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Inhalt

Der Clownfisch Marlin ist seit dem Angriff eines Barracudas verwitwet und konnte nur ein einziges unversehrtes Fischei aus dem Laich bergen, Nemo. Mit der Paranoia und der übertriebenen Vorsicht Marlins, die sich im Zuge des Todes seiner Frau bei ihm bilden, hat der kleine, neugierige Nemo es nicht leicht. Eines Tages verliert Marlin seinen Sohn aus den Augen und muss mit ansehen, wie er von einem Taucher „gefischnappt“ (Ba dum ts!) wird. Entgegen aller Regeln seiner Logik und Weltanschauung schwimmt er in den offenen Ozean hinaus um den Sohnemann zu retten. Bald darauf trifft er auf die unter Amnesie leidende Palettendoktorfisch-Dame Dorie, die ihn begleitet. Während Marlin nach Sydney schwimmt und Nemo in einem Aquarium in einer Zahnarzt-Praxis hockt, tickt die Uhr: Schließlich soll Nemo an die kleine Nichte des Zahnarztes verschenkt werden, welcher ein Ruf als Fischmörderin vorauseilt …

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Kritik

I am a nice shark, not a mindless eating machine. If I am to change this image, I must first change myself. Fish are friends, not food.

Das Jahr 1995: Zehn Jahre lang prägten Kurz- und Werbefilme das Portfolio des Animationsstudios Pixar, bis das Unternehmen unter der Leitung von Steve Jobs mit dem ersten vollständig computeranimierten Spielfilm „Toy Story“ seinen Siegeszug antrat. Auch lange nach dem Abgang des Apple-Gründers blieb das Studio seinem enorm hohen Qualitätsstandard treu. Gerade während der Entwicklung der ersten Spielfilme verfiel man nicht der Animations-Virtuosität, was angesichts des enormen damaligen Hypes und Echos bezüglich der revolutionären Technik stark für das kalifornische Unternehmen spricht. Stattdessen wurde weiterhin auf die Kernelemente eines Films gesetzt: Eine erzählenswerte Geschichte, facettenreiche Charaktere und Einfallsreichtum. Und unter dem Strich hat sich das immer ausgezahlt. Während Zeichentrick- und sonstige Animationsfilme oft kaum beachtet werden, spülen die meisten Pixar-Filme so hohe Summen in die Kassen ein, dass sie sich vor der Blockbuster-Konkurrenz nicht zu verstecken brauchen. „Toy Story 3“ markiert mit einem Einspielergebnis von 1,063 Milliarde Dollar die Spitze der erfolgreichsten Pixar-Filme, „Findet Nemo“ platziert sich mit ebenfalls beachtlichen 921 Millionen Dollar direkt auf Platz 2. Bis heute zieht sich die grandiose qualitative Leistung Pixars wie ein roter Faden durch ihre Filmographie, dem konnte selbst der Joch der Maus von Disney nichts anhaben („Cars 2“ fällt vielleicht aus dem Muster). Seit einigen Jahren feiern viele Pixar-Filme ihren Wiederauftritt in den 3D-Kinos, wobei sie dank ihrer hervorragenden Computeranimation geradezu wie geschaffen für die Brillen-Vorführung sind. So auch im „Findet Nemo“.

Pixars Erfolgsrezept ist zwar denkbar einfach, die Ausführung ist jedoch die wahre Herkules-Aufgabe: Eine pfiffige Geschichte als Fundament und sympathische Charaktere, die dem Zuschauer nicht egal sind, im Laufe der Handlung wachsen und das Publikum mit ihnen. Während die kleineren Zuschauer sich an den fantastischen Slapstick-Einlagen, wunderschönen Bildern und der „Disney“-Ader erfreuen, darf sich das erwachsene Publikum im Stahlbeton-durchbrechenden Wortwitz, dem enormen Einfallsreichtum und den unzähligen Referenzen im Hintergrund mästen, die einem Kind nun mal zu „deep“ wären. Pixar schafft auch bei „Findet Nemo“ erneut diesen hervorragenden Spagat zwischen kindlichem Spaß und „erwachsener Dramatik“. Und genau dies schaffen die Kalifornier auf einzigartige Weise und diese Art und Weise macht sie so einzigartig. Zwar kam Dreamworks vor allem in jüngerer Vergangenheit (gerade mit „Kung Fu Panda 2“ und „Drachenzähmen leicht gemacht“) dem Pixar-Level bedrohlich nahe, verfehlte es jedoch um Haaresbreite.

In gewisser Weise ist „Findet Nemo“ mit dem Action-Adventure-Videospiel „Uncharted 2“ vergleichbar: Es macht absolut nichts wirklich neu, schon gar nicht revolutionär. Das Happy End bei „Findet Nemo“ ist von Anfang an beschlossene Sache, auch ist eine doch ziemlich kitschige „Auch der Kleinste kann Großes vollbringen“-Message nicht weit. Aber die einzelnen Szenen, die mit grandiosen Wortgefechten, Referenzen (der Hai heißt „Bruce“) und Synchronsprechern (fantastisch: Albert Brooks als Marlin) aufwarten, überzeugt selbst die kindliche Slapstick-Komik auf ganzer Linie.

Die neu hinzugefügten 3D-Effekte verleihen gerade den Weiten des Ozeans eine tolle Raumtiefe, was die „Unendlichkeit“ und Ungewissheit des Ozeans verständlicher macht und Marlins Neurose ein klein wenig mehr veranschaulicht. Darüber hinaus sollte man aber keinen großen Mehrwert erwarten.

Fazit

„Findet Nemo“ lässt leider die Extraportion „PIXAR“ etwas vermissen. Während „Toy Story 3“ und „Oben“ das Erwachsen- bzw Älterwerden behandeln und „Wall-E“ sich der Umweltverschmutzung annimmt, reicht Nemos kleine Coming-of-Age-Handlung nicht an besagte Beispiele heran, zumal sie teilweise etwas zu sehr in den Kitsch hineindriftet. Nichtsdestotrotz ist das Unterwasserabenteuer ein wahnsinniger Road Trip des schrägen Duos Marlin und Dori, wobei jede Szene (selbst nach fast 10 Jahren) mit so vielen frischen Ideen, gigantischer Kreativität und Innovationen aufwartet, bis sich die Balken biegen. Die Dialoge sind herrlicher Wortwitz in ihrer reinsten Form und alle Charaktere sind von Grund auf charmant, teils auch herrlich schräg und abgedreht. Der 3D-Effekt verpasst dem Film zwar keinen enormen Qualitätsschub, die Möglichkeit „Findet Nemo“ ab dem 14. Februar erneut im Kino sehen zu dürfen, sollte man aber vielleicht nicht verpassen.

Autor: Kadir Güngör

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