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Arizona, 1881: John Carter (Taylor Kitsch), ein gebrochener wie desillusionierter Bürgerkriegs-Veteran aus Virginia, hat immer noch mit den Folgen des Krieges zu kämpfen, bei dem er seine Frau und seine Tochter verlor. Nun ist seine einzige Hoffnung die verzweifelte Suche nach Gold, um sich so zumindest von seiner Last frei kaufen zu können. Bevor Carter seinen vermeintlichen Schatz jedoch bergen kann, findet er sich aufgrund geheimnisvoller Vorgänge plötzlich auf dem Mars wieder. Barsoom, so wie ihn die Einheimischen hierbei nennen, ist unterdessen ein Planet im dauerhaften Bürgerkrieg. Während auf der einen Seite gerade die diktatorischen Zodangans, unter dem Kommando von  Sab Than (Dominic West), mit einer mysteriösen Geheimwaffe erfolgreich gegen das friedvolle Volk von Helium vorgehen, führen die Tharks, eine Rasse grünlicher wie animalischer Kreaturen, auf der anderen Seite ein recht zurückgezogenes Leben. Diese finden indes Carter und versklaven ihn kurzerhand, da er aufgrund veränderter Schwerkraftbedingungen plötzlich riesige Sprünge vollziehen kann. Nach und nach wird Carter so immer tiefer in die Welt von Barsoom gezogen, wo er schließlich auf Helium Prinzessin Dejah Thoris (Lynn Collins) trifft, welche ihn um Hilfe bei der Rettung des Planeten bittet. Allerdings hat er dabei nicht mit den gottartigen Lebewesen, den sogenannten Therns,  gerechnet, die alle Geschicke von Barsoom heimlich mitgestalten…

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Das John Carter nach mehr als hundert Jahren nun endlich das Licht der Kinowelt erblickt (die einzige Verfilmung war ein billiger Trash-Streifen mit dem Titel Princess of Mars von Asylum im Jahre 2009), ist gar schon fast ein Wunder und auch ein kleines Rätsel. Denn die Vorlage zum Disney-Film John Carter, ehemals John Carter of Mars, ist nicht nur eine der bedeutendsten Sci-Fi-Reihen der Literaturgeschichte, sondern auch für viele Regisseur ein Quell ihrer Ideen. Sei es Krieg der Sterne, Avatar, Der Herr der Ringe, Flash Gordon,  Planet der Affen oder gar Dune, allesamt bedienten sie sich mit kleinerer oder größerer Inspirationen bei der einstigen Geschichte des Tarzan-Autors Edgar Rice Burroughs. Bereits 1912 veröffentlichte dieser mit dem Magazin Under the Moons of Mars seine erste Geschichte und führte somit fliegende Kampfschiffe ein, fremde Völker, ein riesiges Universum voller verschiedener Kreaturen sowie einen ultimativen Kampf von Gut gegen Böse. Bis heute hin, zählt somit die Geschichte des amerikanischen Bürgerkriegs-Veteran John Carter zu einer der bekanntesten und auch beliebtesten Science-Fiction-Buchreihen aller Zeiten. Eine rundum epische wie großartige Erzählung, derer sich Disney endlich im Jahre 2007 mit dem Erwerb der Rechte annahm. Was folgte war ein riesiges Budget von unglaublichen 250 Millionen US-Dollar (somit zählt das Werk zu den fünf teuersten Filmen aller Zeiten) sowie mit Findet Nemo-Regisseur Andrew Stantons die Besetzung eines mehr als visuellen wie kreativen Filmemachers. Doch der Druck, auch aufgrund einer großen Konkurrenz die eben optisch vieles schon vorweg nahm, war immens und somit stellt sich nun die Frage, ob John Carter die in ihm gesteckten Erwartungen erfüllen kann. Die Antwort lautet zum Teil. Denn während gerade visuell der Sci-Fi-Trip eine Augenweide ist, kommt die Handlung mehr als überladen sowie wirr daher, was letztlich auch dem Zuschauer den Zugang zur eigentlich hervorragenden Geschichte ein wenig verwehrt.

