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Inhalt

Als Teenager Jesse aus Neugierde in die Wohnung einer brutal ermordeten alten Dame aus der Nachbarschaft einbricht, findet er nicht nur alte Videokassetten und okkulte Gegenstände, sondern auch ein Foto von sich selbst. Nach einer Nacht voll schrecklicher Albträume erwacht er mit einer Bisswunde am Unterarm. Schnell wird klar: Es ist keine Gabe, es ist kein Unfall, es ist erst der Anfang. Der gewalttätige Spuk versetzt sein gesamtes Umfeld in Angst und Schrecken und hinterlässt eine Spur der Zerstörung. Im Kampf um Jesses Seele holen sich seine Freunde Hilfe bei Kristi Featherstons Stieftochter Ali, die als Kind die fürchterlichen Ereignisse in ihrer Familie miterleben musste. Doch auch diesmal scheint jede Hoffnung vergebens, denn wer das Zeichen trägt, wird zum Opfer. Jesse wird nie mehr derselbe sein und keiner ist vor den Angriffen der teuflischen Macht sicher...

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Und jährlich grüßt das Murmeltier. Seit 2009 werden wir einmal im Jahr mit einem Ableger aus dem „Paranormal Activity“ Franchise in Angst und Schrecken versetzt. Doch dieses Mal handelt es sich nicht um eine weitere Fortsetzung der Geschichte sondern um ein „Spin Off“. Die Geschichte über die bösen Dämonen soll in der Latino Szene der USA spielen und so mit neuen und frischen Ideen überzeugen. Alles neu und alles anders, lautete die Devise von „Die Gezeichneten“. Das Umfeld der Protagonisten wurde komplett überarbeitet. Anstatt relativ wohlhabende Familien beim Schlafen zu beobachten, wird der Zuschauer hier in die Latino Szene der USA geworfen. Wir erfahren hier viel über den Alltag der Latino-Amerikaner, das Zusammenleben der verschiedenen Generationen sowie die Konflikte mit den Gangs. Grundsätzlich war ein Szeneriewechsel eine gute Idee. Nach bereits vier Teilen, welcher mehr oder weniger gleich abgelaufen sind, ist dies eine frische Neuerung.

Gerade zu Beginn hat man das Gefühl, dass die Neuerungen in „Die Gezeichneten“ genau das sind, was das „Paranormal Activity“  Franchise brauchte. Kurzzeitig erinnert der Film an den Science Fiction Film „Chronicals – Wozu bist du fähig“, welcher definitiv zu einem der Überraschungsfilme der letzten Zeit gehörte. Jesse filmt nämlich seine neuerworbenen „Superkräfte“. Aufgelockert durch eine Prise Humor hat der Zuschauer eine tiefere Bindung zu den Charakteren. Das erste Mal ist für den Zuschauer nachvollziehbar, warum permanent mitgefilmt wird. Die beiden Freunde nehmen Jungenstreiche auf und spionieren die Nachbarn aus. Die Nachvollziehbarkeit der Video-Aufnahmen in den letzten Teilen der Serie lässt zu wünschen übrig. Hier findet man sich in einem der beiden Freunde wieder und stellt immer wieder fest… Ja das würde ich auch filmen. Doch dies sind leider auch die einzigen Dinge, welche positiv bei „Die Gezeichneten“ auffallen. Der Humor, welcher zu Beginn noch positiv erwähnt werden konnte, wird ab dem zweiten Drittel nervig, fast lächerlich. Dieser will sich nicht ins Gesamtbild des Filmes einpassen. Mehr noch… einige dieser Szenen klauen die Spannung, welche hier generell eher mau ausfällt.

