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Inhalt

Mit Haus und Hund Toto wird das Mädchen Dorothy (Judy Garland) über einen Wirbelsturm ins magische Land Oz manövriert. Dort landet sie mit ihrer Behausung genau auf der bösen Hexe des Ostens. Da das ihre Schwester Theodora auf den Plan bringt, hilft Glinda, eine gute Hexe, Dorothy, indem sie vom Zauberer von Oz (Frank Morgan) erzählt, der dem Mädchen aus der Misere helfen könnte. Auf ihrem Weg trifft Dorothy auf eine sprechende Vogelscheuche (Ray Bolger), einen Blechmann ohne Herz (Jack Haley) und einen ängstlichen Löwen (Bert Lahr). Zusammen machen sie sich auf zum Kristallpalast, wo der Zauberer residiert.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

"Toto, i have a feeling we´re not in Kansas anymore."

Platz 4 auf der Liste der besten Filmzitate spricht Bände. Im Jahre 1900 veröffentlichte L. Frank Baum ein Märchen in den USA, was dort auch bald zum wichtigsten Kinderbuch avancierte und zahlreiche Fortsetzungen nach sich zog. 1939 wurde Hollywood auf die Reihe aufmerksam und inszenierte somit eine Filmumsetzung, die ebenfalls einen bleibenden Eindruck hinterlassen sollte.

Dass das Werk die Adaption eines Kinderbuches ist, merkt man dem Film in jeder Einstellung an. Die Charaktere spielen ihre Rollen in jeder Szene sehr kindgerecht und teils übertrieben herunter, was aber einen solchen Charme versprüht, den man selten so in einem Film zu sehen bekommt. So verliert der Streifen schnell von seiner Ernsthaftigkeit, ohne jedoch die Geschichte zu vergessen, die ja auch noch was auszusagen hat. Interessanterweise hat die immer noch einen aktuellen Bezug, der zwar heute eher durch die Art und Weise belächelt würde, jedoch so zeitlos daher kommt, dass man sich das jederzeit antun kann. Da gibt es letztlich kein aufwändiges Finale zu bestaunen, aber ein überraschendes, das in seiner Aussage auch in heutigen Tagen noch Bestand hat.

Nun ist "€žDer Zauberer von Oz" eher als buntes Abenteuer aufgebaut, in dem aufwändige Bühnensets und Kostüme den Hauptreiz ausmachen. Man wird wohl des Öfteren zum Grinsen verleitet, wenn man sich die klar abgesteckten Landschaften anschaut und die Angst mitschwingt, dass die Schauspieler gleich gegen eine Wand laufen würden. Dennoch sind die Szenen immer noch imposant anzusehen, besonders durch den Aufwand an Kostümen und unterschiedlichsten Figuren, die da singend und tanzend agieren. Für heutige Verhältnisse sind diese Musicalnummern doch ein wenig zu langatmig geraten, aber sind gerade die so einprägsam, dass sie heute noch im Gehörgang nachhallen. Die spaßig komponierten Stücke sind ebenfalls so zeitlos wie das ganze Szenario, und gemessen an den einstigen Möglichkeiten zollt man dem Aufwand immer noch Respekt in der Umsetzung sowie dem Ideenreichtum. So hat man auch heute noch die glitzernden, roten Schuhe von Dorothy im Gedächtnis, die sehr beachtlich gelungenen Masken der Vogelscheuche oder dem Löwen sowie das opulente Design der Landschaften oder dem Palast.

Auf die Schauspielerleistung kann man nur schwer eine Bewertung abgeben, wenn die Umsetzung eines Kinderbuches auch entsprechend vollzogen wird. Der Film macht auch keinen Hehl daraus, dass er auf ein sehr junges Publikum zugeschnitten wurde. Dass gerade Hauptdarstellerin Judy Garland meist mit aufgerissenen Augen und viel Kopfgestik agiert, zeigt recht deutlich, wen sie damit ansprechen wollte. Grummelköpfe würden ihr jetzt Kinderei nachsagen, aber es wirkt einfach putzig, wenn sie wie beschrieben fast jede Szene auf ihre Art und Weise durchzieht. Das gleiche bei ihren Freunden, und so machen sich Ray Bolger, Jack Haley und Bert Lahr ihrer Figur entsprechend auch ein bisschen zum Affen. Einzig die Bösen zeigen analog zur Geschichte eine etwas andere Leistung, aber wie gesagt: Wer so limitiert wird, kann nicht wirklich beweisen, zu was er/sie als Schauspieler in der Lage ist. So bleibt das Repertoire vorhersehbar, was aber nachvollziehbar ist, wenn man einen Film konsequent adaptiert und für eine bestimmte Zielgruppe inszeniert.

Letztlich sollte noch erwähnt werden, dass der Film mehr als andere mittlerweile seine Abnutzungserscheinungen zutage trägt. Als Musical auf einer Bühne würde das noch gut funktionieren, doch ist der Film nur durch den Umstand noch interessant, dass die Ideen zeitlosen Charakter haben sowie als Farbfilm für Furore gesorgt hatte. Ansonsten muss man etwas ernüchtert feststellen, dass heutige CGI-Technik den "€žechten" Charakter des Films tatsächlich ein bisschen mehr als sonst in die lächerliche Ecke gedrängt hat. Es lässt sich leider nicht leugnen, was wirklich etwas schade ist.

Fazit

Man muss schon wirklich die Zeitunterschiede komplett ausblenden, um dem Film in heutigen Tagen die Chance zu geben, objektiv betrachtet werden zu können. Nur dann offenbaren sich dessen guten Seiten, ohne ihm die tiefen Altersfalten anzusehen. Und da der technische Aspekt im Computerzeitalter zu sehr im Fokus steht, hängen dem ansonsten kindgerecht-naiven Musicalspektakel seine Bühnensets an der Backe. Wer das ausblenden kann, wird der zeitlosen Geschichte und den einprägsamen Kompositionen immer noch was abgewinnen können. So ist die Abwertung letztlich auf den Zeitwert zurückzuführen.

Autor: Sascha Wuttke

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