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Lake Bell spielt die Hauptrolle in "In a World... Die Macht der Stimme", einer herzerwärmenden Komödie über eine Stimmtrainerin, die trotz des starken Wettbewerbs im Film-Synchronisations Business erfolgreich ist. Ihr Vater, der als König dieser Branche gilt, ist kaum zu übertreffen, was Caro zu ihrem persönlichen Konkurrenzkampf herausfordert.
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Kritik

"In a World …": Dies sind die magischen Worte, die uns im Kino fesseln sollen. Einen Trailer beginnen lassen, einen Werbespot die nötige Substanz verleihen oder durch die Kraft der Stimme einfach nur in unseren Bann ziehen. Doch was steckt eigentlich dahinter? Und viel eher, warum sind die meisten dieser Stimmen männlich? Um diese sowie viele weitere Fragen zu klären, und gar aufzuklären, hat sich die wahrlich entzückende wie magische Lake Bell ein großes Ziel gesetzt: Als Produzentin, Autorin, Regisseurin sowie Hauptdarstellerin, möchte sie nicht nur den sehr unterschätzten Sprachkünstlern wie Voice-Over-Artisten ein Denkmal setzen, sondern stellt sich auch dem Sexismus sowie der Frauenfeindlichkeit in Hollywood. Eine immense Herausforderung. Doch gemeinsam mit einer herzerwärmenden, bodenständigen wie humorvollen Geschichte, gelingt ihr dieses Kunststück mit Bravur. Und nicht nur dies, denn ohne Mühen erschafft Bell mit ihrem Erstlingswerk zudem eine lockerleichte wie fröhliche Komödie, die jedem gefallen dürfte.

Die Zutaten die Lake Bell für ihre Geschichte wählt, sind unterdessen natürlich keineswegs neu: Eine intime wie komplizierte Liebesbeziehung zwischen zwei sehr außergewöhnlichen Figuren, eine Liebe, die vor ihrer größten Herausforderung steht (bei ihrer Schwester Dani), eine schwierige Vater-Tochter-Beziehung sowie der harte berufliche Weg einer Frau, die in ihrem Beruf erfolgreich sein will. Jedoch gelingt es "In a World..." diese bekannten Konventionen herrlich absurd immer wieder zu mischen, sodass mehr als nur einmal kein Stein mehr auf den anderen steht. Was folgt sind emotionale Ausbrüche aber auch erfrischend intelligente Dialoge, die regelmäßig den Kern der eigentlichen Botschaft treffen: Sexismus im Alltag von Hollywood. Und da gerade einmal 16 Prozent aller Beschäftigten in der Traumfabrik weiblich sind (und dies seit mehr als 16 Jahren), ist der Film aktueller denn je. Allerdings schwingt Regisseurin wie Drehbuchautorin Lake Bell keinesfalls im großen Stile die Moral-Keule. Im Gegenteil, denn gerade durch die grandios gezeichneten Figuren, entsteht schnell eine Sogwirkung, die keiner weiteren Erklärung bedarf. Und doch… gerade zum Finale hin, setzt Bell mit dem Überraschungsauftritt von Geena Davis (die den harten Kampf Hollywoods am eigenen Leib erleben durfte) eine Schlusspointe, die so hätte gar nicht sein müssen. Was aber bleibt ist die Attitüde, das eben gerade "Voice Over Matters". Denn ist der Film männlich (inklusive dem Hintergrund), sind auch die Zuschauer männlich und so die gesellschaftliche Ausrichtung. Und wenn Carol am Schluss die Püppchen-Sprache bekämpfen will, ist der große Gedanke schließlich komplett.

Doch auch Abseits der Sexismus-Debatte, ist "In a World..." eine gelungene, erfrischende wie intelligente Komödie, die mehr als nur einmal zum Lachen einlädt. So ist es gerade die überzogene, schüchterne wie eben auch verwirrte Darbietung Lake Bells zu verdanken, dass sich der Zuschauer schnell in die Protagonisten Carol verliebt und ihrem Weg gegen Vater, männlicher Konkurrenz sowie Traumjob mitfiebert. Doch auch der Rest des Castes kann sich mehr als sehen lassen. Sei dies Rob Corddry als ruhiger Moe, Michaela Watkins als fehlgeleitete Schwester Dani oder Fred Melamed, der als Vater Sam mit die besten Szenen des Filmes bekommt. Einzig Ken Marino kann sich als Gustav nicht von seinen bisherigen Rollen trennen. Und dann gibt es da noch einen weiteren Protagonist(in), der/die zählt: Die Stimme. Denn "In a World..." weiß mehrmals, auch dank der tollen dichten und verspielten Inszenierung von Bell, durch die Stimme zu gefallen. Eben ein Gesamtkonzept, welches den Film nicht nur geschichtlich, sondern auch gekonnt akustisch begleitet.

Fazit

"In a World... " ist eine erfrischend intelligente wie andersartige Komödie, die gerade durch die tolle Performance von Allround-Talent Lake Bell zu überzeugen weiß, aber auch durch seine Botschaft an sich. Denn eine Sexismus-Debatte (auch in Form von Film) ist wichtig. Jedoch bleibt die Moral-Keule oftmals subtil, sodass sich besonders der Humor vollends entfallen kann. Wer somit einmal beherzt lachen, mitfiebern und anschließend diskutieren möchte, ist hier genau richtig…

Autor: Thomas Repenning

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