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Allan Karlsson und sein Kumpel Julius Jonsson haben sich gut in ihrem Leben auf Bali eingerichtet. Inzwischen bringt Allan es auf stattliche 101 Lebensjahre. Das Entspannen und Schlürfen der einheimischen Erfrischungsgetränke auf der traumhaften Insel kann aber auf Dauer selbst der größte Faulenzer nicht lange aushalten. So begibt sich der rastlose Rentner auf ein neues Abenteuer, bei dem er auf rachsüchtige Gangster, die CIA und alte Bekannte aus Russland trifft.
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Kritik

Nachdem Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand, geschrieben von Jonas Jonasson, zum absoluten Bestseller avancierte, ließ sich eine Verfilmung sich nicht lange bitten. Das auf Zelluloid gebannte Pendant kam bei den europäischen Kritikern und Publikum gut an. Daher verwundert es nicht, dass nun ein weiterer Teil in die hiesigen Kinos kommt. Allerdings anders als Teil 1 hat Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand keinen Roman als Vorlage. Die Macher wollten zeitig einen Nachfolger nachschieben, Jonasson ist aber noch nicht so weit einen zweiten Roman über Allan Karlsson zu verfassen. Daher setzten sich die Macher von Der Hundertjährige, der aus dem Fenster steig und verschwand Felix Herngren und Hans Ingemansson zusammen und schrieben einen eigenen Nachfolger.

Teil 1 zeichnete sich vor allem durch die irrwitzige Vergangenheit von Allan Karlsson (Robert Gustafsson) aus. Denn in seinen jungen Jahren ist Karlsson in feinster Forrest Gump Manier durch die Weltgeschichte gestolpert. Dieser Kniff erhält nun auch in Teil 2 Einzug und ja, auch im zweiten Teil sind dies die Highlights des Films. Allerdings treten sie viel seltener auf, denn die Gegenwartsgeschichte des Films nimmt einen Großteil der Handlungs ein und diese ist leider sehr abgedreht und verlangt dem Zuschauer einiges an Wohlwollen ab.

Nachdem Karlsson eine Flasche Volkssoda seinen Gästen anbietet und diese nach nur einem Schluck bereits zu abhängigen, egoistischen Saufnasen mutieren, kommt die Idee auf, die Limonade doch selbst herzustellen. Allan hat das Rezept in Europa versteckt und daher macht sich eine kleine Gruppe auf das Rezept zu wiederzuerlangen. Wer sich jetzt bereits an den Kopf fasst, sollte sich den Kinobesuch sparen. Der Hintergrund der Volkssoda wird dabei in den Rückblenden erklärt, hier lassen sich Herngren und Ingemansson nicht Lumpen und binden auf kreative Art und Weise die Volkssoda in die Geschichte des Kalten Krieges ein.

Neben der fragwürdigen Suche nach einem Limonadenrezept haben, anders als in Teil 1, mehrere Protagonisten einen mehr oder minder gleichberechtigten Anteil am Film. Da die kleinen Handlungsstränge weder besonders lustig noch kreativ sind, mindert dies in erster Linie die Zeit, die wir in der unterhaltsamen Vergangenheit verbringen. Handwerklich ist der Film durchaus gelungen. Die bereits im ersten Film Oscar nominierte Maske ist auch im zweiten Teil hervorragend. Gustafsson spielt den stoischen und mit einer gewissen Gleichgültigkeit durch das Leben stolpernden Karlsson wieder recht amüsant und auch der weitere Cast macht seine Sache gut.

Fazit

Neben der fragwürdigen Handlung fehlt Der Hundertjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand vor allem der Charme des ersten Teils. Die Vergangenheitsepisoden sind kreativ in die Weltgeschichte eingearbeitet und unterhaltsam. Unterm Strich reicht dies aber nicht, um dem Film zu retten.

Autor: Maximilian Kremer

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