{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Verfügbar auf

Netflix Sky ticket

Inhalt

Geboren wurde Klein Glotzkowski (Billy Crystal, Ilja Richter) zum Schrecker nun wahrlich nicht. Die niedliche Monsterkugel hat so gar nicht das Aussehen und noch weniger die Persönlichkeit inne, mal ein Star-Schrecker zu werden. Allen Unkenrufe zum Trotze verändert ein Schulausflug sein ganzes Leben, als er den Star unter den damaligen Schreckern, Frank McCay (eingesprochen von Nationaltorhüter Manuel Neuer), kennenlernt und mit dessen Mütze heimkehrt. Fortan ist es Mikes Ziel, Schrecker zu werden und darf sogar an der Universität studieren, muss aber auch schnell feststellen, dass die Konkurrenz wirklich monströs ist. Allen voran machen ihm ein gewisser James P. Sullivan (John Goodman, Reinhard Brock) und die schrecklichste Studentenvereinigung des Campus seinen Kindheitstraum streitig…

  • 5mdckks7m8auzkdshnca7llbzmh
  • 9kidjzkpv0eutpyvciewli3uzk
  • J9uku9vvfln75bsg8vstdaxrzuc
  • Ipeeicjb1snvoljtv9dr1fh8ppv
  • 2kgbvf4mbsbm64sqmgecvvhevot
  • Zooluakggtayzqefof3iapdqhgi
  • Zyppma465jorozxppgtwdrohtco
  • Pjn5v8vvvemqrezk24jhhtjaxet
  • S7fgqdgvpszjhp1ufwcvaxrzodv
  • Ty0jjm1j6wyipxykaxhn9uno2th
  • Ykibripkgoy4jrpnkbhn2xkucw0
  • 2nezzxs8hcamyapmg37gy4s54vv
  • Hvnmms3sehmhvfwsf5ews1igqnv
  • Jms489j13vetsvl4bqqlbcdxhx3
  • Tikzym5q4lq1rgpzudbpb2dpwrc
  • 65d2at8qro8ggtrshbbyz7ecapv
  • Myqi4wolfvfgvxkqonxbbetjjfd
  • Ltl5x79ptntip37frigi8xkumpv
  • 4nxye93ghlczyb83fxnzeltafcy
  • Qf5w5bm6jiixoxznxz78b6orbwu
  • Vsxarqmwpxbfzbbzo29p8afmk9n
  • Ba6kzkwxp4swaddcmetomk10svn
  • Zk5keolkje8o4as2rrzqw4h6dxe
  • Dx1wv0btmucwyrkuuzq9yb9jjek
  • Uzpho0kmm1yom8dldly4kyxmitn
Quelle: themoviedb.com

Kritik

Schrecklich lustig soll es wieder werden – nach dem bahnbrechenden Original von 2001 versprechen Pixar und Disney wieder monstermäßige Gags und Action mit dem bekanntesten (und einzigen) Schreckerpärchen der Kinogeschichte. Nun ist Pixar erwachsener geworden, aber auch Mike Glotzkowski sowie James P. Sullivan mussten ja auch irgendwann einmal aufgewachsen sein, bevor das Duett sämtliche Schreckerrekorde brechen konnte. Also schickte man die beiden auf die renommierte Monster Universität, denn zum Schrecker wird man schließlich nicht geboren… oder doch?

Da freuen sich die Fans aber sehr, dass ihr geliebtes Monsterpärchen wieder die Leinwand betreten darf. Aber ist die Geschichte kein buntes Sammelsurium an kuriosen Ideen mehr, das 2001 einfach die Sicht umkehrte und uns in die Welt der Kinderzimmermonster katapultierte. „Monster Uni“ wirft die Helden in menschlich geprägte Locations, stellt sie vor menschlich geprägte Probleme und garniert das Ganze „nur“ noch mit monströsen Elementen. Zwar gibt es noch viel an Monster-Beigaben, aus denen man Gags stricken konnte, doch dominieren im Nachfolger eher die inneren Werte, was letztlich mehr Emotionalität und Tragik bedeutet. Selbst wenn es dramatisch wurde, durfte man noch ein bisschen bei der „Monster AG“ kichern; in der Uni werden die Protagonisten jedenfalls von harten Realitäten regelrecht überrollt, und da ist dann nichts mit Kichern. Die Semester sind kein Zuckerschlecken, so dass sich Mike so etliches hart erarbeiten muss und Sulley seine familiären Vorzüge gleich wieder vergessen kann. Es bewegen sich die Helden langsam auf ein gleiches Niveau zu, was erzählerisch und dramaturgisch sehr viel Sinn macht, außerdem bemühte sich der Film, nicht zu einer stumpfen Studentenklamotte zu verkommen.

