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Die blutdurstigste Rache der Braut ist noch nicht gestillt: Drei Namen stehen noch auf der Liste der kalten Schönen, die am Tag ihrer Hochzeit ins Jenseits befördert werden sollte und jetzt Jagd auf die macht, die ihren Tod verlangten. Nach Verdita Green und O-Ren Ishii sind nun der heruntergekommene Budd und die durchtriebene Elle Driver an der Reihe, bevor die Braut in Mexiko schließlich ihrem einstigen Chef und Liebhaber Bill gegenübersteht - und ihrer totgeglaubten Tochter...
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Quentin Tarantinos („Pulp Fiction“) Racheepos geht in die zweite Runde und knüpft inhaltlich logischerweise dort an, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Stilistisch schlägt er jedoch einen anderen Weg ein, erneut muss das rasante Blutvergießen einer fast schon meditativen Ruhe weichen. Deutlich langsamer startet der Film, wo „Kill Bill: Volume 1“ ohne Fragen zu stellen nach vorne geschossen ist, nimmt sich Tarantino nun wieder ausreichend Zeit, während er zuvor eine energiegeladene Schnelligkeit zelebriert hat, huldigt er in „Kill Bill: Volume 2“ den langsamen Tönen. Auch dessen Kraft scheint von einer anderen Quelle zu kommen, es ist nicht mehr die Hülle, die glänzt, sondern ein zartes Funkeln, das unter der Oberfläche schlummert. Tarantino verlagert Schwerpunkte, verliert sein Ziel dabei jedoch nie aus den Augen, sein Film ist keinesfalls die erwartete Konsequenz und dennoch ist sie genau die Fortsetzung, die gebraucht wurde.

Wieder – oder sogar noch mehr – merkt man dem Skript an, dass es für eine einzige Person geschrieben wurde. Uma Thurman („Gattaca“) überragt abermals die Szenerie, wenn sie schließlich auf Bill (David Carradine, „Kung Fu“) trifft beginnt das Drehbuch seine wahren Stärken auszuspielen. Dass es zu diesem Aufeinandertreffen kommen muss, scheint unausweichlich, kündigt es doch schon der Titel zweier Filme unwiderruflich an, doch die Art wie Tarantino ihre Konfrontation umsetzt bleibt einzigartig. Noch mehr als zuvor entschleunigt er den Konflikt, zum ersten Mal wird hier Rache reflektiert, das Innehalten vor dem letzten Paukenschlag. Gab es zuvor nur eine einzige Richtung, perspektivenlose Rache, erwartet sie durch ihre Tochter eine emotionale Kehrtwende, denn von diesem Punkt an geht es nicht mehr nur um sie selbst.

Die fehlenden Puzzleteile werden eingesetzt und ergeben letztendlich das komplette Bild, doch verknüpfen diese nicht nur alle Fäden, sondern schaffen es auch – und das ist das Entscheidende – dem Charakter der Braut ihre Menschlichkeit wiederzugeben. Denn der Film ist vor allem eine Suche nach Identität, verloren zwischen Profikillerin und Mutter gewährt er seinen Zuschauern einen Einblick hinter die Fassade. Eine ästhetisch überaus ansprechende Fassade, führt man sich dessen Vorgänger zu Gemüte, und doch ist der Aufbruch der Oberfläche in diesem Werk nicht weniger faszinierend. Der blutige Racheengel als greifbare Figur, in der Wiedervereinigung mit ihrer Tochter hochemotional und in ihrer Abrechnung mit Bill unterkühlt konsequent. Vielleicht hat es dieses Ende gebraucht, um letztlich zu erkennen, dass unter ihrer Oberfläche schon immer mehr geschlummert hat.

Fazit

Tarantinos Rachegelüste – die Zweite. Entgegen seines Vorgängers ist „Kill Bill: Volume 2“ wieder deutlich bodenständiger, weniger abgedreht, aber nicht weniger gelungen. Indes sammelt die Weiterführung all die Scherben auf, die im blutigen Rausch von „Kill Bill: Volume 1“ achtlos durcheinandergewirbelt wurden, wir bekommen erklärende Flashbacks, nachgelieferte Dialoge und die Vollendung aller angerissenen Storyfäden. Der verdiente Abschluss, visuell weniger ausgefallen, dafür inhaltlich feiner ausgearbeitet und mit einem grandiosen Ende versehen.

Autor: Dominic Hochholzer

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