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Wir schreiben das Jahr 1981 in Irland. Bobby Sands ( Michael Fassbender) sitzt als verurteilter Terrorist im berüchtigstem Hochsicherheitsgefängnis des Landes, um dort aufgrund seiner Aktivitäten als Mitglied der IRA den Rest seiner Tage zu verbringen. Sands sieht sich selbst als politischer Gefangener, der unter der seit Jahren durchgeführten physischen und psychischen Folter im Gefängnis langsam zusammenbricht. Als letzten Ausweg wirft er das Einzige was er noch hat in die Waagschale, sein Leben, und so führt er seine Mithäftlinge in einen sorgsam geplanten Hungerstreik. Bobby selbst weiß ganz genau das er dies nicht überleben wird, doch das hält ihn nicht dafür ab für seine Überzeugungen bis an die Grenze des Erträglichen zu gehen und sogar darüber hinaus.
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Kritik

Regisseur Steve McQueen („Shame“, „Exodus“), dessen neustes Werk „Twelve Years a Slave“ bereits in diesem Jahr in die Kinos kommen soll, ist einer der Wenigen, die das Medium Film noch als eine wahre Kunstform ansehen. McQueen wird damit in naher Zukunft wohl keinen Millionen Blockbuster auf die Leinwand bringen, doch seine Filme bewegen den Zuschauer auf eine Weise, die nur mit wenigen Anderen vergleichbar ist. Es fällt daher schwer den Stil McQueens adäquat zu beschreiben, daher sei einfach gesagt, dass er es auf magische Weise schafft den Betrachter in seinen Bann zu ziehen, auch wenn auf der Leinwand augenscheinlich gar nichts passiert. Das beste Beispiel hierfür ist wohl der legendäre Dialog in „Hunger“, zwischen Protagonist Bobby Sands und einem Priester (Rory Mullen ), in dem die Beiden in einem 17 Minuten andauernden Shot einfach nur reden. Keine Effekte, kein Schnitt, einfach nur zwei Männer die sich unterhalten. Wer sich an dieser Stelle fragt, ob den der Rest des Films in ähnlich atemberaubender Geschwindigkeit abläuft, dem sei gesagt, dass das Tempo des Films ein sehr gemächliches ist. Dies fällt jedoch nur selten als störend auf, denn durch die Mischung aus einem sehr langsamen Aufbau und einem explosionsartigen Ausbruch von Gefühlen, bleibt der Film stets überraschend. Dennoch muss man als Zuschauer einiges investieren um „Hunger“ in vollen Zügen genießen zu können, denn er ist mit Sicherheit die falsche Wahl für einen gemütlichen DVD Abend auf der Couch, bewaffnet mit Bier und Chips. Getragen wird der Film wie so oft durch einen grandiosen Michael Fassbender („Shame“, „Prometheus“), dessen irische Wurzeln das Projekt zu einer Art Herzensangelegenheit gemacht haben. Neben seiner überragenden Leistung als Schauspieler geht er im Film auch an seine körperlichen Grenzen, denn um den abgemagerten Sands adäquat auf die Leinwand zu bringen hungerte er seinen Körper auf 59 Kilo herunter, wodurch der Anblick seines geschundenen Körpers keinen Zuschauer kalt lassen dürfte. Durch seine Performance fällt es auch nicht schwer mit ihm zu sympathisieren, dennoch zieht der Film keine gerade Linie und stellt die englische Regierung als das einzige Feindbild dar. Ganz im Gegenteil, denn „Hunger“ zeigt die Gewalt die auf beiden Seiten mit ähnlicher härte verübt wurde, sodass man sich auf der einen Seite zwar sicher sein kann, dass die meisten Insassen ihren Gefängnisaufenthalt mit Recht verdient haben, doch auf der anderen Seite ist ihre Behandlung seitens der Regierung einfach nur Menschenverachtend. Ganz ohne Kritik kommt jedoch auch „Hunger“ nicht aus, denn in seiner recht überschaubare Länge von 96 Minuten schafft es der Film nicht jeden Handlungsstrang in Gänze auszuarbeiten, was nach dem Film zwar für reichlich Gesprächsstoff sorgt, jedoch in erster Instanz auch als ein wenig schlampig angesehen werden kann.

Fazit

„Hunger“ ist ein philosophisches Meisterwerk, dessen Bilder keinen Zuschauer kalt lassen werden.Wer in der richtigen Stimmung ist, für den bietet der erste Spielfilm aus der Feder Steve McQueens anspruchsvolle Unterhaltung, die man in ähnlicher Form nur selten finden wird.

Autor: Sebastian Pierchalla

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