Überhaupt sind die Hauptfiguren mit dem nötigen Unterbau ausgestattet, um der Story den richtigen Tritt mitzugeben. Stereotyp sind diese nur oberflächlich, zumindest können die wichtigsten Charaktere ein nachvollziehbares Verhalten aufweisen. Natürlich wandte man das auf die Verlierer an, die ähnlich wie Glotzkowski ebenfalls keine wahren Erschrecker zu sein scheinen. Die Antagonisten hat man dagegen etwas links liegen lassen und ihnen nur das an Eigenschaften mitgegeben, die sie zum Fies-sein gebraucht haben. Einzig sticht noch Dekanin Hardscrabble heraus, die das Heiligtum, Schrecker zu sein, personifiziert und wie ein Damokles-Schwert über den Bestrebungen unserer Lieblingsmonster schwebt. So kann man die hunderte Monster noch als Zierde ansehen, die Geschichte fokussiert sich streng auf das Nötigste, und man nimmt die vielen Gags und Designideen eher am Rande wahr. Dazu gehörte auch leider die Echse Randy Boggs, der sich ja später an der Firmenverschwörung beteiligen würde – da wünscht man sich etwas mehr Screentime und Hintergrund seinerseits.

Auch Pixar wird mittlerweile erwachsen, dass ihnen die technischen Aspekte des Filmemachens immer besser von der Hand gehen. Auch dies trägt sichtbar dazu bei, dass das Studio ein bisschen von einer kindlich-naiven Herangehensweise abgesehen hat und der Emotionalität viel mehr Platz einräumt. So zum Beispiel das Finale, das dann sogar eine ordentliche Portion Spannung reinpackt, und auch nächtliches Seepanorama sieht nicht nur aus. Es wird hier ein ganzes Spektrum mehr an Gefühlsregungen angesprochen, was das Filmteam visuell sowie formell sehr gut eingefangen hat. Kontrastiert wurde aber auch Wert auf Wiedererkennung gelegt, so dass den Gags die aus dem Vorgänger bekannte Farbenfrohheit spendiert wurde. Hier bleibt die „Monster Uni“ klar strukturiert, und die Mischung aus Spaß und Drama funktioniert auf ganzer Ebene.

Wie in ein komfortables Paar Schuhe schlüpft man auch bei den Schauspielern/Sprechern. Während Billy Crystal und John Goodman im Original wieder in die Rollen der späteren Starschrecker schlüpften (und zusätzlich solch klangvolle Namen wie Steve Buscemi oder Hellen Mirren vertreten sind), sind auch wieder Ilja Richter und Reinhard „Mr. Burns“ Brock in unseren Gefilden hörbar. Ergänzt wurden sie von sehr guten Leistungen seitens Elyas M´Barek („Türkisch für Anfänger“) oder Axel Stein („Schutzengel“), und selbst unser derzeitiger Nationaltorhüter Manuel Neuer kann sich als Mike Glotzkowskis Vorbild Frank McCay profilieren (man erinnert sich vielleicht noch schmerzhaft an das Michael Schuhmacher-Debakel).

Zusätzlich ist schon obligatorisch ein neuer Kurzfilm vorgeschaltet. „Der blaue Regenschirm“ erzählt wieder in sehr magischer Weise seine kleine Geschichte, in der der Titelheld sein rotes, weibliches Gegenstück entdeckt und letztlich gegen die wetterbedingten Widrigkeiten anzukämpfen hat. Wer also die Kurzfilme genau so gerne mag, sollte auch diesen nicht verpassen. Dessen 3D-Effekte funktionieren gar noch besser als im Hauptfilm, wo man sich doch sehr zurückgenommen hatte – schade.

Blu-Ray: Wie es sich für einen modernen Pixar-Film natürlich gehört, ist die Frage nach dem Bild recht schnell zu beantworten: Dieses ist einfach atemberaubend. Doch auch der Sound macht aus dieser BD ein wirklich tolles Erlebnis, welches man sich nicht entgehen lassen sollte. So sind die Farben prächtig, die Schärfe atemberaubend und der Ton kräftig – hier vor allem im O-Ton. Etwas enttäuschend sind hingegen die Extras, die leider nur aus dem Kurzfilm „Der blaue Regenschirm“ sowie einem Audiokommentar bestehen. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen. Was bleibt ist aber dennoch eine tolle Blu-Ray, die man gerade auf einem großen Fernseher ohne Zweifel genießen kann.

Fazit

Es ist ein gelungenes Wiedersehen mit unseren lieb gewonnenen Monsterschreckern, aber auch ein ernsthafteres als noch vor 12 Jahren. Die Gagdichte wurde heruntergeschraubt, um Emotionen mehr Platz zu machen, und dieser Schritt war sicherlich nachvollziehbar. Pixar bediente sich seiner bisher erlangten Erfahrungen auch hier, was dem bunten Szenario vielleicht weniger zuträglich ist, aber - ohne es zu genau nehmen zu wollen – als eigenständiger Film sehr gut funktioniert. Schrecklich lustig? Ja, aber auch monströs emotionsgeladen.

Autor: Sascha Wuttke

Wird geladen...

×