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Japan im Jahr 1906. Nachdem sie auf ihrem Rachefeldzug wider die Obrigkeit 37 Menschen tötete, fällt Yuki Kashima alias Lady Snowblood der Justiz in die Hände und wird zum Tode verurteilt. Ein Kommando der kaiserlichen Geheimpolizei befreit sie jedoch, um sie als Geheimwaffe gegen eine in den Slums keimende Anarchistenzelle ins Feld zu führen. Yuki schließt daraufhin Freundschaft mit den Anarchisten, wechselt die Seiten und knöpft sich nach der Ermordung ihrer neuen Freunde deren Häscher vor.
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Kritik

Nur ein Jahr nach dem Release von „Lady Snowblood“ liefert Regisseur Toshiya Fujita bereits den zweiten und damit letzten Film rund um Lady Snowblood. Abermals wird die titelgebenden Rolle von Meiko Kaji(„Yakuza Graveyard“) verkörpert und auch als Vorlage dient erneut ein populärer Manga. Gute Vorzeichen und dennoch schafft es „Lady Snowblood 2: Love Song of Vengeance“ nicht im Ansatz die Qualität des ersten Teils zu erreichen.

Vielleicht hätte der Film als eigenständiges Werk sogar besser funktioniert, denn bis auf den Charakter der Lady Snowblood erinnert er inhaltlich fast gar nicht an seinen Vorgänger. Zwar wird ihre Figur zu Beginn wegen mehrfachen Mordes verhaftet, aber das tut im eigentlichen Verlauf der Handlung so gut wie nichts zur Sache und dient lediglich als Katalysator für die Geschehnisse. So aber muss sich der Film stets auf den Vergleich mit seinem Vorgänger einlassen und dabei zieht er in fast allen Belangen den Kürzeren. Gerade die unbestimmte Ziellosigkeit der Handlung steht im starken Kontrast zu der geradlinigen Racheagenda aus Teil Eins.

Die titelgebende Antiheldin ist abermals eine unnahbare Killerin, gnadenlos unterkühlt ist sie zu Beginn des Films auf der Flucht, lässt sich dabei von keinem noch so großen Feind abschrecken, weiß wann sie besiegt ist und erträgt ihre Gefangenschaft mit Stolz. Nach diesen ersten Minuten ändert der Film jedoch seine Agenda und Lady Snowblood aka Yuki wird zwischen die Fronten eines politischen Krieges geworfen. Was man hier zusehends vermisst ist so etwas wie eine narrativ klare Struktur, etwas an das sich der Zuschauer klammern kann, so treibt die Geschichte nur munter vor sich her, wechselt zwischen den verschiedenen Seiten und lässt den Betrachter dabei ziemlich kalt. Es gibt keine Identifikationsfigur, es mangelt an klar ausformulierten Standpunkten und dadurch kann sich der Betrachter nie auf eine Seite schlagen.

Während sein Vorgänger durch sein Motiv der Rache eine emotional verständliche Motivation hatte, fehlt es Teil Zwei an einem logischen Einstiegspunkt in die Geschehnisse. Die Handlung entfaltet sich durchgehend wirr und lässt den Zuschauer dabei außen vor, die politischen Hintergründe bleiben unverständlich und schaffen es nicht für klar strukturierte Motivationen zu sorgen. Daran kann auch die gelungene Inszenierung nicht mehr viel retten, auch wenn diese vor allem zu Beginn und gegen Ende einige wunderbar choreographierte Kampfsequenzen stilsicher und ästhetisch ansprechend einfängt, bietet die dahinterstehende Geschichte zu wenig um den Zuschauer auf irgendeine Art und Weise emotional mitzureißen.

Fazit

In gewisser Weise ist „Lady Snowblood 2: Love Song of Vengeance“ die unnötige Fortführung einer bereits abgeschlossenen Geschichte, die zu keiner Zeit die Klasse ihres Vorgängers erreicht. Inszenatorisch und schauspielerisch blitzen zwar immer wieder die Qualitäten auf, die auch schon den ersten Teil zu einem überaus gelungenen Werk machten, aber auch eine stilsichere Inszenierung kann nicht verbergen, dass die zugrundeliegende Handlung bestenfalls Standardware ist.

Autor: Dominic Hochholzer

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