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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Kaum hat die 16-jährige Sarah (Jennifer Connelly) ihrem quengelnden, kleinen Bruder gewünscht, dass die Kobolde ihn holen sollen, da ist es schon passiert. Nur dreizehn Stunden bleiben ihr, um ihn aus den Klauen des Koboldkönigs (David Bowie) zu befreien. Der Weg zu dessen Schloss auf der anderen Seite der Träume führt durch ein unheimliches Labyrinth voller Gefahren, Wunder und seltsamer Wesen.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

​Jim Henson ist vielen durch die Muppets und die Sesamstraße bekannt. Als kreatives Mastermind hat er mit seiner besonderen Puppentechnik die Kindheit ganzer Generationen geprägt und allein mit den Muppets die Popkultur bis zum heutigen Tag beeinflusst. Mit viel Humor hat er darin sogar gesellschaftskritische Aspekte kindgerecht verpackt, ohne dabei den Spaß für das erwachsene Publikum zu vernachlässigen. Darüber hinaus versuchte sich Henson zweimal als Regisseur abendfüllender Kinofilme. 1982 kam zunächst der Film Der dunkle Kristall in die Kinos, ein düsteres Fantasy-Abenteuer, das sich erheblich von seinen sonstigen fröhlichen und humorvollen Arbeiten unterschied und eher verhaltene Reaktionen beim Publikum auslöste. Deshalb wollte er mit seinem nächsten Versuch wieder stärker auf Unterhaltung, Humor und Leichtigkeit setzen und holte sich dafür prominente Unterstützung ins Boot. Für Die Reise ins Labyrinth wurde er von George Lucas (Krieg der Sterne) als ausführendem Produzenten unterstützt, der auch kreativen Input beisteuerte. Das Drehbuch entstand unter der maßgeblichen Verantwortung von Monty-Python-Mitglied Terry Jones (Das Leben des Brian), und mit David Bowie (Der Mann, der vom Himmel fiel) konnte man eine Musikikone sowohl als Darsteller als auch für den Soundtrack gewinnen.

Bei dieser geballten kreativen Kompetenz hätte eigentlich nicht viel schiefgehen dürfen, und dennoch blieb der Film an den Kinokassen zunächst deutlich hinter den Erwartungen zurück. Bei einem Produktionsbudget von circa 25 Millionen US-Dollar spielte der Film in den USA lediglich 12,7 Millionen Dollar ein. Später fand Die Reise ins Labyrinth allerdings doch noch sein Publikum und gilt heute als Kultfilm. Das dürfte wohl weniger an der Handlung liegen, denn die ist nicht sonderlich spektakulär. Im Grunde geht es ausschließlich darum, dass die junge Sarah (Jennifer Connelly, A Beautiful Mind) ihren kleinen Bruder aus den Fängen des Goblin-Königs Jareth (Bowie) retten muss. Dafür kämpft sie sich durch ein Labyrinth und überwindet verschiedene Hindernisse. Sie bekommt es mit zahlreichen merkwürdigen Kreaturen zu tun, die ihr mal wohlgesonnen sind und mal nicht. Der Film fühlt sich recht episodenhaft an und gleicht in seinem Aufbau einem Videospiel, bei dem sich Sarah von einem Level zum nächsten vorkämpfen muss. Die kleinen Begegnungen und Aufgaben erscheinen wie selbstständige Kapitel, die nicht immer überzeugend miteinander verbunden sind. Dadurch wirkt der Film stellenweise etwas unrund.

