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Der erfolglose Videospielentwickler Miles landet zufällig auf der Seite von „Skizm“, einem im Darknet live übertragenen Actionspiel, bei dem die Teilnehmer zu tödlichen Deathmatches antreten. Miles wird zum unfreiwilligen Mitspieler von „Skizm“, bekommt eine automatische Waffe in jede Hand geschraubt und muss gegen die unbesiegbare Kampfmaschine Nix antreten. Doch statt zu kämpfen, tritt Miles lieber die Flucht an. Erst als seine Ex-Freundin Nova entführt wird, ist Miles gezwungen, sich dem Kampf auf Leben und Tod zu stellen.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Mit seinem Fun-Splatter Deathgasm revolutionierte der neuseeländische Filmemacher Jason Lei Howden nicht unbedingt das Subgenre, es gelang ihm aber ein spaßiger, flotter Zeitvertreib, der zurecht auf diversen Festival abgefeiert wurde. Mit Guns Akimbo legt er nun nach und vertraut erneut auf die Mischung aus übertriebener Gewalt, die an Cartoons erinnert, die im Kontrast zur Hauptfigur der humoristische Motor des filmischen Vehikels ist. Die Geschichte ist dabei wenig innovativ, sucht sich bei anderen Genre-Werken wie Wanted, Gamer oder The Tournament ihre Eckpunkte zusammen und überfordert narrativ wohl niemanden.

Es geht um Software-Entwickler Miles (mit viel Spielfreude von  verkörpert), der sich durch einen Internetkommentar bei der kriminellen Organisation Skizm unbeliebt gemacht hat. Statt eines Abmahnschreiben erhält der Schlaffi Miles aber Besuch vom Skizm-Chef und seiner Entourage. Sie befestigen Pistolen an seinen Händen, jede mit 50 Schuss Munition und hetzen dann die Killerin Nix (, Ready or Not - Auf die Plätze, fertig, tot) auf seine Fersen, die so gleich die Jagd nach ihm beginnt, während Millionen von Zuschauer live via Internet (Drohnen und gehackte Überwachungskameras machen es möglich) dabei zu schauen.

Was folgt ist, dass wir Daniel Radcliffe, die meiste Zeit bekleidet mit Schlabbershirt, Boxershorts, Bademantel und Plüschpantoffeln mit Tigermuster, dabei zusehen, wie er von der Situation total überfordert durch Straßen und versiffte Gassen sowie Häuser läuft und Nix wie eine Art weiblicher Neon-Punk-Terminator ihn Projektile und Raketen um die Ohren ballert. Daneben gibt es noch eine Art tragischer Backstory rund um Nix, die gegen Ende noch relevant wird, im Großen und Ganzen aber mehr wie ein Story-Anhängsel wirkt, um die Momente mit Inhalt zu füllen, in denen die diversen Waffen mal nicht zum Einsatz kommen.

Guns Akimbo ist sich dabei zu jeder Zeit bewusst, was für ein Unsinn gerade präsentiert wird. Regisseur Howden umarmt diese Blödsinnigkeit sogar die meiste Zeit. Egal ob es die Figuren, das Design der Welt und die Inszenierung der Actionszenen sind. Nur selten versucht der Film mehr zu sein als ein kurzweilige und durchgedrehte Actionkomödie, in der es Shoot-Outs gibt, die wirken wie John Woo auf Speed und Red Bull. Dabei schleichen sich allerdings auch einige bekannte Muster ein. So wirkt es im Jahr 2020 wirklich nicht mehr wirklich frisch, wenn knallige Actionszenen mit Popmusik untermalt werden, die eigentlich das krasse Gegenteil von dem ist, was gerade auf der Leinwand passiert. Das gilt auch für die unzähligen popkulturellen Anspielungen, die anscheinend auch nur im Film drin sind, damit das Hirn der Zuschauer zumindest rudimentär etwas zu tun bekommt.

Guns Akimbo ist einer dieser Filme, die so tun, als sein sie subversiv, doch eigentlich folgen auch sie nur bekannten Mustern und Formalien. Wenn einem das klar ist und die eigenen Erwartungen nicht zu hochgeschraubt sind und eh ein Faible für brutale, bunte und wenig clevere Unterhaltung existiert, dann sollte man mit Guns Akimbo wirklich eine Menge Spaß haben und mit großer Freude und noch größeren Augen dabei zu sehen, wie Regisseur Howden immer mal wieder wirklich tolle Actionmomente einfängt.

Diese Momente besitzen alle eine Art Videospielästhetik, die sich aber auch außerhalb der Schusswechsel immer wieder deutlich zeigt. So spielt der Film in der fiktiven Stadt Shrapnel City (Kenner von Duke Nukem 3D horchen auf), Schusswunden hinterlassen große Löcher, die nach einer Verschnaufpause aber nicht mehr so wild sind und die Munition von Miles Pistolen wird holografisch eingeblendet. Da wirkt es schon seltsam und nicht sonderlich durchdacht, dass Regisseur Howden mit kurzen Szenen, die zeigen wie die Skizm-Zuschauer Headshots bejubeln, die Internet- und Gaming-Kultur zu kritisieren versucht, obwohl sein Film doch eigentlich genau das ist: Ein cartoonartiger Gewaltrausch, der die Sehnerven, nicht aber die Synapsen fordert.

Fazit

Lust auf einen brutalen Live-Action-Cartoon, der seinen eigenen Unsinn zelebriert und dabei durchaus tolle Einzelmomente erschafft? Wenn ja, dann viel Spaß mit "GunsAkimbo", einem wilden Ritt, direkt am Gehirn vorbei und mitten rein in die Wohlfühlzone der Action-Phantasterei.

Autor: Sebastian Groß

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