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Inhalt

Indem der Auftragskiller John Alexander (Steven Seagal) die Prostituierte Nadia (Adina Stetcu) vor Mitgliedern des stadteigenen Verbrechersyndikats rettet, zieht er sich den Zorn des Psychopathen The Boss (Vinnie Jones) zu. Da Angriff immer noch die beste Verteidigung ist, begibt sich Alexander gemeinsam mit seinem Freund und Partner Chi (Byron Mann) auf Verbrecherjagd und rächt nebenbei auch noch den Tod von Nadias kleiner Schwester, die von The Boss zu Tode gefoltert wurde.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Revenge can be so boring!

Der ehemalige Handkanten-Akrobat und Aikido-Meister Steven Seagal, der mit Filmen wie „Under Siege“ und „Out For Justice“ maßgeblich zum Action-Boom der 90er Jahre beigetragen hat, bewegt sich seit Jahren nur noch in den sumpfigen Gefilden billigster B-Movie-Action-Streifen wie „Gutshot Straight“ oder „Maximum Conviction“. In eben diese Kerbe schlägt auch Keoni Waxmans Reihe um den Söldner John Alexander, die mit „Force of Execution“ ihren Anfang genommen und mit „A Good Man“ und nunmehr „Mercenary: Absolution“ bereits zwei Fortsetzungen nach sich gezogen hat. Der neueste Streich des mittlerweile 63jährigen Minimalmimen Seagal erscheint am 15.06 bei NewKSM direkt auf Blu-ray und DVD.

Es ist wirklich bezeichnend für die Qualität einer Produktion, wenn die besten Szenen ausgerechnet jene sind, in die der Hauptdarsteller nicht involviert ist. Beginnend mit der handwerklich gut gemachten Einleitung über einige spannende Momente in Vinnie Jones‘ Folterkeller bis hin zu Byron Manns Solokämpfen, versprüht Keoni WaxmansMercenary: Absolution“ durchschnittlichen B-Movie-Flair. Leider gibt es jedoch eindeutig zu viele Einstellungen in denen ein behäbiger Steven Seagal ohne einen Funken (Selbst-)Ironie spastische Handbewegungen vollführt oder locker lässig hinter schmalen Säulen stehend, reglose Schießbudenfiguren aus dem Weg räumt. Spannende Actionunterhaltung sieht anders aus.

Verstärkend hinzu kommt, dass die Story um einen perversen Diplomaten, der nicht nur vor laufender Kamera Mädchen zu Tode foltert sondern auch noch ein Verbrechersyndikat leitet, wie ein Puzzle wirkt, dem ein Großteil seiner Teile fehlt. Die lückenhaften Stellen werden dabei nur notdürftig mit einem aufgesetzt wirkenden (Super-)Auftragskillerplot, schwarzweiß gehaltener Vergangenheitsbewältigung und so etwas ähnlichem wie einer Liebesgeschichte gestopft. Bezeichnend für die Gesamtqualität der Produktion ist dabei die wohl unromantischste Kussszene, die jemals abgefilmt wurde – so würde wahrscheinlich noch nicht einmal ein Großvater sein Enkelkind küssen. Diese unzureichende Füllmasse sorgt schlussendlich dafür, dass der Minimalplot von „Mercenary: Absolution“ die B-Movie-taugliche Länge von 95 Minuten erreichen kann.

Die Inszenierung der Actionszenen bewegt sich auf akzeptablem Niveau. Angenehm schnörkellos und blutig wird ein Gegner nach dem anderen in bester 90erJahre Kaltschnäuzigkeit über den Jordan geschickt. Abgesehen davon, dass man Steven Seagal in keiner Szene abnimmt, dass er seinen Gegnern wirklich überlegen ist, muss man Keoni Waxmans Streifen hoch anrechnen, dass Mr. Handkante zumindest einen Großteil seiner Kampfszenen selbst vollführt und nicht auf eines seiner 40 Jahre jüngeren Stunt-Doubles zurückgreift. Diese an Selbstpersiflage grenzende Eigenheit Seagals hat so manchen seiner 2000er Streifen komplett ungenießbar gemacht.

Fazit

Steven Seagal ist nur mehr ein übergewichtiger, schwerfälliger, vor sich hin nuschelnder Schatten seiner selbst. Dieser Gedanke begleitete den Verfasser dieser Zeilen über die gesamte Laufzeit von Keoni Waxmans Entschuldigung für einen richtigen Action-Film. Neben einigen wenigen gelungenen Szenen, dominieren leider Langeweile und schauspielerische Schwerfälligkeit.

Autor: Christoph Uitz

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