Zwar orientiert sich der Film mit seiner fantastischen Welt und deren Bewohnern an Genre-Klassikern wie Alice im Wunderland oder Der Zauberer von Oz und weist hier unverkennbar einige Parallelen auf. Dennoch fehlt es Die Reise ins Labyrinth an einer dramaturgischen Steigerung. Auch die im Kern enthaltene Coming-of-Age-Geschichte, in der Sarah lernen muss, Verantwortung zu übernehmen, geht in der simplen Handlung ziemlich unter. Schauspielerisch können weder Jennifer Connelly noch David Bowie besonders glänzen. Beiden fehlt es an dem gewissen Etwas. Connellys Darstellung ist teilweise recht unscheinbar und selbst in gefährlichen Situationen wirkt sie manchmal erstaunlich fröhlich in dieser nicht immer heiteren Fantasy-Welt. David Bowie hingegen wird darstellerisch kaum gefordert. Dafür glänzt er durch seine musikalischen Auftritte, die sich zwar stimmig in das Gesamtkonzept fügen und das Geschehen auflockern, die teilweise jedoch wie eine Art Musikvideo im Film wirken und damit letztendlich den episodenhaften Charakter des Films verstärken. Wie bei Bowie zu erwarten, liefert er natürlich mit seinen fünf Songs musikalisch ab und schafft durch sein extravagantes Kostüm und seine außergewöhnliche Haarpracht einen unverwechselbaren Look für seine Figur.

Doch trotz der genannten Schwächen liegt die eigentliche Stärke des Films in der kreativen und fantasievollen Welt, die Jim Henson und sein Team mit ihren zahlreichen Puppen und der aufwendigen Puppenspieltechnik erschaffen haben. Sie bilden das Herzstück des Films und sind zugleich sein größtes Highlight, weshalb man über die Schwächen in Handlung und Schauspiel durchaus hinwegsehen kann. Allein die Anzahl der unterschiedlichen Figuren ist faszinierend. Von großen, aufwendigen Monstern wie dem haarigen Ludo, der Sarah auf ihrer Reise begleitet, über den steinern wirkenden Koloss Humongous bis hin zur kleinen Raupe ist viel Abwechslung geboten. Besonders aufwendig ist Sarahs dauerhafter Weggefährte Hoggle, bei dem ein Kostüm mit aufwendiger Puppentechnik kombiniert wurde. Während Shari Weiser (Abenteuer im Spielzeugland) im Kostüm steckte, sorgte unter anderem Brian Henson (The Happytime Murders) durch die Steuerung der Gesichtszüge dafür, dass die Figur zum Leben erwachte.

Wie bei Henson nicht anders zu erwarten, steckt in jeder einzelnen Figur liebevolle Detailarbeit. Egal ob lustig, skurril oder furchterregend, jede dieser Kreaturen ist einzigartig und originell gestaltet. Allein wegen dieser fantastischen Puppenwelt lohnt sich der Film. Wie aufwendig die Inszenierung war, zeigt sich beispielsweise an der Musikszene zu Magic Dance, für die rund 53 Puppenspieler benötigt wurden. In einer anderen Szene, in der Sarah in einen Schacht mit sprechenden Händen fällt, kamen sogar 75 Darsteller zum Einsatz. Dieser große Aufwand zeigt, wie viel handwerkliche Arbeit in diesem Film steckt, und allein das muss auch honoriert werden. Insofern ist es nachvollziehbar, dass der Film auch nach rund 40 Jahren noch Kultstatus genießt. Die handgemachten Effekte besitzen eine zeitlose Qualität und tragen zu dem besonderen Charme des Films bei. Henson gelingt es letztendlich auch, einen Mix aus kindlichem Märchen, albernem Humor und unheimlichem Fantasy-Abenteuer abzuliefern, ergänzt um eine Coming-of-Age-Geschichte, die allerdings deutlich zu kurz kommt.

Fazit

"Die Reise ins Labyrinth" hat eine recht simple und dramaturgisch nicht besonders ausgefeilte Handlung, die episodenhaft daherkommt und an Level in einem Videospiel erinnert. Dafür punktet der Film mit guter musikalischer Unterhaltung durch David Bowie und einer besonders fantasievollen Welt mit außergewöhnlichen Puppenfiguren. Die praktischen Effekte sind das Herzstück des Films und zeugen von einer liebevollen und aufwendigen Detailarbeit, wie man sie von Jim Hensons Puppentechnik gewohnt ist. Allein aufgrund dieser handwerklichen Meisterleistung lohnt sich ein Blick auf den Film, der seinen Kultstatus mit einigen Abzügen in der B-Note zu Recht innehat.

Kritik: Andy Mieland

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