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Es ist Vatertag. Den frisch erworbenen Schulabschluss in der Tasche beschließen die fünf Freunde Stevie, Chris, Peter, Klaus-Maria und Dieter voller Ideale, sich nun jedes Jahr am Männertag zu treffen. Doch zwanzig Jahre später haben sie sich aus den Augen verloren. Erst Dieters Tod führt sie ausgerechnet am Vatertag wieder zusammen. Vereint in der bayerischen Heimat schlittern Stevie, Chris, Klaus-Maria und Peter von einer Katastrophe in die nächste, treffen auf ihren früheren Erzfeind Andi Mauz und die Zeit scheint zurückgedreht. Und das alles nur, um ihrem verstorbenen Freund Dieter den letzten Wunsch zu erfüllen. Sie entdecken ganz neue Seiten aneinander und ihre langjährige Freundschaft wird auf die Probe gestellt...

Kritik

Der deutsche Film hat es schon schwer. Besonders Komödien sind durch die ganzen "lustigen" Til Schweiger und Matthias Schweighöfer Schmonzetten sowie dem Assihumor alla Fack ju Göhte in Verruf geraten. Die Welt vermutet, dass wir Deutschen nicht lustig sein können und wenn man auf die Komödienlandschaft aus Deutschland schaut, kann man es den Menschen auch nicht verübeln.  Da ist es fast schon erfrischend, dass eine deutsche Komödie mal ohne die Schauspieler Schweiger, Schweighöfer und M`Barek auskommt. Dann noch eine Story um einen verrückten Vatertag mit reichlich Alkohol und Schwups erhält man den Film Männertag.

Wer nun an eine ausschweifende Party alla Hangover denkt, wird enttäuscht. Denn trotz der einfachen Geschichte um 4 Freunde, welche sich nach 10 Jahren wieder treffen und ne ordentliche Sause machen wollen, geht es um viel mehr. Männertag beschäftigt sich eher mit den Problemen der Männer und der Tatsache, dass Männer niemals über ihre Probleme sprechen und wie man sich mit der Zeit auseinander lebt. Dies ist zwar amüsant verpackt, jedoch wird es bei Männertag eindeutig übertrieben. Die 4 Freunde könnten auch eine Selbsthilfegruppe schlimmsten Fälle sein. Einer ist Transsexuell, einer ist so Drogenabhängig, sodass er seinen Stoff selbst von einem Haufen Kot schnupfen würde (kein Witz), einer ist ein Verlierer und der letzte der Inbegriff der Antriebslosigkeit. Und eben diese überspitzten Klischees sind es, was Männertag schlussendlich das Genick bricht.

Doch irgendwie ist es ganz schön, eine Komödie über „echte“ Männerprobleme zu sehen. Und sind wir mal ehrlich, jeder Mann kann ein Lied davon singen; Man unterhält sich selten über Probleme und versucht durch gezwungenen Spaß oder einer ordentlichen Portion Alkohol über nahliegende Konflikte hinweg zu täuschen. Hier wollen wir nicht so weit gehen, dass die Idee des Filmes neu ist, aber es ist erfrischend, dass der ganze Romantikquatsch fast vollends fehlt. Der Humor funktioniert auch noch in der ersten Hälfte des Filmes und man fühlt sich gut unterhalten. Doch dann kommt es zum Bruch. Die Geschichte wird so absurd, sodass man es nur noch schwer nachvollziehen kann. Besonders das Finale gipfelt in bloßer Albernheit und will sich einfach nicht in den Film einfügen. Dies gepaart mit den Over-the-Top Problemen der 4 Freunde lässt Männertag schlussendlich doch relativ  unglaubwürdig erscheinen.

Dies ist zwar kein Todesurteil für Männertag, zumal die erste Hälfte noch ganz gelungen ist, jedoch reicht es nicht aus, um Männertag langfristig im Gedächtnis zu behalten. Da fehlt es doch an einprägsamen Szenen. Letztlich kann Regisseur Holger Haase froh über den doch recht gutaufgelegten Cast sein. Zwar sticht keiner so wirklich daraus hervor aber die Konstellation funktioniert gut. Besonders Comedian Chris Tall überzeugt als übergewichtiger Verlierer in seinem zweiten Ausflug ins Filmgeschäft.

Fazit

Keine Vollkatastrophe, aber irgendwie auch nicht wirklich erwähnenswert. "Männertag" ist ein typischer Sonntagsnachmittag-Film, welcher nicht weh tut, aber auch nicht überzeugen kann. Für zwischendurch durchaus ok, mehr leider nicht.

Autor: Christian Kühnemann

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