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Inhalt

Seit er vor ein paar Jahren die High School abgeschlossen hat, träumt der junge Dwayne davon, die miefige Kleinstadt Cut Bank zu verlassen. Doch erst, als er zufällig Zeuge eines Mordes wird und er das Ganze filmt, könnte sich ihm die Möglichkeit bieten, mit Freundin Cassandra irgendwo anders als in Cut Bank neu anzufangen. Doch von nun an hat jede seiner Entscheidungen verheerende Folgen, die beweisen, dass das Verbrechen auch im kleinsten Nest ein Zuhause findet. Der gutherzige und vom ersten Mord in der kleinen Stadt völlig überrumpelte Sheriff ist komplett überfordert und stolpert durch die Ermittlungen und Dwaynes Vater stellt seine eigenen Nachforschungen im Mordfall an...

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Kritik

Wir kennen unzählige davon. Diese kleinen Städtchen in (vornehmlich) amerikanischen Filmen, in denen der komische Kauz und der nach Veränderung sehende Nobody sich Gute Nacht sagen. Genau so eine Stadt im Nirgend- ,bzw. Irgendwo der nordamerikanischen Provinz ist auch Cut Bank. Als es hier zum Mord an einem Postboten kommt gerät die beschauliche Siedlung in Wallung. Ein gottesfürchtiger Sheriff ermittelt, die Postbehörde schickt einen großkotzigen Ermittler und der Zeuge des Mordes versucht damit Kapital zu schlagen. All das serviert einem der Film in einem großen Klumpen lakonischen Irrwitz. Es ist eine Parade voller schrulliger Typen und seltsamer Situationen, so wie man es etwa bei den Coen Brüdern kennt.

Deren Detailliebe, schwarzen Witz und Vielfalt erreicht „Cut Bank“ allerdings zu keiner Zeit. Der Film von Matt Shakman reiht sich ohne sonderliche Mühen in die Liste diverse Coen-Rip-Offs ein und zielt dabei in die Nische, in der sich das Meisterwerk „Fargo“ aufhält. Doch „Cut Bank“ fehlt zum einen der Mut echten schwarzen wie fatalisitschen Humor zu zulassen und erleigt dazu dem Irrglauben, dass ein Geheimnis eine Figur automatisch interessant macht.

Warum der stotternde Hinterwäldler Derby (Michael Stuhlbarg, „A Serious Man“) z.B. alles dafür tut sein verlorenes Päckchen zu finden baut Regisseur Shakman zu einem der ganz großen Fragezeichen des Films auf, nur wirklich einen Grund dafür anzugeben tut er nicht. Es muss halt reichen dass er ein Sonderling ist, der etwas abgegriffen aussieht und gerne in seinem Keller tote Tiere ausstopft. In „Cut Bank“ lautet die Regel: Hauptsache anders, Hauptsache immer etwas eigenbrötlerisch. Doch etwas wirklich Menschliches fehlt und so verkommt die Thriller-Groteske recht bald zu einem unspektakulären wie recht einfallslosen Präsentationsreigen diverser Reißbrett-Figuren.

Dass dabei einige Dreck am Stecken haben und nicht alles so ist, wie es scheint ist dabei weder wirklich überraschend, noch gelingt es „Cut Bank“ damit wirklich seine regressive Geschichte in irgendeiner Weise spannend zu gestalten oder gar aufzubauen. Nett gespielt ist das  Ganze allerdings schon, nur wäre mit solch einer (auf den zweiten Blick) tollen Besetzung doch wesentlich mehr drin gewesen, als solch eine hüftsteife und auf Vordergründigkeit ausgelegte Posse, deren Redundanz sich von Anfang bis Ende, wie eine Aorta durchzieht. Im Grunde versagt „Cut Bank“ ganz einfach daran, dass der Film versucht Einzigartigkeit zu propagieren, dabei allerdings nur alte Kamellen auftischt und dazu noch viel zu brav innerhalb seiner Geschichte und Figuren(entwicklung) bleibt.

Fazit

„Cut Bank“ erweist sich als gemütlicher wie inspirationsloser Versuch aus aufgesetzter Schrulligkeit Profit zu schlagen. Das geht allerdings gründlich schief: Mauer Witz, langweilige Figuren und eine brache Geschichte sorgen für reinrassige Redundanz.

Autor: Sebastian Groß

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