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Das Städtchen Wheelsy ist fast wie jede andere Kleinstadt in Amerika: malerisch und vornehm, mit netten Einwohnern, die sich um ihre eigenen Dinge kümmern. Doch nach einem Meteoriteneinschlag ist etwas Namenloses und Böses aus dem All angekommen und wird immer mächtiger. Zuerst scheint niemand zu bemerken, dass an den Telefonmästen immer mehr Flyer für vermisste Tiere hängen, oder dass der reichste Einwohner der Stadt, Grant, beginnt, sich seltsam zu benehmen. Seine hübsche, junge Frau Starla bemerkt allerdings, dass er langsam seine Form verändert und sein Verhalten immer unzurechnungsfähiger wird. Als dann plötzlich das Vieh furchtbar mutiert und eine junge Frau verschwindet, beginnt Sheriff Bill Pardy mit seinem Team zu ermitteln. Mit Hilfe von Grants Frau Starla entdeckt er eine dunkle Kraft, die das Städtchen langsam übernimmt und stößt auf einen uralten Organismus, der das ganze Leben auf der Erde absorbieren und verschlingen will. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt...
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Kritik

Slither ist ein unterhaltsamer Horrorfilm, der im März 2006 in die Lichtspielhäuser kam und hierzulande nun endlich seine Premiere auf Blu-Ray feiert. Der Film war die erste große Produktion, die der Musiker, Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur James Gunn stemmen durfte. Gunn lernte sein Handwerk in der Troma-Schmiede, was in vielen Details seiner Werke sichtbar ist. Nach „Slither“ jedenfalls folgte der Low Budget Film „Super“ und diverse im Internet veröffentlichte Kurzfilme, bis unerwartet Marvel anklopfte und Gunn die Verantwortung für „Guardians of the Galaxy“ übertrug. Aber das ist eine andere Geschichte.

„Slither“ wurde bei seine Premiere sehr kontrovers diskutiert und konnte seine Produktionskosten nicht wieder einspielen. Das Debüt von James Gunn gehört zu der Sorte Horrorfilm, in der durchschnittliche (und auch zurückgebliebene) Einwohner eines kleines Kaffs irgendwo im Nirgendwo von kleinen schleimigen Monstern aus dem Weltraum attackiert werden. Ähnlich dem Film „Der Blob“ stürzt ein Meteor mitten in der Nacht in den Wald, der die Kleinstadt umgibt. Zufällig ist Grant (Michael Rooker) in der Nähe und entdeckt ein schleimiges Wesen, dass er mit einem Stock malträtiert. Als Dank kassiert er einen Parasiten, der wie ein Pfeil durch seine Brust schießt und sein Gehirn übernimmt. Der grobschlächtige Grant ist der reichste Typ in der Stadt und mit Starla (Elizabeth Banks), einem hübschen Mädel, das aus der Armut flüchten wollte, verheiratet.Im Zentrum der Handlung steht Sheriff Bill Pardy (der seit Firefly beliebte Nathan Fillion), offensichtlicher Sympathieträger des Plots. Seit der High School ist er in Starla verliebt, konnte ihr im Gegensatz zu Grant aber nie wirklich viel bieten. Jetzt allerdings kommt seine große Chance. Der Sheriff begibt sich mit Unterstützung seiner Deputies und der jungen Kylie Struemyer (Tania Saulnier), deren Eltern zombifiziert wurden, in den Kampf gegen die übermächtig erscheinenden Außerirdischen.

Es ist schwierig, gerade so viel von der Story zu verraten, damit “Slither” noch spannend bleibt. Der Film ist ganz klar eine Hommage an viele B-Movie-Horrorstreifen aus vergangenen Jahrzehnten. Ein bisschen Alien hier, ein bisschen Blob da,  gewürzt mit einer Prise Zombiefilme, Body Snatchers, Die Fliege und Das Ding. Fertig ist die Chose. Eigentlich total doof, aber Gunn feiert jede Szene richtig ab, so dass es dem Zuschauer keine Minute langweilig werden dürfte. Die schleimigen und wurmähnlichen Außerirdischen krabbeln bevorzugt in den Mund ihrer Opfer, um ihr Bewusstsein und ihren Körper zu übernehmen. Die Opfer werden dabei nicht nur zombielike langsam und träge, sondern entwickeln einen gesteigerten Appetit auf Fleisch. Wie sie sich die Monster anschließend reproduzieren, ist kein schöner Anblick.

Wie schon erwähnt klingt die Handlung zwar total ausgelutscht und albern, funktioniert aber wunderbar. Das liegt vor allem daran, dass Regisseur Gunn seinen ekelerregenden und blutigen Bildern (die Troma-Schule macht sich bemerkbar) eine gehörige Portion Selbstironie gegenüber stellt, das heißt er nimmt seinen Film kein bisschen ernst. Die Charaktere sind oft klischeebeladene Stereotype, die sich so blöd verhalten, dass es einfach ein großer Spaß ist. Einige gute Actionszenen und ein durchweg hohes Tempo sorgen bei einer Filmdauer von gerade mal 80 Minuten bis zum Abspann für ordentliche Kurzweil.

Einige Abzüge gibt es trotzdem: „Slither“ kann vor allem mit gelungener Situationskomik punkten. Leider haben sich dann doch viele flache Witze und nichtssagende Dialoge eingeschlichen, die das Sehvergnügen etwas schmälern. Zudem streut Gunn viele gute Zutaten in den Film, nutzt aber viele Vorlagen nicht zu seinem Vorteil. Als Kylis kleine Schwestern und ihre geliebten Eltern von den schleimigen außerirdischen Würmern in Zombies verwandelt werden, hätte man dies weit dramatischer und spannender gestalten können, als dies im Film letztendlich zu sehen ist. Gerade die Zombieinvasion wirkt nie wirklich bedrohlich oder erschreckend. Aus der Tatsache, dass die fleischfressenden Zombies in Wirklichkeit Brutstätten für noch mehr Würmer sind, geht Gunn einmal ein und das war es dann auch. Er wandelt auf bekannten Pfaden und schafft es nie hier auszubrechen und zu überraschen.Man hätte sich auch viel mehr Szenen mit den schnell krabbelnden Würmern und den Kampf der Einwohner gegen diese zeigen können.
Und dann der große Endgegner - da wurden wirklich Erinnerungen an „Das Ding“ wach. Doch leider wirken die letzten 10 Minuten viel zu gehetzt und auch der Showdown ist etwas misslungen. Man hat das Gefühl, dass sich Gunn selbst nicht bewusst war, wie viel Potential er hier eigentlich verschenkt hat. Die Spezialeffekte sind absolut gelungen. Bis auf nicht mehr ganz zeitgemäße Animationen wirkt hier alles handgemacht und plastisch. Die ganze Filmatmosphäre ist schön düster und dreckig, wie man das eben aus alten Horrorfilmen kennt.

Fazit

Es kommt nicht oft vor, dass ein Horrorfilm in Sachen Handlung und Charaktere einerseits total dämlich ist, aber trotzdem dermaßen viel Spaß macht, dass der Abspann früher läuft als einem lieb ist. Zombies, Aliens, Splatter und viel Humor. Mehr kann der Horrorfan sich eigentlich nicht wünschen. Auch wenn es im Detail etwas hakt und “Slither” selten überrascht, sollten Horrorfans definitiv einen Blick riskieren.

Autor: André Schiemer

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