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Inhalt

Der dritte Teil der Hai-Saga folgt den inzwischen erwachsenen Söhnen von Polizeichef Brody in einen Unterwasser-Freizeitpark nach Florida, der die neueste Attraktion werden soll. Als man dort einen jungen weißen Hai fängt, glaubt man an einen Publikumsrenner, doch das Tier stirbt kurz darauf. Leider ist seine Mutter äußerst rachsüchtig und fällt mit ihren vollen 10 Metern in den von Touristen überquellenden Vergnügungspark.

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Kritik

Kaum eine Filmreihe hat einen so hohen Qualitätsverlust wie Der weiße Hai. Ist Teil 1 noch ein Meisterwerk und nicht zu Unrecht ein Klassiker, so ist Teil 2 maximal guter Durchschnitt. Klar, sich mit einem Meilenstein wie Der weiße Hai zu messen, kann nur in die Hose gehen. Dafür hat es die direkte Fortsetzung aber noch recht passabel hinbekommen. 1983, als knapp 8 Jahre nach der Uraufführung des Originals, drehte Joe Alves, seines Zeichens Filmarchitekt (er designte den mechanischen weißen Hai aus Teil 1 und 2) seinen ersten und einzigen Film. Und das zu Recht. Der  weiße Hai 3 ist nicht mal annährend in der Liga des Erstlings. Er spielt nicht einmal das gleiche Spiel. Aber er ist in 3D gedreht worden. Das ist doch mal was.

Die 80ger Jahre waren prädestiniert dazu, bei jedem dritten einfach noch ein großes D anzuhängen, um den Film mit schlechten 3D Effekten „aufzuwerten“ (siehe: Es ist schon wieder Freitag der 13te). Direkt zu Beginn werden wir mit den absurd schlechten 3D Effekten konfrontiert. Einzig positives, was man über diese dermaßen miese Special Effects sagen kann: Wenigstens wird hier der Grundgedanke von 3D eingehalten. Heute geht es nur um Bildtiefe, was kein Mensch braucht. Der wahre Sinn hinter 3D Effekten ist das Plastische. Dem Zuschauer soll etwas entgegen fliegen. Und genau das passiert hier. Körperteile und sogar die Haie selbst schwimmen auf den Zuschauer zu und lassen ihn zur Seite zucken. Schade nur, dass diese Effekte unterirdisch schlecht aussehen. Von der Grundidee her nicht schlecht aber die Umsetzung ist so miserabel, dass man besser hätte Abstand davon nehmen sollen.

Und genau dies, zieht sich durch den gesamten Film. Der weiße Hai 3 hat teilweise gute Ideen, doch es hapert an der Umsetzung. Dies darf nicht falsch verstanden werden. Zu keiner Sekunde kann sich der Film mit dem nahezu perfekten Erstling messen, jedoch ist zumindest die Idee dahinter durchaus brauchbar. Der Hai befindet sich in einem Unterwasser-Vergnügungspark und treibt dort sein Unwesen. Aus der Idee selbst hätte man einiges machen können. Doch falsch Gedacht. Zu keiner Minute wird auch nur annährend etwas aus der Grundsituation gemacht. In nur einer Szene attackiert der Hai die Besucher des Parks. Auch wird eine Gruppe von Menschen in den Unterwassertunneln eingesperrt. Doch geht dies auch unter und dient nur als Grund dazu, wieder Leute ins Wasser zu schicken. Das geschaffene Potential wird nie ausgenutzt.

Dies liegt aber auch an der Umsetzung selbst. 8 Jahre nach der Veröffentlichung von Der weißen Hai könnte man ja davon ausgehen, dass der Hai zumindest etwas besser aus sieht. Doch mal wieder falsch Gedacht. Das Unglaubliche ist, er sieht noch schlechter aus. Der Hai hat riesige Ausmaße. Was als Grundgedanke wieder durchaus ok klingt, ist in der Umsetzung eine Katastrophe. Es handelt sich mehr um eine Mischung aus Wal und Lokomotive als um einen weißen Hai. Die Bewegungen sind so hölzern, dass es schwer fällt, den Film zu Ende zu schauen. Hinzu kommen die billigen gemalten Haie, wenn diese in den 3D Effekt eingearbeitet werden. Es geht leider keine Bedrohung von dem Hai aus, sondern belustigt die Zuschauer. Besonders bemerkbar ist dies, als in einer Szene ein Taucher im Ganzen geschluckt wird. An sich hätte die Szene durchaus gut funktionieren können, doch ist die Umsetzung wieder einmal so lächerlich, dass man es einfach nicht ernst nehmen kann.

Und genau dies zieht sich durch den ganzen Film hindurch. Interessante Gedanken werden durch miserable Umsetzung direkt im Keim erstickt. Fraglich warum sich namenhafte Schauspieler wie beispielsweise Dennis Quaid oder auch Louis Gossett junior in diesen Film verirrt haben. Na ja, jeder macht mal Fehler.

Fazit

Vollkommen zu Recht hat Joe Alves nach "Der weiße Hai 3" keinen Film mehr gedreht. Sämtliche interessanten Ansätze werden durch eine miserable Umsetzung sowie einer lächerlichen Darstellung im Keim erstickt. Als Trashfest wenigstens noch brauchbar, als ernstzunehmende Fortsetzung allerdings weit davon entfernt. Man kann dem Film nur zu Gute halten, dass wenigstens mal eine Veränderung im Setting stattgefunden hat und hier und da neue Ideen eingeflossen sind. Doch reicht dies nicht, um über das Debakel hinweg zu sehen.

Autor: Christian Kühnemann

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