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Der Mount Everest gilt als die ultimative Grenze der Menschheit. Wer den höchsten Berg der Welt, den schon hunderte von Opfern gefordert hat, bezwingen will, braucht Können, Mut und Entschlossenheit - und das Glück, dass das Wetter hält. Doch was, wenn ein jahrelang entwickelter Plan zur Besteigung dieses Berges in Gefahr gerät? Der packende Abenteuer-Thriller erzählt die wahre Geschichte zweier Expeditionen, die am Everest von einem der schlimmsten je verzeichneten Unwetter überrollt werden und um ihr Überleben kämpfen müssen.
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Kritik

Der höchste Berg der Welt, der Mount Everest, galt einst als unbezwingbarer Titan doch mittlerweile gibt es einen regelrechten Ersteigungs-Tourismus, der den steinernen Herrscher des Himalaya viel von seinem Schrecken genommen hat. Doch noch immer ist der Everest ein Ort des Todes. Immer wieder verunglücken Bergsteiger, werden von Lawinen verschüttet, von Steinschlägen erschlagen oder fallen in bodenlose Eisspalten. Der Mount Everest ist und bleibt gefährlich. Ihn zu unterschätzen ist oftmals der Beginn eines Todesurteils, doch auch wenn man besonnen und vorbereitet vorgeht, kann der Berg zum eisigen Grab werden.

Der isländische Regisseur, Darsteller und Produzent Baltasar Kormákur präsentiert mit seiner dritten Hollywood-Produktion nach „Contraband“ und „2 Guns“ nun die wahre Geschichte einer Everest-Besteigung, die im Mai 1996 in einem Desaster endete. Im Fokus dabei steht Rob Hall, gespielt vom aktuellen John Connor aus „Terminator: Genisys“, Jason Clarke. Dieser war einer der Bergsteigerprofis, die den Everest für den Pauschaltourismus eröffneten. In „Everest“ wird Hall als besonnener, stets freundschaftlicher und sehr erfahrener Bergexperte dargestellt und Clarke füllt diese Rolle auch problemlos aus. Man würde mit ihm zittern, leiden und hoffen, nur besitzt „Everest“ so viele Figuren, die allesamt ihr narratives Päckchen mit sich herum tragen, dass der höchste Berg der Welt recht schnell vor Figuren überquillt.

Das Positive daran: „Everest“ ist nicht an schnelllebiger Unterhaltung interessiert und lässt sich für ein Einführung und Expositionen viel Zeit. Wenn es schließlich zur Katastrophe kommt, sind es nicht bloß leblose Figurenhüllen, die um ihr Leben kämpfen, sondern echte Charaktere. Das Negative: Regisseur Kormákur inszeniert den Kampf gegen den Berg relativ spröde und schwerfällig. Wirkliche packende Passagen sind in „Everest“ selten. Das ist schade, denn einmal ganz kurz wagt sich Kormákur dann doch an einen Höhen-Thriller. Es ist nur eine kurze Szene, die dazu viel zu rasch abgehandelt wird, aber sie zeigt auf wie viel Potenzial für nagende Spannung, alleine die ständige Möglichkeit eines Absturzes, der Film gehabt hätte.

Am Ende erweist sich „Everest“ als ambitioniertes Werk über den ewigen Konflikt Mensch gegen die Natur. Kormákur interessiert sich für die Figuren wesentlich mehr als für Unterhaltungsmechaniken. Das gebührt ein gewisses Maß an Anerkennung, kann aber eben nicht verschleiern, dass „Everest“ relativ wenig Fleisch auf den Knochen hat. Denn sobald alle Charaktere vorgestellt sind und die Expedition aufbricht beginnt fast schon etwas zu statisch die Tragödie ihren Lauf zu nehmen. Wäre diese untermauert mit Spannungsszenen, „Everest“ hätte die Chance gehabt die Leinwände zu sprengen. So hinterlässt der Überlebenskampf einen eher entrückten Eindruck.

Nichtsdestotrotz ist „Everest“ kein misslungener Film. Die Imposanz des Berges wird in schöne wie eisige Bilder gebannt und wer als Zuschauer auch nur ein wenig Empathie für einen der Bergsteiger übrig hat, wird während der Expedition gewiss auch ordentlich in den Kinosessel gedrückt werden. Dazu überzeugen auch die Darsteller und von denen hat „Everest“ sogar recht viele und prominente mit an Bord. Wobei Fans von Jake Gyllenhaal, Robin Wright und Keira Knightley nicht allzu viel erwarten sollten - zumindest was Quantität ihrer Rolle im Film angeht. Auch gebremst sollte etwaige Euphorie wegen der Naturpanoramen in 3D. Dieses erweist sich nämlich als relativ schmuck- und drucklos. Wirklich schade, vor allem solch ein großes Abenteuer-Drama wie „Everest“ hätte sich für große wie überzeugende 3D-Bilder angeboten.

Fazit

„Everest“ erweist sich weniger als Spektakel, als ein recht geerdetes Drama rund um einen erbarmungslosen Überlebenskampf hoch oben auf dem Dach der Welt. Das ist leider ein wenig zu spannungslos in Szene gesetzt, erfüllt letztlich aber seinen Zweck und bietet zwei Stunden solide Unterhaltung rund um den uralten Zwist zwischen menschlichem Größenwahnsinn und erbarmungsloser Natur.

Autor: Sebastian Groß

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