Die Gezeichneten“ schafft es einfach nicht eine angenehme und spannende Atmosphäre zu erzeugen. Keine neuen Ideen bezüglich der eigentlichen Horrorszenen lässt alles wie bereits hunderte Male gesehen wirken. Auch die zu häufig eingesetzten Jump-Scares lassen schnell Ermüdungserscheinungen aufkommen.Die fehlende Atmosphäre hängt scheinbar mit der Kameraführung an sich zusammen. Zu schnell und zu hektisch begleiten wir die Freunde durch Ihren Albtraum. Doch genau dies ist der Fehler. Die ersten Ableger arbeiteten kontinuierlich mit statischen Kameras. Der Zuschauer hatte hierbei das Gefühl, dass gesamte Bild nach kleinen Bewegungen abzusuchen. Dadurch entwickelte sich ein gewisses Unwohlsein beim Zuschauer, da er oftmals nie sagen konnte, ob sich im Hintergrund etwas bewegt oder nicht. Doch hier wird der Fokus ständig auf jenes gelegt, was als nächstes passiert. Daher verkommt „Die Gezeichneten“ zu einem Durchschnittshorror und hat nichts, was Ihn aus der Gesamtheit des „Found Footage“ Genres hervorhebt. Wo man nach den ersten zwei dritteln des Filmes noch sagen könnte, es handelt sich um einen Horrorfilm der wenig richtig macht aber immer noch ansehnlich ist, wird im Finale noch einer drauf gesetzt.

Der erhöhte Einsatz von CGI-Effekten tut dem Film gar nicht gut. Dies liegt im Grunde daran, dass diese eher schlecht inszeniert sind. Da ist man heutzutage doch besseres gewohnt. Generell lautet hier die Divise, mehr ist immer besser und mal wieder wurde bewiesen, dass dies nicht stimmt. Besonders bemerkbar ist dies bei der Schießerei, kurz vor dem Finale. Die Getroffenen fliegen so dermaßen überzogen durch die Gegend, dass man sich etwas an die 80ger Jahre B-Movie Produktionen erinnert fühlt und das Gesehene einfach nicht ernst nehmen kann. Der finale Twist setzt dem ganzen noch die Krone auf. Hier soll nicht zu viel verraten werden, um jene, welche den Film nicht gesehen haben, den „Überraschungseffekt“ nicht zu nehmen. Doch die zwanghafte Verbindung, welche zu der ursprünglichen Reihe gezogen werden soll ist lächerlich und absolut an den Haaren herbei gezogen. Fast schon peinlich berührt nimmt der Zuschauer das Finale hin. Verlegenes Kopfschütteln oder ein kleinlautes „Oh Gott“ machen den Unglauben über dieses Ende bei den Fans deutlich.

Zudem werden nicht nur im Finale, sondern den ganzen Filmes über, zu viele Fragen offen gelassen. Klar, dass Found Footage Genre ist dafür bekannt, diverse Dinge über den Hauptplot offen zu lassen, ein Ende nicht zu erklären oder abrupt zu enden. Damit finden sich die Fans auch ab. Doch was hier geboten wird, grenzt an Körperverletzung. So gut wie jede Szene lässt Verständnisfragen zu, welche nicht einmal ansatzweise beantwortet werden. Man könnte meinen, dass noch mindestens 3 weitere Filme nötig sind, um das gesehene plausibel zu erklären. Auch diverse Logiklöcher sowie dämliches Verhalten der Protagonisten trüben den Filmspaß. Man wünscht sich, dass das „Paranormal Activity“ Franchise endlich ein Ende findet. Das weitere Fortsetzungen folgen werden, ist bekannt. Doch sollte sich nicht einiges ändern, vielleicht sogar das Franchise überdacht werden, können nur noch die Hardcore Fans überzeugt werden.

Fazit

Das „Paranormal Activity“ Franchise hat sich tot gelaufen. Dies kann das Spin Off „Die Gezeichneten“ auch nicht retten. Zu Beginn noch recht unterhaltsam entwickelt der Film sich zu einer totalen Katastrophe. Ein nicht vorhandener Spannungsbogen sowie das Fehlen von nahezu allen logischen Bezügen auch innerhalb der Reihe lassen den Eindruck entstehen, dass niemand Wert darauf legte, einen guten Film zu drehen. Alles wirkt lieblos inszeniert, als ob es ein Muss sei, jedes Jahr einen neuen Teil in die Kinos zu bringen. Fans der Serie können einen Blick riskieren, sollten aber nicht zu viel erwarten. Jene, welche die anderen Teile schon eher mittelmäßig bis schlecht fanden, sollten von einer Sichtung komplett absehen.

Autor: Christian Kühnemann

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