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In den 50er Jahren durchlief die USA eine Welle der Angst vor dem Kommunismus, angeführt durch die politischen Hexenjagden des Senators Joseph McCarthy, der ganz Amerika von anti-amerikanischen Umtrieben säubern wollte. Im Jahr 1953 nahm der CBS-Journalist Ed Murrow samt seinen Kollegen die Machenschaften und Verhörmethoden McCarthys genauer unter die Lupe und entlarvten langsam aber sicher den falschen Schein, gedeckt durch ihren Produzenten Friendly. Als sie ihre Sendung "See it now" für die Aufklärung des Bevölkerung einsetzen, geraten sie bald in Bedrängnis, die Chefs des Senders, die Sponsoren und die Regierung selbst läuft gegen die Journalisten Sturm. Selbst als sie in McCarthys Visier geraten, machen Murrow und seine Leute weiter und setzen Ereignisse in Gang, die den Senator schließlich stürzen...

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Kritik

Das war durchaus überraschend. Zwar war George Clooney bereits vor 2005 politisch aktiv und dass sein Vater einst als Journalist arbeitete war auch bekannt, aber von der zweiten Regiearbeit des Hollywood-Stars nach Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind hatten die meisten wohl etwas anderes erwartet. Etwas, was mehr zum Beau- und Sonnyboy-Image des graumelierten Schauspielers passte. Aber nein, es kam Good Night, and Good Luck und damit der bislang beste Film in Clooneys Regievita, noch vor seinem Debüt und The Ides of March - Tage des Verrats.

Clooney entwirft hier mit seiner Rekapitulation wahrer Begebenheiten eine kurzzeitge Renaissance des klassischen Politkinos. Es sind Gesten, Blicke und vor allem Worte, die hier im Mittelpunkt stehen, gleich neben den Figuren, die durch die nüchternen aber stets eleganten Schwarzweißbilder flanieren. Doch Good Night, and Good Luck ist ein visueller Blender. Clooney und sein Co-Autor und Mit-Produzent Grant Heslov, der später Männer, die auf Ziegen starren inszenieren sollte, haben ein klares Anliegen: die unmenschliche Kommunistenjagd der Ära des Senators Joseph McCarthy wieder zurück ins Bewusstsein zu transportieren und gleichsam ein Loblied auf ehrlichen und vor allem couragierten Journalismus anzustimmen.

Anders als etwa Trumbo mit Bryan Cranston verzichtet Clooney dabei auf all zu dick aufgetragene Dramaturgie. Er lässt die wahre Geschichte rund um den amerikanischen Journalisten und Mit-Stürzer der McCarthy-Ära stets im narrativen Fluss. Präsentiert uns ungeschönt, aber niemals reißerisch die damalige Zeit und lässt uns Teilhaben am Prozess des damals anstehenden, politischen aber auch medialen Wandels innerhalb der Vereinigten Staaten. Das besitzt, trotz einer gewissen Kälte ein spürbares Feuer, was Good Night, and Good Luck von innen heraus vitalisiert und trotz seiner eher erwählten Aufmachung zu einem hochspannenden Stück Film macht.

Der starbesetzte Cast, bestehend u.a. aus sowie Clooney selbst tun ihr übriges dazu, dass Good Night, and Good Luck ein kleiner, engagierter Hochgenuss ist, der letztlich aber von Hauptdarsteller David Starthairn, ein Schauspielerder gerne in anderen Produktionen verheizt wird, getragen wird. Wirklich bedauerlich, dass Clooneys zweite Regiearbeit mittlerweile etwas in Vergessenheit geraten ist, denn trotz ihres historischen Kontexts, bleiben die Kernthematiken doch relevant und auf  - wahrscheinlich jeden -  den Zeitgeist übertragbar.

Fazit

Atmosphärisch perfekt verpacktes Journalismus-Drama, welches sich schnell zu einem packenden und kurzweiligen Filmvergnügen wandelt, in dem die Charaktere, die Geschichte und der Stil im klar im Fokus stehen. Ganz klar George Clooneys bislang beste Regiearbeit.

Autor: Sebastian Groß

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