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David Freeman ist ein ganz normaler 12-jähriger Junge. Eines Teages erlebt er einen harmlosen Sturz und wird bewusstlos. Als er wieder erwacht, erwartet ihn Merkwürdiges: Fremde Leute wohnen in seinem Elternhaus, und die Polizei macht eine verblüffende Entdeckung: David ist seit acht Jahren als vermisst gemeldet... Plötzlich interessiert sich die NASA für ihn und findet heraus, dass es zwischen David und einem kürzlich gefundenen Raumschiff eine Verbindung geben muss. In Davids Gehirn sind rätselhafte Informationen über Sternkarten entfernter Galaxien gespeichert. Ohne diese Karten ist das geheimnosvolle Raumschiff hilflos. Die Außerirdischen brauchen David - den Navigator! Noch ehe die NASA dem Geheimnos auf die Spur kommen kann, kletter David an Bord dieses Raumschiffes, und beginnt die Reise seines Lebens - zurück in die Zeit, aus der er kam ...
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

-„Schutzmaßnahmen werden empfohlen!“

-„Wollen wir die Tür zu machen?“

-„Positiv.“

-„Okay, aber wenn jemand fragt, dann bist du es gewesen.“

Am Abend des 4. Juli 1978 soll der 12jährige David Freeman seinen kleinen Bruder Jeff abholen. Im Wald stürzt er einen Abhang hinunter. Als er kurze Zeit später zu sich kommt und nach Hause zurückkehrt, steht ihm ein böses Erwachen bevor. Fremde wohnen urplötzlich in seinem Elternhaus, von seiner Familie keine Spur. Erst auf dem Polizeirevier kommt Klarheit in die merkwürdige Geschichte, die dadurch erst richtig verrückt wird: Wir schreiben inzwischen das Jahr 1986, David wurde vor 8 Jahren als vermisst gemeldet und später für tot erklärt. Die Zusammenführung gestaltet sich dementsprechend irritierend für den immer noch 12 Jahre alten Jungen, der theoretisch schon 20 sein müsste, aber auch für seine Familie, deren Freude über das Wiedersehen von diesem sonderbaren, gar unheimlichen Beigeschmack selbstverständlich ebenfalls leicht getrübt ist. Was geht hier vor, wo ist er gewesen und warum ist die Zeit scheinbar spurlos an dem Kind vorbeigegangen?

In der ersten Hälfte mutet Der Flug des Navigators aus dem Hause Disney mehr als einmal an wie eine Folge Twilight Zone und spielt tatsächlich mit einem leicht unbehaglichen, mysteriösen Touch, der spezielle für die Wahrnehmung eines kindlichen Zielpublikums etwas Gruseliges beinhalten dürfte. Ohne dieses ernsthaft zu verschrecken, aber geschickt anzufüttern und durchaus ein emotional aufgeladenes, nachvollziehbares Spannungspotential zu entfalten. Wie grausam muss es für ein Kind sein, in so einer Situation zu landen? Mit allen Folgen, die diese zwangsläufig nach sich zieht. Gleichwohl übertragbar auf alle Beteiligten in dieser Geschichte, neben der Familie auch die dadurch ambivalent und nicht grundsätzlich als böse charakterisierten „Antagonisten“ von der NASA, die schlicht im Sinne des verständlichen Forschungs- und Entdeckungsdrangs übers Ziel hinausschießen, einen (immer noch) kleinen Jungen behandeln wie eine Versuchsratte im Käfig und sich über seine Bedürfnisse und Emotionen hinwegsetzen. Das triggert sowohl die benötigten Fixpunkte eines typischen Jugend-Abenteuers, verknüpft sie aber in einen logischen und „realistisch“ wirkenden Zusammenhang. Aktionen und Reaktionen bleiben verständlich, ohne etwas zu zweckdienlich zu übertreiben. Gerade in diesem oft von schlichter Schwarz-Weiß-Zeichnung geprägtem Genre ein wichtiges Merkmal, um die Story auch aus anderen Blickwinkel richtig ernst nehmen zu können.

Mit dem Antritt des titelgebenden Fluges entfernt sich der Film von seinem leicht „düsteren“ oder zumindest dezenten „Suspense“ umfassenden Grundton, was ihn aber keinesfalls seines Hang zum Phantasievollen beraubt, nur die Marschrichtung etwas neu…navigiert. Mit „Max“ - der weniger konsequenten, weniger geltungssüchtigen, deutlich kompromissbereiteren und spätestens nach der Vernetzung mit einem kindlichen Geist wesentlich lockereren Variante von HAL 9000 – kommt die erste wirklich heitere Komponente ins Spiel, welche gegen Ende etwas zu überdreht locker aus der Hose jodelt und eine durchwegs sehr empathische, sensible Geschichte ab dann aus irgendeinem Grund in die Pflicht nimmt, ein paar alberne Kalauer zu viel rauszuhauen. Wohl um dem Anspruch als kindgerechte Angelegenheit auf jeden Fall gerecht zu werden, was diesem schönen Film auch so mühelos gelinkt. Hier wird mit viel Kreativität ein feines Coming-of-Age-Science-Fiction-Abenteuer erzählt, welches sich prima auf die Bedürfnisse von kleinen und großen bzw. groß gewordenen Zuschauern einstellt. Nicht so einfach und erst recht keine Selbstverständlichkeit. Besonders wenn man sieht, in welche oft seelenlose Maschinerie sich der Konzern mit der Maus verwandelt hat.

Fazit

Eine äußerst charmante, am Anfang gar richtig spannende, durchgehend feinfühlige und erst gen Ende etwas zu Humor-fokussierte Reise mit Lichtgeschwindigkeit durch Zeit und Raum. Bedient kindliche Erfahrungs- und Vorstellungswerte mit viel Enthusiasmus und einem hohen Maß an Zugänglichkeit, verschreckt ein erwachsenes Publikum dadurch aber nicht. Weil vieles vergleichbar, nachvollziehbar und übertragbar bleibt. Klingt simpel, ist aber erst dadurch eine hohe Kunst.

Autor: Jacko Kunze

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