{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Inhalt

Im Prager Stadtpark findet ein Wächter den leblosen Körper des amerikanischen Journalisten Gregory Moore. Obwohl er ins Leichenschauhaus gebracht wird und die Ärzte ihn für tot halten, lebt Gregory noch und liegt im Wachkoma. Langsam erinnert er sich an die Umstände, unter denen er in diesen Zustand gelangt ist. Alles begann mit dem Verschwinden seiner Freundin.

  • Efovrkxzypzjltrzjqahsc2uoic
  • 8cg1njp8mepibe8k5wop9wcz6kh
  • Ow6jrhfvy6jenvje4s5fqlronrk
  • 5rkzy2qrellsmnuwahg7nxfbecs
  • 1swbsvwdpn5vs8fphg8dvawnckh
  • 9zk7tecjspthdiy5alkxuorzo7c
  • B0qunglky3rvdmz8dghd3heeqrs
  • Bp4pxsf1fvtwm6pf7doyruncwr2
  • Eijhlxpmuigo8k7soqv64cq3wig

Kritik

Es ist ein simpler, aber äußerst wirkungsvoller Gedanke, auf dem der Horror in Aldo Lados (Mädchen in den Krallen teuflischer Bestien) ungewöhnlichen Giallo Malastrana fußt. Der amerikanische Journalist Gregory Moore (Jean Sorel, Nackt über Leichen) wird im Prager Stadtpark tot aufgefunden und daraufhin ins Leichenschauhaus verfrachtet. Der Clou an der Sache, Gregory ist gar nicht tot, befindet sich lediglich im Wachkoma und ist somit zu Untätigkeit im eigenen Körper gefangen. So wartet er gezwungenermaßen auf das Unvermeidliche, während es ihm unmöglich erscheint in irgendeiner Weiße mit seiner Umgebung Kontakt aufzunehmen. In diesem Zustand erschließt Gregory nach und nach die Ereignisse, die ihn in diese missliche Lage versetzt haben. Das mysteriöse Verschwinden seiner Freundin war der Ausgangspunkt, nach und nach wird ihm und damit auch uns die komplette Tragweite der Geschehnisse bewusst.

Malastrana steht nur bedingt in der Tradition von Dario Argento (Suspiria), Mario Bava (Blutige Seide) und Co, ist er im Gegenteil zu diesen Größen des Subgenres doch nur sehr wenig an einem Exzess interessiert. Auf stilprägende Mordsequenzen, ästhetische Grenzgänge oder lustvolle Sexsequenzen muss man weitestgehend verzichten und auch der rote Lebenssaft wird bei Lado nur spärlich vergossen. Malastrana erzählt sich ungleich subtiler, was zwar nicht zwangsweise auch wirkungsvoller ist, aber doch einen ganz eigenen Charme vermittelt. Mit einem starken Fokus auf Atmosphäre lebt der Film von seiner langsamen, aber ungemein treibenden Struktur, die von einem ungewöhnlichen, aber nichtsdestotrotz feinen Morricone Score untermauert wird. Zwischen kühler Altstadtkulisse und grobkörnigem Bildmaterial fällt es zusehends leichter, sich in den tranceähnlichen Bildern zu verlieren.

Bis Malastrana jedoch mit einem fulminanten Ende auftrumpfen kann, in dem angsterfüllte Paranoia und überzogener Okkult zu einem bitterbösen Abschluss kulminieren, gilt es die ein oder andere Länge zu ertragen. Obgleich Lados Werk durchweg stimmungsvoll ist, wissen die oftmals ins Leere verlaufenden Szenen nur bedingt für Dynamik und Anspannung zu sorgen. Vor den allgegenwärtig kalten Bildern eines eindrucksvollen Prags, wird der Erinnerungsprozess von Gregory zur retrospektiven Aufarbeitung eines Traumas. Dabei ist es nur konsequent, dass viele Fäden ins Leere verlaufen und auch nach dem Abspann am ehesten ein Gefühl der Verwirrung vorherrscht. Dem Narrativ und der Spannung tut das indes weitaus weniger gut und so überzeugt Malastrana zwar durchaus als Unikum innerhalb seines Genres, darf aber gleichsam auch nicht zur Speerspitze des selbigen gezählt werden.

Fazit

Bestenfalls schablonenartig an der Tradition des Giallos interessiert, ist „Malastrana“ ein vollends in sich selbst gekehrter Vertreter seiner Zunft. Die langsamen, beinahe hypnotischen Bilder tragen ihren Teil zum Mysterium des Films bei, denn Aldo Lados Genreunikat ist ein Werk, das sich eine gewisse Undurchsichtigkeit und Geheimnisse aufrechterhält – manche davon auch über seine Spieldauer hinaus.

Autor: Dominic Hochholzer

Wird geladen...

×