Gerade die Handlung zu beschreiben ist schon eine Aufgabe für sich, die mehr als ersichtlich macht, was eigentlich hinter der 132 Minuten langen und sehr actionreichen Sci-Fi-Unterhaltung steht. Zwar besonnen sich die Autoren nur auf das erste Buch (A Princess of Mars), doch gerade dies reicht schon mehr als aus, um viel Verwirrung hinlänglich der Story zu stiften. Immerhin befindet sich Barsoom in einem seit mehr als tausend Jahren andauernden Bürgerkrieg. Wer also wie und wen wann bekämpft, dies ist nicht immer ganz so eindeutig, was auch die verschiedenen Beweggründe stets im Unklaren lässt. Warum beispielsweise die Tharks einst eine große Rasse waren und warum diese nun intern zerstritten sind, wird dem Zuschauer nicht mal annähernd erklärt. Und auch die mysteriösen Therns, die erst zum Schluss etwas beleuchtet werden, bleiben weitestgehend im Dunkeln. Was bleibt ist so eine vertane Chance, der Stoff hätte durchaus für zwei Filme ausgereicht, wodurch sich der Zugang zum unglaublich großen wie faszinierenden Universum von John Carter als deutlich schwierig erweist. Was dadurch an Spannung sowie Dramaturgie verloren geht, greift Regisseur Andrew Stanton dann aber zumindest im Bereich des Humors (gerade durch den gelungenen treuen Begleiter von Carter) und der visuellen Darstellung wieder ein wenig auf. Denn in erster Linie bleibt, trotz der vielen erkennbaren Schwächen, John Carter ein durch und durch unterhaltsamer Sci-Fi-Trip, der gerade von seinen vielen Schauwerten lebt.

Diese sind, angesichts auch der imposanten Vorlage, dementsprechend optisch sehr ansehnlich wie interessant ausgefallen. Jedoch begeht Regisseur Andrew Stanton, den man hier seine Pixar-Vergangenheit in seinem ersten Realfilm nicht ansieht, nicht den Fehler, sich nur auf die visuellen Stärken in Form von übertriebenen CGI zu verlassen. Seien es so die kargen Landschaften von Arizona oder schließlich der rote wie öde Planet selbst, stets bleibt die Optik stimmig und Stanton interpretiert so die Vorlage nach seinen eigenen Vorstellungen. Angesichts eines Budgets von 250 Millionen US-Dollar jedoch auch kein Wunder. Viel mehr stellt sich die Frage an vielen kleinen Stellen, warum letztlich der Film doch noch so teuer wurde. Keine Frage, die Effekte (vor allem bei den präsentieren Kämpfen sowie Städten) sind atemberaubend, aber niemals eines Avatars (237 Millionen US-Dollar) oder gar einer Episode III (113 Millionen US-Dollar) ebenbürtig. Viel eher gibt es an manchen Stellen, gerade durch die Sprungfähigkeit von Carter, ein wenig Trash auszumachen, was aber dem Film keineswegs schadet. Viel eher lässt sich dies am gelegentlichen Kitsch ausmachen, der sich vornehmlich in der kleinen Liebesgeschichte zwischen Carter und Thoris offenbart. Disney fast schon typisch, wird es hier eben schnell romantisch, was angesichts mancher übertriebenen Szenen eben etwas zu schnulzig ausfällt.

Im Bereich der darstellerischen Leistungen indes, gibt es nichts weiter zu bemängeln. Gerade die Besetzung von Newcomer Taylor Kitsch (The Bang Bang Club) erweist sich als mehr als gelungen, da der Jungstar stets eine schöne Präsenz ausstrahlt, die der Vorlage vollkommen gerecht wird. Kitsch spielt Carter so stets kraftvoll, aber auch verletzlich und anfangs eben auch sehr störrisch und ernst. Die Harmonie zwischen Leinwandpartnerin und Amazonin Lynn Collins stimmt unterdessen auch zu jeder Zeit, gerade deshalb, weil Collins die Rolle der Prinzessin Dejah Thoris mit einer großen Portion Charme sowie Verführungskraft ausstattet. Egal ob unnachgiebige Kämpferin oder besorgte Prinzessin, der Wandel gelingt ihr stets mit Bravour. Die vielen bekannten Nebendarsteller indes, hinken hier ein wenig zurück. Dies mag zum einen an der wenigen Spielzeit liegen, zum anderen aber auch daran, dass oftmals die Figuren nur kleine Handlungsstränge besitzen, welche die Profiltiefe ausbauen könnten. Mark Strong gibt sich so als Schicksalsbestimmer Matai Shang routiniert boshaft, ohne hierbei aber die bisherigen Qualitäten wie in Sherlock Holmes oder gar Kick Ass zu erreichen. Und auch The Wire-Star Dominic West bleibt weit hinter den eigentlichen Möglichkeiten zurück. Angesichts einer solchen Besetzung mehr als schade.

Fazit

"John Carter" ist nicht ganz das gewünschte Science-Fiction-Epos geworden, welches es eigentlich sein wollte. Zwar wird der Film der Vorlage von Edgar Rice Burroughs mehr als gerecht, gerade auf der optischen Ebene, doch die Fülle von Handlungen, ein Menge Kitsch sowie fehlende Beweggründe schaden der Erzählung merklich. Zu viel steckt Regisseur Andrew Stanton in sein 250 Millionen Dollar Werk, wodurch der Zuschauer oftmals außen vor bleibt. Dennoch wird spaßige wie interessante Sci-Fi-Unterhaltung serviert, die trotz vieler Mängel eine Menge Spaß bereitet.

Autor: Thomas Repenning

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