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Ohne Erinnerung wacht Alice (Milla Jovovich) im Badezimmer eines opulentes Hauses auf und wird direkt von einer Spezialeinheit abgegriffen. Gemeinsames Ziel ist der "Hive", eine unterirdische Forschungsstation unter den Mauern von Racoon City, der wegen eines Zwischenfalls hermetisch abgeriegelt werden soll. Dort hatte die mächtige Umbrella Corporation streng geheime Experimente mit dem so genannten "T-Virus" durchgeführt. Doch dieser wurde freigesetzt und verwandelte die Belegschaft in seelenlose Untote. Nun ist es an der Truppe, die Situation zu klären, geraten sie alsbald in die Fänge der Zombies sowie einer zweifelhaften K.I., und auch Alice erlangt langsam aber sicher wieder ihre Erinnerungen...
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Kritik

Man muss Paul W.S. Anderson schon dankbar sein, dass er sich der Computerspiel-Reihe dermaßen aufopferungsvoll widmete, um nicht annähernd auf Boll-Niveau zu stolpern. Mit seiner eigenen Version, die teils etwas lose auf den ersten Spielen basiert, versuchte der Brite, altmodischem Horror noch eine neostilistische Note zu verleihen, fügte mit dem "Hive" eine genretypische Survival-Horror-Komponente hinzu und lässt darin Zombies wandeln, was der Spezialeinheit natürlich großteilig zum Verhängnis wird. Mit Elementen wie Munitionsknappheit und zahlenmäßiger Unterlegenheit gelingt es ihm sogar, wichtige Mosaiksteine für die Spannung von der Spielevorlage auf Zelluloid zu transferrieren.

Auch die zusammen getragenen Aspekte, die dem Genre gütig tun, helfen, dem Horror-Actionmix eine eigene Note zu verleihen. Viele technisierte Kulissen, vermischt mit neostilistischer Architektur, eine berechnend agierende K.I. und rätselhafte Charaktere - durch die popkulturhafte Schnitttechnik wird man zwar ein bisschen mit Eindrücken erschlagen, doch kann man sich mit Ambiente und dem Szenario durchaus anfreunden. Interessanterweise kanoniert das Drehbuch den Betrachter zuerst mit fadenscheinigen und zahlreichen Handlungssträngen, löst sie aber im Verlauf Stück für Stück auf, was sich dann auch angenehm antut.

Dass die Verfilmung doch nicht so reibungslos funktioniert, liegt vor allem an der technischen Seite. Im 16:9-Format wirkt das Bild zu fernsehhaft, und auch die Szenengestaltung lässt durch zu viele Nahaufnahmen zu wünschen übrig. Die Kamera wirkt zu weit von den Figuren entfernt, wackelt auch bemüht durch die Gegend, was letztlich kontraproduktiv für die Dynamik des Genres ist; immerhin bemühte man sich, ungewöhnliche Aufnahmewinkel zu wählen. Dazu trägt unter anderem der Musikbeitrag von Marilyn Mansion bei, der in seiner typischen Art für krachigen Sound sorgt - das wirkt jedoch meist arg übertrieben und dem Franchise sowie dem Genre nicht dienlich. Ein Trent Reznor hätte da vielleicht bessere Beiträge parat gehabt, wie dieser schon des Öfteren unter der Schirmherrschaft von David Fincher beweisen konnte. Dagegen muss man die zweite Aufwachsequenz zum Ende des Films seltsamerweise als gelungenes Gegenbeispiel aufführen, die für ganze 3 Minuten tatsächlich das volle Pfund an Atmosphäre auspackt - warum dann bitte nicht gleich der ganze Streifen so gestaltet wurde, erschließt sich dem anspruchsvollen Horrorfan nicht so ganz.

Auch als Manko zu betrachten sind Figurenzeichnung, Dialoge und entsprechend die Schauspielerleistungen. Ein blasser Charakteraufbau lässt die Protagonisten zuhauf zu Fressfutter verkommen, man kann also leicht erahnen, wer denn zum Ende hin dem Hive entkommen wird. Dazu fällt vor allem Michelle Rodriguez und ihre Figur Rain aus dem Rahmen, die ein um´s andere Mal durch übercoole und sinnlose Dialogzeilen die Geduld des Zuschauers strapaziert. Auch sonst versuchte Anderson, die Charaktere durch prägnante Sätze aufzubauschen, scheiterte damit aber grandios. Durch die Oberflächlichkeiten wurde den Schauspielern auch mehr oder weniger verweigert, ihr Potenzial abzuschöpfen, selbst wenn die Mühe deutlich sichtbar ist. Die Figuren sind schlicht zu blass, um da noch was Positives herauszukitzeln.

So dümpelt gar Milla Jovovich im Niemandsland der Schauspielkunst herum, was ihre Gefährten gleich nochmal zu toppen wissen. Da lässt sich auch kein positiver Ausreißer herausfiltern, und gerade der Auftritt von Heike Makatsch verkommt hier leicht zur Lachnummer. Nun will "Resident Evil" aber auch kein Monster an hoher Kinokunst sein, sondern ein By-Product für das Videospiel, und hier kann man Andersons Beitrag als einen der besseren ansehen.

Fazit

Eine so pure und atmosphärisch dichte Spieleserie wie die "Resident Evil"-Reihe zu verfilmen, fiel auch Spielefan Paul W.S. Anderson nicht leicht, und so verkommt seine Adaption ein wenig zum überambitionierten Monstermovie ohne nötigen Sinn für passende Figuren. Doch machen Setting sowie zahlreiche Referenzen dem Gamer viel Spaß, und auch Spielunwillige werden dem Film so manches abgewinnen können. Somit kann man das Projekt als gelungen betrachten, weil die Story in formeller Weise durchaus sein Potenzial zu nutzen wusste.

Autor: Sascha Wuttke

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