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Dragon und Cowboy sind die dicksten Freunde. Gemeinsam stellen sie gerne Unmengen an Unfug an. Darunter auch, den Mädchen des Dorfes nachzustellen, sowie ihren strengen Vätern aus dem Weg zu gehen. Eines Tages geraten sie allerdings ins Visier einer Bande, die gestohlene chinesische Kunstgegenstände an Ausländer verkaufen. Tiger, einer der Mitglieder der Gangster, will dies nämlich nicht mehr hinnehmen und stellt sich gegen Big Boss, dem Anführer. Bei einem Kampf kommen ihm die beiden Freunde zur Hilfe. Gemeinsam stellen sie sich den Kunstdieben in den Weg.

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Kritik

Nach Jackie Chans wenig erfolgreichen Hollywood-Ausflügen mit Die große Keilerei sowie Auf dem Highway ist die Hölle los, konzentrierte er sich wieder verstärkt auf das Hongkong-Kino. Hier hatten sich allerdings die Bedingungen geändert. Klassische Kung-Fu-Filme waren nicht mehr so gefragt wie früher und neue Genres entstanden. Bevor sich Jackie dieser Veränderung allerding komplett fügte, präsentierte er mit seiner dritten Regiearbeit Dragon Lord noch einmal ein traditionelles Kung-Fu-Werk. Gespickt mit reichlich Humor sowie halsbrecherischen Stunts, sollte es ein krönender Abschluss einer ganzen Reihe von solchen Filmen sein. Der Erfolg an den Kassen blieb zwar aus, doch für Genre-Fans, ist die Geschichte rund um Kunstraub im alten China, durchaus einen Blick wert.  

Anders als die typischen Rachegeschichten, ist Dragon Lord eher eine fröhliche Geschichte über zwei beste Freunde, die sich am anderen Geschlecht versuchen. Hier ist allerdings auch der Knackpunkt, denn die Haupthandlung über die gestohlenen Kunstgüter, verkommt schnell zur Nebensache und wird erst am Schluss wieder aufgegriffen. So kommt einen die Story eher wie eine Teenie-Komödie vor. Der Anfang startet hierbei sehr gemächlich, teils Sprunghaft, um dann erst zum Finale hin richtig in Fahrt zu kommen. Dabei ist die Geschichte über ein Kunstraub im alten China durchaus erfrischend, wird aber einfach zu wenig genutzt. Erst bei Drunken Master 2, sowie Rush Hour, vollendet Jackie dieses Element. Erstmals bei einem Jackie Chan Film, gibt es auch den charakteristischen Abspann zum Schluss, wo die Pannen beim Dreh gezeigt werden. Jackie hatte diese Idee bei Auf dem Highway ist die Hölle los gesehen und wollte es bei seinen Produktionen fortan auch umsetzen. Es wurde ein Markenzeichen seiner Werke.

Was an Innovation bei der Handlung fehlt, macht Regisseur Jackie Chan durch eine Vielzahl von Halsbrecherischen Stunts sowie Martial-Arts-Einsätzen wett. Ein absolutes Highlight ist hierbei ein Kampf um einen Rugby, der auf einer Pyramide liegt. Bein einem Unfall am Set, verletzten sich alleine bei dieser Szene rund 90 Stuntmen, darunter auch Jackie selbst, teils schwer. Der anschließende Kampf um den Ball, wird packend mit Kamerafahrten sowie Zeitlupen eingefangen. Auch ein Federballspiel, was mit den Füßen ausgetragen wird, gehört zu den Höhepunkten von Dragon Lord. Der zehnminütige Endkampf, zwischen Jackie und  Hark-On Fung, zeigt eindrucksvoll das Stunttechnische können Jackies. Egal ob spektakulärer Fall, oder ein Sturz durch Holzhindernisse, es wird perfekt in Szene gesetzt und so schmerzhaft wie möglich dem Zuschauer präsentiert. Der Humor wiederrum kommt in Dragon Lord etwas kürzer als in seinen früheren Produktionen. Die Slapstick-Einlagen drehen sich meist nur um die beiden Freunde, oder deren Eskapaden mit den Mädchen des Dorfes. Zwar reichen diese durchgängig für ein paar Lacher, stellen aber nichts Besonderes dar.   

Für Jackie war seine dritte Regiearbeit wiedermal ein Kinderspiel. Mit Leichtigkeit führte er Regie, koordinierte die Stunts und fungierte als Hauptdarsteller. Mit seiner typischen lockeren Art, meistert er die Rolle des Dragon ohne Probleme. Besonders in Sachen Choreografie sowie Stunts, kann er wieder mal vollends überzeugen. Alle anderen Rollen sind allerdings eher blass. Mars kann als Cowboy nicht viel zeigen und stellt eher den Side kick für Jackie dar. Sidney Yin als Alice, hat es noch schwerer getroffen, denn außer einiger Slapstick-Einlagen, kann sie von ihren schauspielerischen Leistungen kaum etwas präsentieren. 

Fazit

Jackies dritte Regiearbeit ist besonders in Bezug auf Kampfchoreografien sowie halsbrecherischen Stunts eine wahre Genre-Perle. Zwar kommen die Handlung sowie der Humor etwas zu kurz, doch viele Elemente sollten später wieder aufgegriffen werden. "Dragon Lord" bildet insgesamt den würdigen Abschluss einer langen Reihe an lustigen Jackie Chan Kung-Fu-Filmen. In den nächsten Jahren sollte sich das Hongkong-Kino wandeln und das Action-Genre für sich entdecken, in dem natürlich auch Jackie seinen Platz finden sollte.

Autor: Thomas Repenning

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