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Verzweifelt sucht der junge Tripp nach einem Weg, aus seinem öden Alltag als High School Abgänger in einem verschlafenen Kaff zu entfliehen. Aus den Einzelteilen von Schrottautos baut er sich in seiner Freizeit einen Monster Truck zusammen. Nach einem Unfall bei einer nahegelegenen Ölförderstation entwickelt das Gefährt jedoch ein unheimliches Eigenleben mit einem unbändigen Appetit nach Geschwindigkeit. Endlich hat Tripp nicht nur einen Ausweg aus seinem verfahrenen Leben, sondern auch einen neuen Freund gefunden.
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Kritik

Wie nähert man sich einem Film an, der vom Studio selbst schon vor Release als Flop eingeplant wird (mehr dazu hier)? Nun ja, der erste Impuls ist wohl ihm fernzubleiben. Doch wenn man – aus welchem Grund auch immer – beschließt den Film doch zu sichten, dann hofft man für sich selbst, evtl. aber auch für die Macher, dass er nicht so schlimm ist wie prognostiziert. Monster Trucks ist ein solcher Kandidat. Paramount wollte mit dem Film ein Franchise etablieren, dass ähnlich wie Transformers nicht nur an den Kinokassen, sondern auch mit Merchandise-Artikeln ordentlich Geld einspielen sollte. Doch sorgte schon das mehrfache Verschieben des Starttermins (um mittlerweile fast 2 Jahre) für Skepsis. Dass der Film nun im Januar rauskommt und das Studio mit einem Verlust von rund 115 Millionen US-Dollar rechnet zeigt, wie wenig Vertrauen es in dieses Machwerk hat. Trotz all dieser schlechten Vorboten ist Monster Trucks aber tatsächlich noch weitaus schlimmer als man erahnen konnte.

Schon dass die Idee zum Film von Ex-Studio-Präsident Adam Goodmans vierjährigem Sohn stammt, hätte den Produzenten zu denken geben sollen. Alleine die Prämisse, dass Monstertrucks von Monstern anstatt von Motoren betrieben werden, schreit geradezu nach einem B-Movie. Davon kann bei einem Budget von 125 Millionen US-Dollar aber nicht die Rede sein. Regisseur Chris Wedge (Ice Age) setzt das hohe Budget nur leider nicht gekonnt ein. Seine Inszenierung ist im besten Fall - wie die Visuellen Effekte des Films - Zweckdienlich und das Pacing des Films einschläfernd. Das auch das Drehbuch keinen Oscar gewinnen wird, war schon in den Trailern abzusehen. Doch womit man nicht unbedingt rechnen konnte, ist der widerwärtige Umgang mit der weiblichen Hauptfigur. Verkörpert von der bezaubernden Jane Levy (Evil Dead), die sich in in der Rolle sichtlich unwohl fühlt und wohl gehofft hat, dass der Film nie die Lichtspielhäuser erreichen wird, ist Meredith (bekommt nicht einmal einen Nachnamen spendiert) eine durch und durch antifeministische Figur. Ihre einzige Rolle ist es, den ihr gegenüber sehr respektlosen und uninteressierten Tripp Coley (Lucas Till) nachzulaufen und anzuhimmeln. Dabei ist egal wie schlecht er sie behandelt und wie desinteressiert er sich zeigt. Was sie an ihm findet? Nun ja, er ist halt anders als alle Anderen. Das bei einer solch furchtbaren Charakterzeichnung zwischen Levy und Till keine Chemie aufkommt, dürfte niemanden wundern. Doch wird die Liebesgeschichte dank des Drehbuchs nicht nur unglaubwürdig, sondern geradezu widerwärtig.

Aber können nicht wenigstens Kinder sich an diesem Blödsinn erfreuen? Wenn selbst die Minions Millionen von ihnen begeistern, kann das doch nicht so schwer sein, oder? - Leider doch. Zu Beginn der Produktion zielte das Studio eher auf eine jugendliche Zuschauergruppe ab, die Spaß an Transformers und ähnlichem Nonsens hat. Doch merkte man wohl im Laufe der Zeit, dass das ganze sich eher als Kinderfilm eignet. Heraus kam am Ende eine Missgeburt aus Kinderfilm und Jugendfilm, die weder der einen noch der anderen Zielgruppe zu gefallen weiß.

Auch Erwachsene, die sich von Monster Trucks ein Trashfest erwarten, werden enttäuscht. Sogar mit Freunden und viel viel Bier wird der Film keinen Spaß bringen, denn selbst unfreiwillige Komik bleibt dem Zuschauer verwehrt. Einen Titel sollte der Film aber sicher haben: Der schlechteste Einsatz des Willhelm Scream in der Filmgeschichte. Ob das für einen Kinobesuch reicht, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

Fazit

Ob "Monster Trucks" am Ende tatsächlich der von Paramount erwartete finanzielle Flop sein wird,  ist eigentlich komplett irrelevant. Viel wichtiger ist, was für einen furchtbaren Film das Studio hier auf die Kinobesucher losgelassen hat. Langsames Pacing, eine unspektakuläre Inszenierung und  ein furchtbares Drehbuch sind dabei noch die geringsten Probleme dieses antifeministischen Machwerks. Ein Film, der eigentlich nicht existieren sollte.

Autor: Tobias Bangemann

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