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Inhalt

China zu Zeit der Song Dynasty: Während der Kaiserhof stark über eine tödliche Herausforderung zwischen den Söhnen des Yang-Clans sowie des Pan-Clans debattiert,  erreicht das Reich eine bittere Nachricht. So sind die Khitan-Truppen erneut in das Gebiet der Songs eingedrungen und drohen mit ihren Truppen die Hauptstadt zu erreichen. Kurzerhand wird der legendäre General Yang (Adam Cheng) an die Front geschickt, um die Khitan ein für alle Mal zu besiegen. Doch sein Gegner General Yelu Yuan (Bing Shao) hat einen perfiden Plan: Er will endlich Rache an Yang nehmen, der vor Jahren seinen Vater in einer gewaltigen Schlacht besiegte. Als Yang schließlich in eine Falle läuft und von den Hilfstruppen der Pan im Stich gelassen wird, bleibt ihm nur die Flucht. Einzig seine sieben Söhne (unter anderem Ekin Cheng sowie Vic Chow), können ihn nun noch retten…
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Kritik

Regisseur Ronny Yu hatte es über die Jahre hinweg wahrlich nicht leicht: Während der Martial-Arts-Choreograf sowie Historien-Erzähler in China einen Erfolg nach dem anderen feierte, versuchte er Anfang 2000 (ähnlich wie John Woo) in den USA Fuß zu fassen. Was folgte waren Filme wie "Chucky und seine Braut", "The 51st State" sowie "Freddy vs. Jason", die ihm alle nicht den gewünschten Erfolg brachten und auch beim Publikum eher durchwachsen ankamen. Es folgte schließlich die Rückkehr (abermals wie sein Kollege John Woo) in die Heimat und mit "Fearless" ein bombastisches Comeback, welches Jet Li einmal mehr in Bestform präsentieren konnte. Nun, nach knapp sieben Jahren Pause, meldet sich Regisseur Ronny Yu einmal mehr zurück: Mit einer geschichtsträchtigen Saga rund um den legendären Heldentod des General Yang, soll das Kino so ein weiteres Mal erbeben. Und ja, "Saving General Yang" ist nicht nur bombastisches wie höchst ansehnliches Schlachten-Kino, sondern bietet auch durch seine Geschichte eine fantastische Szenerie, die zu begeistern weiß. Kurzum, die Suche nach General Yang ist bestes chinesisches Historien-Kino und somit klar eine Empfehlung.

"Saving General Yang" basiert unterdessen auf der alten chinesischen Sage rund um die Generäle der Yang-Familie. Das hinter der Such- und Rettungsaktion eine Menge Pathos, höchst theatralische Szenen sowie gehörige Kämpfe stecken, ist somit bereits kurz nach Beginn des Filmes klar. Was dann jedoch folgt ist eine ruhige, sehr spannende wie dramatische Geschichte, die einzig von dem Umstand getrübt wird, dass Regisseur Ronny Yu auf eine tiefe Charakter-Zeichnung verzichtet. So bleiben die sieben Söhne, als auch General Yang, von Anfang an blass, ohne klare Namen (nur die Bezeichnung Sohn 1, Sohn 2 etc. unterscheidet sie) und daher ein mitfiebern aus. Allerdings ist dieser Umstand bereits ab der zweiten Hälfte des Films, die sich von einer Rettungs-Aktion mit einer höchst genialen wie hervorragend choreografierten Schlacht, zu einem klassischen Fluch-Szenario entwickelt, dadurch behoben, dass Regisseur Yu auf starke 1:1 Kämpfe setzt. Somit positionieren sich die Figuren durch ihre Eignung in der Schlacht. Von Schwert, über Heilkunde, hin zu Lanze und schließlich Bogen, entwickelt jeder der Söhne seinen eigenen Charme und somit eine Identifikationsfigur. Umso tragischer entwickelt sich da das Finale, welches zwar pathetisch erscheint, aber durch seine Aussage von Ehre, Familienbande sowie Leidenschaft gerettet wird. "Saving General Yang" ist dadurch gelungenes historisches Kino, das nicht nur optische Highlights besitzt, sondern gar zu Tränen rührt.

Doch auch für Action-Fans gibt es eine Menge zu bestaunen: In Zusammenarbeit von Kameramann Chi Ying Chan ("Detective Dee und das Geheimnis der Phantomflamme") sowie Stunt- und Action-Legende Wei Tung ("Hard Boiled", "Hero") entsteht ein Action-Feuerwerk, welches nicht nur visuell eine wahre Freude ist, blutig daher kommt und einfallsreich ist, sondern auch bestens in Szene gesetzt wirkt. Egal ob Massenschlacht mit Pferden, rasante Jagd über alte Ruinen hinweg oder schließlich die vielen kleineren Kämpfe, überall gibt es etwas zu bestaunen, das sich gemessen am Genre keineswegs verstecken braucht. Klares Highlight ist jedoch das Bogenschützenduell, welches einen glatt den Atem raubt. Dies ist wahrlich Martial-Arts-Kunst. Einzig das abrupte Ende wird viele mit einem ärgerlichen Erstaunen zurücklassen.

Fazit

"Saving General Yang" ist schnell, visuell unglaublich beeindruckend, geschichtlich höchst faszinierend und somit für Fans des Genres schlichtweg Pflicht. Einzig die fehlende Charaktertiefe trübt etwas das Geschehen, was aber durch höchst geniale Kämpfe durchaus ausgeglichen wird. Wer auf pathetisch aufgeladene sowie kostümdurchtränkte epische Schlachten-Szenerien steht, bekommt mit der Suche nach General Yang eine beeindruckende Genre-Perle serviert.

Autor: Thomas Repenning

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