plötzlich ein richtig guter Film wäre, aber er funktioniert. Ist keine Stück ernst zu nehmen und legt darauf auch selbst wohl keinen gesteigerten Wert mehr, was ihm wesentlich besser steht und deutlich individueller, charmanter macht als alles, was er anfangs so auffährt. Als flotter Okkult-Öko-Monster-Blödsinn mit feurigem Underground-Finish eine spaßige Angelegenheit. Warum denn nicht gleich so?

Fazit

Interessante Idee für einen schnittigen Genrefilm, der sich leider zu lange ungünstig tarnt und erst im letzten Drittel sein volles Potenzial ausschöpft. Alles in Allem okay und für Fans sicherlich den berühmten Blick wert, ohne die Hoffnungen zu sehr schüren zu wollen.

Autor: Jacko Kunze

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